Der Held aus Pilar

Isla Umbú: Eine Familie war kurz vor dem Ertrinken. Ein armer Milchhändler rettete, ohne zu überlegen, alle Personen. Ein echtes Beispiel für Altruismus in Paraguay, das sicherlich nicht alle Tage vorkommt.

Gabino Ramoa verkauft Milch in der Gegend von Isla Umbú. Sonntagmorgen war er auf seinem Motorrad in der Gegend von Pilar unterwegs. Einige Kilometer vor der Hauptstadt sah er wie ein Lenker eines Autos die Kontrolle über das Fahrzeug verlor und in einen Teich stürzte. In wenigen Sekunden versank das Fahrzeug.

Ramoa riskierte sein Leben, blieb stehen und sprang in das Gewässer. Alle sechs Personen konnten gerettet werden, darunter auch kleine Kinder. Wenige Minuten später waren mehrere Autofahrer vor Ort und brachten die Insassen des untergegangenen Fahrzeugs in das Krankenhaus von Pilar. Alle erlitten keine ernsthaften Verletzungen.

Ein Beispiel, das Schule machen könnte. Der Held war übrigens ganz bescheiden und wollte gar nicht erwähnt werden. Ramoa sagte, das sei doch selbstverständlich gewesen.

Quelle: ABC Color

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7 Kommentare zu “Der Held aus Pilar

  1. Tolle Sache!
    Altruismus gibt es wahrlich nicht oft in Paraguay, obwohl es in solchen Situation wirklich eine Selbstverstaendlichkeit ist.

    Aber sagt es mal denen, die betrunken Auto fahren, Leute an- oder ueberfahren, und weiterfahren, als waere nix gewesen.

    1. Hallo Philipp, ich weis nicht, ob Du auch hier in Paraguay lebst, aber die selbstlose, uneigennützige Hilfe ist hier weitaus mehr zu finden, als in D-Land. Die im Artikel beschriebene Situation wäre in D-Land viel gefährlicher gewesen. Dort hätte sich innerhalb Minuten ein Heer von Neugierigen angesammelt, die wild diskutieren und kein Einziger wäre auf die Idee gekommen zu helfen. Du schreibst, dass „es in dieser Situation eine Selbstverständlichkeit ist“. Ich nehme an, Du meintest „eine Selbstverständlichkeit SEIN SOLLTE“.

      1. Michael, hier macht niemand oder ganz wenige etwas uneigennützes und schon fast garnicht Helfen. hansen hat sehr Recht, Ich habe auch schon mehrere Situationen erlebt, wo nicht einmal Polizisten geholfen haben, sondern auf den Rettungswagen gewartet haben.

      2. die hätten in D gar keine Zeit zum diskutieren gehabt, weil alle mit den Handys zu tun gehabt hätten, um alles zu filmen und dann auf Fasebock oder youtube zu veröffentlichen…

  2. Michael,
    ich weiss nicht, auf welchem Planeten tu lebst, denn von Paraguay hast du so viel Ahnung wie ein Nilpferd vom Radfahren. Hier sind die Verletzen schneller im Facebook, als im Krankenhaus und das ist taeglich so. Von Hilfe haben die hier doch keine Ahnung, Niemand hat einen Erstehilfekurs, niemand kann und will echt helfen. Dass es Ausnahmen gibt, ist doch klar, aber in aller Regel hast du bei einem Unfall wenig Hilfe zu erwarten….
    nicht von den umstehenden Gaffern, welche Videos aufnehmen und nicht von den
    Aerzten, geschweigedenn denen, die sich Polizei nennen. Mann, wo lebst du nur, dass
    du so eine unrealistische Meinung aeusserst. Beispiel: Ein eingeklemmter Truckfahrer verblutete, weil die Gaffer nichts anders zu tun haben, als seine Landung zu BRAHMA zu rauben, ein anderer eingeklemmter Fahrer starb, weil sich niemand getraute,die
    Tueren aufzustemmen und ihn ueberhaupt zu beruehren….die Leute warteten auf die
    Polizei und den Krankenwagen, die beide abwechselnd mit Baulicht an roten Ampeln
    auf gruen warteten, weil diese geistigen Stukaflieger nicht wissen, dass sie Vorrang
    haetten. Diese Schilderungen kann ich stundenlang fortfuehren und sogar mit Bildern belegen. Doch wofuer, du hast eben deine Meinung und mit der sollst du gluecklich sein. Dass du damit schief liegst, steht auf einem anderen Blatt. Hier in dem Land einen Unfall zu haben, ist der Horror und frage mich jetzt ja niemand, wieso ich hier lebe. Ich schreibe nur, was hier taeglich Fakt ist. Ob die Chicas heiss hier sind, das Wetter eventuel schoen oder das Leben billiger als in Deutschland, das alles und noch viel noch viel mehr hat mit deiner krummen Meinung nichts zu tun. Mir scheint, du bist einer jener Buerger, die hier an einen neuen Rumbo glauben, Mach die Augen auf und traeume hier keine Sachen in die Zeitung Mann.

  3. hallo Hansen,
    ich sehe das genauso wie Michael, bzw habe es schon 2 Mal erlebt. Einmal bin ich mit meinem Roller auf Sand weggerutscht und konnte gar nicht so schnell schauen, wie eine Menschentraube um mich herum war ….. UND ALLE HABEN GEHOLFEN. Die Einen richteten meinen Roller wieder auf, die Anderen brachten mich zunächst in eine sitzende Postion, gaben mir Wasser und zwei Personen warteten sogar, is ich weiterfahren konnte. Ein anderes Mal bin ich auf der Strasse bei Starkregen von den Füßen gerissen worden, als ich aus meinem Auto ausgestiegen bin. Vom Wasser wurde ich unter meine geöffnete Tür gedrückt. Dort blieb ich dann stecken. Auch hier erfuhr ich umgehend Hilfe. Einige Personen hielten mich an den Armen fest während Andere mein Auto so weit zur Seite Kippten, dass ich an den Armen hervorgezogen werden konnte. Anzumerken sei hierbei noch, dass ich keine 20-jährige chica bin sondern eine Frau in recht fortgeschrittemen Alter

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