Die Zeit der NSDAP mit Cartes verglichen

Fuerte Olimpo: Der Bischof vom Apostolischen Vikariat, Gabriel Escobar, im Chaco, nahm Stellung zu dem Bestreben vom Staatspräsidenten Horacio Cartes, die Verfassung zu ändern. Er nutzte einen Vergleich zur NSDAP.

Escobar betonte, eine Gruppe von “25 Abgeordneten legen nur ihre persönlichen Interessen an den Tag. Die legitime Autorität der Verfassung ignorieren sie. Sie wollen nur ihre persönlichen Interessen befriedigen. Das Gemeinwohl der Menschen bleibt auf der Strecke, vor allem der armen Bevölkerung“.

Der Bischof wurde noch deutlicher. „Der Senat hat seine eigene Geschichte. Ihre Vertreter wurden vom Volk gewählt. Somit müssen sie auch dessen Legitimität respektieren“, sagte Escobar. Er warnte davor, dass Investoren “vergrault“ würden, weil niemand “in der politischen Unsicherheit investiere“.

Zu Fernando Lugo, dem Ex-Präsidenten und Ex-Bischof äußerte sich der katholische Geistliche auch. „Lugo übernahm unter den Henkern der Macht sein Amt, die ihn 2012 zwar aus allen politischen Ämtern entfernten, er aber nun wieder einen parlamentarischen Coup mit ihnen beabsichtigt. Wie der Weg wohl weitergeht, weiß keiner“, sagte Escobar.

Nun kam er auf den Punkt bezüglich eines Vergleiches mit der NSDAP, zur Zeit des Nationalsozialismus im Deutschen Reich. „Im alten Deutschland war die Zeit der Regierung durch große Werke geprägt. Sie basierte aber auf der Verhängung einer Diktatur. Alle Rechte jedes Einzelnen wurden verletzt. Etwas Ähnliches passiert auch in unserem Land“, sagte Escobar. Er fügte an, der religiöse und politische Dialog würde aber Lösungen finden, die für Paraguay entscheidend seien.

Quelle: Chaco sin fronteras

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21 Kommentare zu “Die Zeit der NSDAP mit Cartes verglichen

  1. Alle Rechte jedes Einzelnen wurden verletzt. Schon starke Worte des Geistlichen!
    Jahrhundertelang währte in Europa die Inquisition, selbst Männer wie Galileo waren die Opfer. Die Sonne hatte sich gefälligst um die Erde zu drehen, damit das kirchliche Weltbild nicht zusammenbricht. Erst die Deutschen Kopernikus und Kepler sorgten für ein Umdenken. Und dann vor 500 Jahren wieder ein Deutscher – Martin Luther -!! Zusammen mit der Erfindung des Deutschen Gutenberg, des Buchdruckes konnte die Macht des Klerus allmählich zurückgedrängt werden.
    Warum nur hält sich die Kirche nicht heraus aus Dingen, von denen sie nichts versteht? Die weltlichen Machtansprüche verführen scheinbar immer noch viele Hirten, sich in alle Angelegenheiten einzumischen.
    Der Herr Bischof sollte sich wenigstens vorher die Mühe machen, die Hintergründe der damaligen Zeit näher zu betrachten.

  2. Nun schon der zweite Bischof, der sich klar und deutlich zu Wort meldet. Ist das nun gut oder aus Sicht der Atheisten und Agnostiker fehl am Platz?

    1. Was nun bitte hat dies mit Agnostikern und Atheisten zu tun? War die NSDAP besser als rote Socken? Merkwürdige Denkweise, der ich nicht folgen kann.

  3. Ich bin bekennender Christ.
    Jeder sollte seine Meinung frei und offen kundtun dürfen, ob Schaf oder Hirte.
    Aber der Hinweis auf die durchaus fehlgeleitete deutsche Geschichte sollte richtig sein. Die Diktatur in Deutschland entstand erst richtig dann, als das Ermächtigungsgesetz im Parlament verabschiedet worden ist. Das mit paraguayischen Verhältnissen zu vergleichen ist wohl weit hergeholt.

    1. Hallo Siegi, so weit her geholt ist der Vergleich mit den Nazis nicht. In Kurzform: Die Nazis errangen zunächst in freien Wahlen die Mehrheit bei den Reichstagswahlen. Hindenburg übertrug daraufhin Hitler die Kanzlerschaft. Bis dahin alles sehr „demokratisch“. Doch nachdem Hitler mit seinen Parteigenossen und dem Zentrum die Regierung stellte wurden im Schnellverfahren sämtliche Rechtsstaatlichkeiten abgeschafft. Und nun kommen die Ähnlichkeiten, auf die der Bischof anspielt. Hitler wollte ein Ermächtigungsgesetz um damit seine geplante Diktatur zu verwirklichen. Die dafür notwendige Mehrheit konnte er auf legalem Weg nicht bekommen. Folglich lies er die Abgeordneten der KPD sowie viele Abgeordnete der SPD vor der Abstimmung im Reichstag verhaften. Während der Abstimmung versammelten sich zahlreiche Braunhemden der SA im Reichstagsparlament und bauten damit eine Drohkulisse gegenüber all jenen Abgeordneten auf, die dem Ermächtigungsgesetz nicht zustimmen wollten. Es kam wie geplant, Hitler bekam sein Ermächtigungsgesetz – der Rest der Geschichte ist bekannt.

  4. Das ich getauft bin ist ein Umstand den ich mich als Baby nicht erwehren konnte,bis zu meinen 17 Lebensjahr habe ich alles mit gemacht Kindergottesdienst, Jungschar Konfirmation Unterricht bis mir so nach und nach klar wurde das ich in einer Ausgeklügelten Welt der Lügen und Unwahrheit aufwachse.Viele Dinge bis in die Heutige Zeit hinein Widersprechen den Christlichen Gedanken.Von Karl den Großen bis Heute ist die Kirche ein Instrument der Macht ,Folter ,Verfolgung,Ermordung Vergewaltigung.Politische Einflussnahme überall und das ist und kann nicht die Aufgabe der Kirche sein .Wir haben ja Jahrhunderte lang gesehen was dabei rum kam.Es stünde diesen Bischöfen sehr gut ihr teures Gewand abzulegen und das viele Geld den Projekten für Wiedergutmachung an den Indigenen Völkern zu nutzen die zu Millionen Umgebracht wurden von der Kirche.Vergleiche zu ziehen mit der NSDAP ist wohl sehr weit hergeholt jüngste Fakten in Venezuela sprechen eher dafür was er bemängelt.Man sollte die Kirche nicht als Haus Gottes sehen den darin liegt schon Unterdrückung ,denn wer will schon gegen Gott reden.Was Siegi ausgeführt hat unterstreicht es noch einmal.Zum Abschluss sei noch gesagt das ich kein Christ mehr bin ,doch ich glaube an Gott der für alle da ist, denn seine Schöpfung mir Ehrfurcht einflößt, aber dazu brauche ich keine Kirche.

    1. Dann ist doch alles gut. Das ist es ja, was ich schon seit Monaten hier versuche rüber zu bringen. Sie glauben an Gott, wie Sie schreiben. Ich auch. Was die Kirchen in den Jahrhunderten aber aus dem Glauben an Gott machten, hat oft nicht mehr viel mit Gott zu tun. Die Kirchen haben sich mehr denn je vom wahren Glauben entfernt. Daher sind Kirche und Glaube an Gott nicht unbedingt das gleiche. Trotz vieler meiner Bemühungen das hier deutlich zu machen, erntete ich dafür nur Hohn und Spott, besonders von selbsternannten Agnostikern, die in Wahrheit nicht einmal wissen, was das Wesen der Agnostiker ausmacht. Hauptsache man tritt als Haßprediger auf. Daß ich genau von diesen zum „Laienprediger“ ernannt wurde, erfüllt mich mit Stolz. Insofern gehen solche als Beleidigungen gedachte Äußerungen absolut ins Leere.

      1. Einige Kommentatoren wissen ganz und gar nicht, was einen Agnostiker und/oder Atheisten ausmacht. Das können sie auch gar nicht, schließlich haben sie als Laienprediger die Scheuklappen auf.
        „Alle Religionen sind Mythen“, Erich von Däniken

        1. Wenn Sie solche Figuren wie Erich von Däniken zitieren, dann wundert mich überhaupt nichts mehr. Ein größeren Unfug wie dieser Märchenerzähler von Däniken verbreitete, kann man sich nicht vorstellen – und Sie glauben das auch noch. Genau so ist das mit dem Begriff „Agnostiker“. Sie selbst bezeichneten sich vor wenigen Monaten als solchen. Ich konnte Ihnen an dieser Stelle nachweisen, daß Sie überhaupt keine Ahnung haben, was Agnostiker ausmachen. Daraufhin kündigten Sie wutentbrannt mit den Worten „Ihr könnt mich mal alle“ an, künftig keine Kommentare mehr zu schreiben. Wenn Sie wenigsten Wort gehalten hätten, wäre das sicherlich für das allgemeine Klima gut gewesen.

          1. „Ihr könnt mich mal alle “ und ich würde keine Kommentare mehr schreiben wollen, stimmt nicht von mir. Erich von Däniken stellt Fragen, regt zum Denken an, denkt selbst lateral. Er ist alles andere als verdammungswürdig.
            Was ein Agnostiker und/oder ein Atheist liest, können Laienprediger im internet problemlos nachlesen.
            Dass dieser Kommentar zu Erich von Däniken kommt, war mir von vornherein klar. Summa sumarum ist von Däniken lesenswert, im Gegensatz zu der „heiligen Schrift“, die eher an Grimm’s Märchen erinnert.

      2. Hallo Manni, also was Ihren Glauben an Gott und die Kirche anbelangt, verstehen wir uns. Man darf einfach nicht den Fehler begehen, Glauben und die Institution Kirche gleichzusetzen. Dann passt´s ja.

        1. Danke und Gratulation zu Ihrem klaren Bekenntnis! Wir Christen müssen uns nicht verstecken und haben auch nichts zu verschleiern.

  5. Seine Aussagen bis zum NSDAP-Vergleich finde ich gar nicht einmal so schlecht. Der NSDAP-Vergleich war voll daneben, da hätte er geschickterweise andere Regime als Vergleich heranziehen können. Hinzufügen möchte ich, dass ich als Chinese keinesfalls das ganze damalige deutsche Volk für die Sauerei der Nazis verantwortlich mache. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass in einem solchen Klima von Angst, Gewalt und Zersetzung es geschickter war den Mund zu halten und gegen Außen mitzuschwimmen, war einem sein eigenes Leben lieb. Und wenig konnte der Einzelne ausrichten.
    Ich wusste gar nicht, dass Sie, Manni, es mit der Kirche gar nicht so gut haben. Das hebt Sie in meiner Meinung über Sie erheblich, denn wenn jemand für sich seinen Glauben lebt und mich nicht bekehren will, dann finde ich das ja auch ok.
    Dass die Kirche an der Bibel viel herum geschraubt hat und heute, 2017, trotz der Überbevölkerung und Krankheiten wie AIDS immer noch Verhütung verbietet, was die Schäfchen in Afrika auch fleißig befolgen, macht sie, die Kirche, in meinen Augen nur noch unglaubhafter. Schon nur wegen der Reichtümer die die Kirche besitzt, ohne dass jemals einer von den Klerikern wirklich erfahren hat, was arbeiten heißt, geschweige denn den Königen ihrer Kriege Steuern zu entrichten.
    Naja, man merkt, ich habe andere Prioritäten als Geschichte und Religion.

    1. Manni berichtet dauernd, wie schlecht die Kirchen doch eigentlich sind. Als guter Christ und erfolgreicher Geschäftsmann aus Deutschland bräuchte man sie eigentlich nicht. Dann lobt er wieder die Äußerungen einiger dieser Kirchenfürsten. Weiter hält er Lobreden über den Judenfeind und Bauernverächter Martin Luther. Was nun soll man davon halten? Sind hier nicht Zweifel an gewissen xxxxxxx Kapazitäten angebracht?

      1. Wie halten Sie es eigentlich mit der Wahrhaftigkeit? Nicht ich „berichte dauernd, wie schlecht die Kirchen doch tatsächlich sind“ – das ist Ihre Spezialität. Wenn ich gelegentlich über Verfehlungen der Kirchen schreibe, bedeutet dies noch lange nicht, daß ich „die Kirchen“ als Gesamtes pauschal verurteile. Vielmehr greife ich Teilaspekte der Kirchen heraus und kritisiere sie, wenn sie nicht mit der Bibel überein stimmen. Verdrehen Sie mir also nicht meine Worte! Allerdings steht es Ihnen eher nicht zu, hier etwas zu beurteilen, weil sie ganz offensichtlich von der christlichen Botschaft absolut nichts verstanden haben und folglich nicht wissen, wovon sie reden. Außer ständigen Lästereien, Hohn und Spott und Verbreitung von Haß gegenüber Christen kommt ja nichts Positives von Ihnen. Das ist wirklich sehr bedauerlich bis bedenklich.

        1. Manni sucht sich alles raus und bastelt es sich zurecht, wie es ihm gerade in den Kram paßt und pickt sich seine Rosinen nach Gutdünken.

    2. Danke und Gratulation zu Ihrem klaren Bekenntnis! Wir Christen müssen uns nicht verstecken und haben auch nichts zu verschleiern.

    3. Erlauben Sie mir eine Berichtigung Ihres Kommentars: NICHT DIE KIRCHEN sind gegen Empfängnisverhütung, nur DIE KATHOLISCHE KIRCHE ist es. Wenn sich die Kirchen, insbesondere die Katholische Kirche, wirklich an die Bibel, als einziges Fundament des christlichen Glaubens halten würden, wären sie um ein Vielfaches glaubwürdiger. Doch die Einen fügen der Bibel Dinge hinzu, die so nicht in ihr stehen und die Anderen streichen ständig etwas heraus oder interpretieren sie um bis zur Unkenntlichkeit. Damit aber tragen sie Wasser auf die Mühlen der Christenlästerer und Haßprediger..Im übrigen sei an dieser Stelle erinnert, daß in Deutschland die Verächtlichmachung von Religionen und religiösen Bekenntnissen eine strafbare Handlung darstellt – in Paraguay übrigens auch.

  6. wo ist eigentlich das Problem? Dass jemand seine Meinung sagt? Egal ob er irgendeine Position hat, er hat halt einen Vergleich angestellt, bißchen hoch gegriffen, aber er hätte auch Beispiele aus der jüngeren Geschichte Paraguays nehmen können

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