Den Bock zum Gärtner gemacht

San Bernardino: Obwohl die Familie des getöteten Mannes erklärte, juristisch nicht gegen den Fahrer des Lkw vorzugehen, was auch einleuchtende ist, da er selbst nur ein Opfer ist, besteht die Staatsanwaltschaft weiter auf die Anklage der fahrlässigen Tötung. Der Lkw Fahrer ist frei, muss aber rund 70.000 Euro Kaution zahlen.

Adán David Ortellado, der wegen des tödlichen Unfalls angeklagt war, bei dem Santiago Llano, Sohn des ehemaligen Senators Blas Llano, ums Leben kam, wurde nach seiner Aussage bei der Staatsanwaltschaft unter Auflagen “freigelassen”. Der Strafrichter beschloss, einige Verhaltensregeln für den Lkw-Fahrer aufzustellen.

“Die Maßnahmen sind das Verbot, das Land zu verlassen, das Verbot, alkoholische Getränke zu konsumieren und die Verpflichtung, vom 1. bis zum 10. des Monats im Sekretariat des Gerichts zu erscheinen. Eine Kaution in Höhe von 500 Millionen Guaranies. Adán wurde eine alternative Maßnahme zur Freiheitsstrafe gewährt, die Hausarrest ist”, erklärte der Anwalt des Lkw-Fahrers, Daniel Figueredo.

Der Vertreter fügte hinzu, dass sie gegen die Kaution Einspruch einlegen werden, da sie seiner Meinung nach sehr hoch ist. Sie erinnerten auch daran, dass sich bisher niemand an die Familie Ortellado gewandt hat, die ohne ihr Arbeitsgerät und ihre einzige Einkommensquelle dasteht. Auf was die Anklage basiert ist unklar. Ein Video von Überwachungskameras nahe des Unfallortes zeigen mit welch hoher Geschwindigkeit Santiago Llano das Fahrzeug bewegte.

Wochenblatt / El Nacional

CC
CC
Werbung

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet. Übertrieben rohe, geistlose oder beleidigende Postings werden gelöscht. Auch unterschwellige Formen der Beleidigungen werden nicht toleriert. Das Setzen zu externen Links ist nicht erwünscht, diese werden gelöscht. Bitte bedenke, dass die Kommentarfunktion keine bedingungslose und dauerhafte Dienstleistung darstellt. Eine Garantie für das dauerhafte Vorhalten von Kommentaren und Artikeln kann nicht gegeben werden. Insbesondere besteht kein Rechtsanspruch auf die Veröffentlichung und/oder der Speicherung von Kommentaren. Die Löschung oder Sperrung von Kommentaren liegt im Ermessen des Betreibers dieses Dienstes.

12 Kommentare zu “Den Bock zum Gärtner gemacht

  1. Es fehlt im Artikel noch der Name des Richter Darstellers da immer Ross und Reiter zu benennen sind. Nur die konsequente regelmäßige oeffentliche Benennung der Korruptis , die ihre Flucht in die Anonymität verhindert hilft gegen diese.

    43
    3
  2. He, he, he, hiesig erheblich signifikant korrupte Politiker bekommen nach Überführung von Schmuggel, Korruption, Geldwäsche, Drogen- und Waffenschieberei zu 14 Tagen Hausarrest verurteilt und dieser Großverdiener (LKW-Fahrer) soll 70.000 € Kaution hinterlegen. Naja, der Raser und nun tot war ja auch der Sohn eines hiesig erheblich signifikant korrupte Politikers. Alles Claro im Paraafric. Abe nix Neues.

    51
    4
  3. Das ganze ist doch an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten! Eigentlich eher ein Fall für ein Kasperlestheater, wenn es leider nicht die Realität wäre und die Existenz eines unschuldigen Lkw-Fahrers samt seiner Familie bedrohte.

    43
    6
  4. Daran sieht man nach welchem Maas hier und auch überall sonst auf der Welt gemessen wird. Das ist langsam unerträglich was dieses korrupte Gesindel sich alles herausnehmen darf. Der Geschädigte wird zum Täter abgestempelt. Ist wie wenn ich mein Auto auf dem Parkplatz abstelle und so ein Raser fährt rein und stirbt. ich werde dann verurteilt weil mein Auto auf dem Parkplatz gestanden hat. Wie abartig ist diese ganze Geschichte hier. Richter und Staatsanwalt gehören sofort abgesetzt.

    50
    3
  5. So ein Privilegierter Sohn hat mit seiner Raserei auch nix zu Befürchten kein Polizist legt sich hier mit einen EX Senator oder dessen Familie an. Es tut mir Leid das wieder so ein junges Leben ausgelöscht ist auch wenn er es selbst verschuldet hat.
    Doch was Staatsanwaltschaft und Haftrichter sich da heraus nehmen um zu Signalisieren der Familie des Senator gegenüber das man Treu auf Linie bleibt und Wohlgefällig ist eine Schande.
    Als Ex Senator würde ich mir im Andenken meines Sohnes so etwas verbieten, weil dadurch meine Familie und mein verstorbener Sohn Zielscheibe der Medien wird und das Rasen immer Negativer Beleuchtet wird. Das durch das Rasen nun eine Familie Unschuldig Leiden muss nur weil sich die Gefälligkeit Justiz dem Senator anbiedert ist auch ein Schandfleck auf das Andenken des Sohnes der sein junges Leben verlor aus Übermut. Das bleibt lange in den Köpfen der Menschen und der Sohn sollte Frieden finden und nicht im Tod auch noch mit Hass überzogen werden.
    Der schmerzliche Verlust der Senator Familie ist mir klar doch mit akzeptieren eines Unrechts wird die Trauer zur Fars .

    27
    2
    1. ´´Als Ex Senator würde ich mir im Andenken meines Sohnes so etwas verbieten, weil dadurch meine Familie und mein verstorbener Sohn Zielscheibe der Medien wird und das Rasen immer Negativer Beleuchtet wird…´´
      Es steht doch: ´´Obwohl die Familie des getöteten Mannes erklärte, juristisch nicht gegen den Fahrer des Lkw vorzugehen,…´´
      Oder verstehe ich ihre Aussage nicht richtig?

      15
      2
      1. Gerade in Paraguay muss man nix drauf geben, was (hohe) Leute offiziell sagen. Im Hintergrund ist es durchaus möglich, dass der Ex-Senator eine deftige Strafe fordert, völlig egal ob der Sohn seinen Tod selbst verursacht hat.
        Aber da die Medien (ABC, Ultima Hora, das Cartes-Drecksblatt Nacion übrigens nicht) viel Druck auf den irrsinnigen Aktionismus der Staatsanwältin und der Richterin machen, könnte es durchaus möglich sein, dass diese Anklage fallengelassen wird. Aber das der Mann seinen LKW ersetzt bekommt, da sehe ich ganz schwarz.

        13
        2
  6. Staatsanwältinnen in Paraguay kann man fast immer Profilierungssucht, Bösartigkeit und Machtmissbrauch vorwerfen. Und jetzt kommt auch noch Verdrehung der Tatsachen hinzu, Täter-Opfer-Umkehr. Auf Videoaufnahmen sieht man, dass der Politikersohn wie ein Wahnsinniger gefahren ist und auf den Unfallfotos, dass der LKW von vorne nicht beschädigt ist, was klar heißt, dass der Llano junior von hinten dem LKW reingefahren ist. Zeugenaussagen bestätigen das.
    Das selbst bei diesen klaren Gegebenheiten der LKW-Fahrer so behandelt wird, zeigt wieder mal, wie völlig zügellos und fern aller Vernunft die Staatsanwaltschaft hier agiert. Möglicherweise dürfte auch vom Ex-Senator selbst Druck ausgeübt worden sein. Bei hohen Tieren (Politiker) dürfen sie nicht, bei kleinen Bürgern kommt der volle Sadismus zum Ausdruck – Herr Oberüber kann ein Lied davon singen.
    Der LKW-Fahrer gehört sofort freigelassen, natürlich ohne Kaution, und Schadensersatz (kaputter LKW) gezahlt – unverzüglich. Alles andere wäre ein Justizskandal – wovon es bei dieser Prästeinzeitjustiz viel zu viele gibt.

    29
    3
  7. Typisch für Leute, die es sich richten können. Nix mit wir sind gleich, chancengleichheit, leisten, können, wissen. Es wird nur den ganzen Tag von genau diesen davon gesprochen. Das kommt noch zu dem Problem mit Bullshitjobs und jenen, die jeder machen kann und daher per Kontakt und modern per Geschlecht vergeben werden. Mit diesem Job, der dem Steuerzahler oft noch Geld kostet, kommen noch kübelweise Privilegien dazu. Es gibt da keine Obergrenzen.

    13
    3

Kommentar hinzufügen