“Das Wachstum geht weiter, bis der Populismus die Oberhand gewinnt“

Asunción: Laut dem Finanzberater Amilcar Ferreira werde Paraguay weiter im Fokus von ausländischen Investoren stehen. Jedoch sei die populistische Versuchung groß, genau das Gegenteil zu bewirken.

Vor allem die Wahlperiode wird ausgenutzt um den Gesamthaushalt der Nation aufzublähen. Hinzu kommt, dass oppositionelle Gruppen die Regierung zum Scheitern bringen wollen.

Laut Ferreira dürfe aber der Prozess der Stabilität im Land nicht unterbrochen werden, weil dies den Staat betreffe und nicht zum Teil eines Wahlprogrammes gehöre.

„Paraguay hat trotz der Verlangsamung in der Region und dem Niedergang einiger Länder in den letzten Jahren sein nachhaltiges Wachstum aufrecht gehalten“, sagte Ferreira. Er betonte, die makroökonomische Stabilität muss mit politischer gestützt werden. Ferreira lehnt den Populismus von öffentlichen Geldern strikt ab.

„Gerade in einem Wahljahr entstehen Versuchungen, sehr großzügig mit öffentlichen Geldern umzugehen und diese Erhöhungen zu genehmigen. Sie sind aber außerhalb der Reichweite der öffentlichen Finanzen. Das gefährde die Nachhaltigkeit der Wirtschaft und ist sehr gefährlich. Wenn die Ausgaben erhöht werden, wird das die Fähigkeit von Paraguay stark beeinträchtigen weiter zu investieren“, sagte Ferreira.

Wochenblatt / ADN Paraguayo / YouTube

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4 Kommentare zu ““Das Wachstum geht weiter, bis der Populismus die Oberhand gewinnt“

  1. Wachstum? Und erst noch nachhaltig?
    Seltsamer Vogel, dieser Mann!
    Das ganze Wachstum hierzulande ist Schulden-getrieben, ausser Soja, was die Erde und die Wälder kaputt macht, und Export-Fleisch, was die traditionelle Ernährung der Bevölkerung beeinträchtig. Und das Geld, das reinkommt, geht ausschliesslich in die Taschen derjenigen, die eh reich sind. und die die Politik massgeblich korrumpieren.
    Es wäre schön, wenn die erste Welt ein bisschen die Klappe halten würde.
    Uebrigens: ich bin alles andere als ein Linker, und schon gar kein Verschwörungstheoretiker.

    1. Sie haben mir die Arbeit abgenommen und Wirtschaft perfekt erklärt. Aufgrund dieser sinnigen vor allem Export – Wirtschaft braucht es dann auch einen Beamtenapparat um für alle jene, die nicht als Exporteur zur Welt kamen, also zu wenig im Leben geleistet haben oder Abgehängten, auch eine Jobmöglichkeit zu erschaffen.. Das eine ergibt das andere meiner Meinung nach.
      Allerdings hocken dort dann auch nur jene mit Einfluss und Kontakten. Es wird also noch mehr von Staat zu privat umverteilt ist gleich Schuldenexplosion und genau wie ich es in der 1. Welt sehe, wird dann die Politik und Demokratie zum Angestellten der Exportwirtschaft.

  2. Ferreira traumt, bitte weniger Speed oder Ecstasy.
    Das Wachstum steht auf Schuldentürme.Fallen diese zusammen geht einiges den Bach runter.
    Die Landwirtschaft bassiert auf Monokulturen die die Umwelt vergiften.Selbst das Wasser ist so verdreckt das es in einigen Gegenden nicht Trinkbar ist.Die Landwirtschaft ist nicht mal in der Lage die eigene Bevölkerung zu versorgen. Eine Schande für das Land! Den Profit stecken sie die geldsäcke in die Taschen, den kann aber das Volk nich Essen.
    Selbst das Fleisch wird langsam für viele zu teuer.

  3. Ob ein Finanzindustrieller der richtige Berater für die Politik ist, ist selbst in Deutschland, eher kritisiert. Seit der Finanzkrise wird diese Branche eher als Unglück oder zumindestens zu einflußreich betitelt. Insofern ist die negative Bewertung des „Populismus“ falsch, zumindestend wenn er als volksbewußte Politik, was der Wortbedeutung „Populo lat. für Volk“ nahe kommt und nicht für leere Versprechungen im Wahlkampf mißbraucht wird. Leider sind wohl in Südamerika, wie in Europa, die meisten „Populismen“ eher leere Wahlkampfversprechen, wenn sie von etablierten, wirtschaftsfreundlichen, weltanschaulich nicht gefestigten Parteien kommen. Die Kritik an der einseitig exportorientierten Landwirtschaft möchte ich ausdrücklich befürworten. Sie dient in Südamerika, wie in Europa nur den jeweilgen Kapitalinteressen und nicht dem, was gut für das Volk ist. Hier die Forderung einer alternativen Bauern-Landwirtschaft, die natürlich nur teilweise für Paraguay anwendbar ist, aber Ideengeber in die richtige Richtung sein könnte. http://www.franken-buerger.de/landwirtschaft.html

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