Die Weinproduktion gewinnt wieder an Bedeutung in Independencia

Kolonie Independencia: Früher war Independencia als die Wiege des Weins bekannt. Jedoch kam es zu einem Einbruch in dem Sektor, der aber nun wieder an Bedeutung zu gewinnen scheint.

In der Kolonie Independencia ist der Weinanbau stark zurückgegangen. Früher wurden auf 4.000 Hektar Wein angebaut, nun sind es fast nur noch 200 Hektar. In dem Gebiet ließen sich viele Siedler aus Baden und Schwaben nieder, zurzeit gibt es wenige Kolonisten oder Neudeutsche die sich dem Weinanbau widmen.

Nicht nur in Independencia, sondern auch in den angrenzenden Kolonien wie Carlos Pfannl oder Sudetia widmen sich viele wieder der Weinherstellung.

In der Kolonie Sudetia produziert Wolfgang Anders schon seit Jahren einen eigenen Hauswein als Nebenerwerbs-Landwirt.

„Ich habe nur etwa 500 m² Fläche für den Traubenanbau zur Verfügung. Weitere Mengen werden zugekauft“, sagte Anders.

Ein weiterer Landwirt aus dem Bereich ist Walter Stock, ebenfalls in der gleichen Kolonie ansässig. Auch er nutzt diesen landwirtschaftlichen Zweig als Nebenerwerb.

Dieses Jahr war jedoch die Traubenernte gering, bedingt durch die schlechte Witterung letztes Jahr. Trotzdem ist die Qualität des Weines hoch, dafür zogen die Preise etwas an. Durchschnittlich etwa 12.000 Guaranies muss man für einen Liter Rebensaft bezahlen.

Lidia Mercado (Beitragsbild) aus dem Ortsteil Melgarejo der Kolonie Independencia hat sich ebenfalls der Weinherstellung gewidmet. Sie produziert ihn in professioneller Art und Weise, um ihn im örtlichen Supermarkt anzubieten. Jedoch soll der Bereich in Zukunft weiter ausgedehnt werden, sobald die das Angebot auch die Nachfrage decken kann. Es gibt drei verschiedenen Flaschengrößen. Vorerst wird nur Rotwein produziert, in naher Zukunft soll aber Weißwein hinzugefügt werden.

Einer der bekanntesten Weinbauern ist sicherlich Gerhard Bühler. Sogar der Fernsehsender SNT widmete ihm einen Bericht. Hier können Sie ein Teil der Geschichte über Bühler nachlesen und finden den Link zum Video des Senders SNT.

Wochenblatt

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6 Kommentare zu “Die Weinproduktion gewinnt wieder an Bedeutung in Independencia

  1. Ich habe vor ein paar Jahren mal den Rot- und Weisswein von einem bestimmten Produzenten aus der Kolonie probiert……es war mit grossem Abstand das Schrecklichste was ich in meinem Leben probiert habe. Ist klar, dass man bei diesen klimatischen Bedingungen keinen Spitzenwein produzieren kann, das verlangt ja auch Niemand, aber wenn man was produziert was viel schlechter ist als das billigste Zeug was in Tetrapacks verkauft wird und trotzdem das Dreifache dafür verlangt, dann sollte man es lieber bleiben lassen.
    Aber gut, das hat jetzt nichts mit dem neuen Produzenten zu tun…..ich werde demnächst sowieso nach Independencia fahren und bei der Gelegenheit dem neuen Wein eine Chance geben.
    Ich erwarte mir zwar nicht viel davon, lasse mich aber gerne überraschen…..und werde berichten.

  2. Stefan Krasulsky, Weinfachmann

    Antworten

    Freunde der Symbolfotos, lasst Euch zwei Dinge sagen:

    Erstens: Wein sollte liegen, nicht stehen. (Jedenfalls, wenn ein Korken auf der Flasche ist.)
    2.) Dunkel sollte es auch sein, kühl mindestens, sofern in PY möglich, besser auch.

    Alles andere wäre nur zum grillen und braten geeignet, aber kein Wein.

  3. Ich kaufte Wein von 2013, der weisse war wohl mit Cana aufgepeppt, dem roten wohl etwas zu viel Farbstoff beigemischt. Beide ungeniessbar. Habe es mit Wein von 2018 versucht, nicht viel besser. Der Vater der Wirtin erzählte mir dann, dass er aus 100 kg Trauben 200 Liter Wein herstellt und der sei besser als der vom Bühler. Und 4000 Hektar Reben stimmt wohl kaum, höchstens Aren.

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