Die Technik und ihre Tücken

Asunción: Wer sich gewundert haben sollte, weswegen es seit dem gestrigen Nachmittag keine neuen Kommentare gab, dem ging so ähnlich wie uns. Ein falsches Häkchen kann manchmal zu viel sein.

Wie mehrfach per Email uns mitgeteilt, wurde der Verdacht laut, dass Zensur im Spiel wäre, doch dies können wir getrost von uns weisen. Wir selbst haben die Kommentare ins Leere laufen und können sie nicht zurückholen. Wo Menschen arbeiten passieren Fehler. Dennoch freuen wir uns, wie auch die anderen Leser, weiterhin auf ihre Ausführungen. Die Hürde der Registrierung hat eine Vielzahl der Stammschreiber schon geschafft. Besten Dank dafür!

Wochenblatt

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

10 Kommentare zu “Die Technik und ihre Tücken

  1. Eine fragwürdige Klassifizierung habe ich bei der Registrierung gefunden:
    Bei der Wahl meines Passwortes verwendete ich 12 Zeichen mit Groß- und Kleinschreibung, Ziffern und Sonderzeichen. Trotzdem wurde es als schwaches Passwort bezeichnet.

  2. Eine Frage ans werte Wochenblatt.
    Wie sicher sind unsere Daten bei Ihnen im Allgemeinen? Speichern sie Log Daten? Wenn ja, dann fuer wie lange?
    Gesetzt der Fall ein Kommentator hat mal vergessen das VPN oder TOR einzuschalten oder dieses verliert an Internetverbindung ohne dass dieses eine sogenannte “Kill Switch” hat, was genau kann der ISP (Internetprovider) denn sehen? Das Wochenblatt hat HTTPS Verbindung nur eben das garantiert nicht totale Anonymitaet im Falle die IP Adresse ist durch einen ungluecklichen Umstand nicht mehr verschleiert. Wie steht es damit?
    Ich wuerde keinem Kommentator raten je ohne VPN oder TOR zu kommentieren und wenn es jemals so weit kommen sollte, dass die Pseudonyme der Kommentatoren mit einer einzigen IP Adresse verknuepft werden, dann sollte man ganz wegbleiben. So wie es jetzt noch ist, kann man ja ein ganzes Schachtelsystem von eMail Adressen haben die als Schutzwall dienen die Identitaet zu verschleiern.
    Gesetz der Fall das VPN faellt ungluecklicherweise aus und man hat nur ueber die normale HTTPS Verbindung des Wochenblattes kommentiert, was kann der ISP sehen, wie gefaehrlich ist das um das Dritte die IP Adresse ermitteln koennen von wo der Kommentar kommt und wie stehen die Chancen dass ploetzlich die Polizei vor der Tuer steht? Das VPN/TOR was ich benutze, wird jedes mal dem “Leak test” unterzogen ob es nicht doch die IP Adresse durchsickern laesst.
    Wie stehts mit den Log Daten (was ja bei gratis VPN’s ja bekanntlich ein Problem ist).
    Ich bitte das Wochenblatt alle meine frueheren Log Daten zu loeschen und auch alle unsere fruehere eMail Korrespondenz die mit der “alten email Adresse” geschrieben wurde.
    Je ausfuehrlicher sie darueber kommentieren (Stichwort: nur HTTPS, VPN/TOR, Log Daten) je besser koennen wir uns darauf einstellen woran wir sind.
    In der Laenge liegt bekanntlich die Wuerze! – ausser fuer die Einzeiler und Einzeller.

  3. Kaneshapillai Kanagasuntharam

    Für die Allgemeinheit ändert sich durch die Registrierung gar nichts: Schon vor der neuen Registrierung wurde die IP zum Kommentar gespeichert. Das ist auch gesetzlich verpflichtend und im WP selbstverständlich integriert ist. Persönlich habe ich kein Problem mit hiesig Justiz: Habe noch in keinem Kommentar gegen hiesig Gesetzte verstoßen – wie etwa zu Gewalt aufgerufen – noch jemals auch nur eine Zeile geschrieben, die nicht der Wahrheit über Land und Leute entspricht.

    1. Diese Registrierung hat tatsächlich einen Beigeschmack nach totem Hund. Die IP war ja vorher schon da aber vielleicht wußte das WB und eventuelle Verwerter nichts damit anzufangen. Vielleicht sollte man ihnen gar nicht so genau erklären, wie das funktioniert, wenn man einen Kommentator mit rechtlichen Schritten mundtot machen will. Sowas ähnliches schrieb ich gestern schon aber es fiel dem “technischen Problem” zum Opfer. Da habe ich mehr davon, meiner Empleada bei der Arbeit zuzugucken.

  4. Ja und dann? Man kennt die IP-Adresse und wenn man sie weiter verfolgt sieht man TIGO S.A. in San Fernando de la Mora. Dann koennte nur ein befreundeter StA weiterhelfen oder eine undichte Stelle beim Anbieter.

  5. Aegir Edler von Schanderhasy

    @Wolfgang
    Leider habe ich hier vom WB noch keine Antwort erhalten. Mir wurde aber einmal vom WB bestaetigt: “ihre Daten sind bei uns sicher”. Sicher ist sicher nehm ich mal an, ob unter Folter auch (was ja in Paraguay keineswegs auszuschliessen ist bei den Verhoermethoden wenn einen reichen Viehzuechter was passiert…) ist wohl ne ganz ander Scheibe Brot.
    Soviel ich das versteh, kann der ISP bei HTTPS sehen welche IP Adresse seiner Kunden welche IP Adresse (z.B. des Log in des Wochenblatt.cc) anfragt und schliesst schwups Schlussfolgerungen wenn dann ein Kommentar zeitnah auftaucht. Da man sich in Paraguay so quasi alle kennt, so ist es leicht “negative” Kommentare unbeliebte Aussenseiter zuzuordnen. Mennonitische ISP duerften kein Problem haben schnurstracks zum Ordnungsamt oder Polizei zu laufen und die IP Daten da froehlichst auszuliefern – da wuerde ich eher dem Wochenblatt zutrauen “dicht zu halten”. So wie man die Mennoniten kennt… Bei HTTPS sind nur die Dinge die man sagt (der Kommentar, Passwort, Kreditkartendaten, Name, etc) verschluesselt aber die IP Adressen an beiden Enden sind offen ersichtlich.
    Bei TOR kann man eigentlich nicht sehen welche IP Adresse welche IP aufruft aber bei einer kleinen Community so weiss ja jeder dass die meisten nie TOR aufrufen und somit kann man durch Auschlussverfahren den Kommentator ermitteln (eben wieder der komische Kauz als Aussenseiter). Aber Beweiskraeftig ist das dann schon nicht vor Gericht. Wobei man bei HTTPS auch nicht weiss WAS er sagt aber man kann die IP Adressen an beiden Seiten sehen so dass Mutmaassungen entstehen, was dann vor Gericht bewiesen werden muesste (Link zwischen IP Adresse und dem Kommentarinhalt). In Paraguay allerdings zeigt der Mob nur mit den Fingern und schon ist man schuldig (siehe Fall Oberueber). Beim VPN besteht immer das Problem dass diese gratis sind und die Logdaten kommerzialisieren als Einnahmequelle. Zudem braucht man nur den VPN Endknotenpunkt abfischen oder einen Gerichtsbeschluss dafuer erwirken um an die Daten zu gelangen. NordVPN ist ja z.B. in Panama legal registriert wo das Gesetz keine Logdatenpflicht kennt und somit speichern die auch nicht die Log Daten.
    Einige naive Kommentare in diesem Artikel machen mir angst da die Kommentatoren offensichtlich den Landessitten fremd sind und somit sich selber in Gefahr bringen. In Paraguay schert es keinem ob man die Wahrheit gesagt hat. Was interessiert ist ist ob man fuer die Gruppierung war oder dagegen (wie ANR, Mennoniten, etc). Beweise sind vor paraguayischen Gerichten nicht noetig wenn die gefuehlte Volksmeinung eine bestimmte Person verurteilt. Gegen hiesige Gesetze verstoesst man nicht wenn DU es meinst sondern wenn die Volksmeinung es meint dass du gegen Gesetze verstossen hast. Nicht “dafuer” gewesen zu sein ist hierzulande schlimmer als die Staatskassen leerzuraeumen. Siehe Fall Oberueber, Fall Kolpinggate und Fall Dennis Renner. Z.B. beim Fall Renner “findet” man nie die Wahrheit und die Taeter, wird aber die Kooperatve Neuland ueberfallen, so “findet” man stracks die Taeter. Auch im Fall Wabbnegg “findet” man nichts weil eben kein Geld dahinter steckt “Taeter” ausfindig zu machen. Oder Fall “Vierfachmord in Estancia im Chaco” – ein Reicher wurder tangiert der noch in der ARP drinnen ist, so hat er Anspruch auf “Gerechtigkeit” und schon steckt man sicherheitshalber alle mutmaasslich Beteiligten fuer 25 Zerquetschte ein.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.