Drogenboss Ezequiel de Souza Gómez genoss Polizeischutz auf Anweisung der Staatsanwaltschaft

Salto del Guairá: Der Kopf des riesigen Drogenringes erhielt zwei Mal Polizeischutz auf Antrag bei der Staatsanwaltschaft. Ezequiel de Souza Gómez denunzierte im August 2011 über seinen Anwalt Domingo Mendieta bei der Staatsanwaltschaft, dass er und seine Familie von Unbekannten bedroht wurden, die Summe von 10.000 US-Dollar zu zahlen. Wenn das nicht geschieht wird ein Familienmitglied entführt bis die Zahlung erfolgt. Mit dieser simplen Anzeige wurde ihm mit Unterschrift des Staatsanwaltes José Zarza Galeano ein Polizist als Schutz abgestellt.

Dieser Unteroffizier mit dem Namen Celferio Garcete (25) stammte aus San Jose de los Arroyos und wurde im Laufe des letzten halben Jahre zu seiner rechten Hand. Jedoch wurde diese uniformierte Unterstützung ihm zeitweise ab dem 14. März 2012 entsagt, da Ezequiel de Souza Gómez nicht zu den Sitzungen bei Gericht erschien. Dieses Manko konnte er aber auch umgehen, mit Hilfe seines einflussreichen Freundes, dem Staatsanwalt von Canindeyú, José Zarza Galeano, erhielt er auch ohne seine Präsenz vor einem Richter die erneute Anordnung auf Protektion. Das war am 17. Mai dieses Jahres.

Polizist Celferio Garcete war nicht bei der Festnahme anwesend weil er an diesem Tag frei hatte. Die Kommandantur in Asunción jedoch ordnete seine umgehende Versetzung in das Hauptquartier von Asunción an, wo über seine Zukunft entschieden wird. Je nachdem was die Untersuchung zu Tage bringt kann auch er angeklagt werden.

Gegen die zwei Staatsanwälte, Diosnel Gimenez und José Zarza Galeano, die Ezequiel de Souza Gómez Schutz gewährten, wird gegenwärtig ermittelt.

(Wochenblatt / Última Hora)

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4 Kommentare zu “Drogenboss Ezequiel de Souza Gómez genoss Polizeischutz auf Anweisung der Staatsanwaltschaft

  1. Nun machen wir uns nichts vor. Die Drogenbosse sind unter sich gut vernetzt und sitzen sehr nahe mit ihren Geldsäcken
    nahe an den Schaltstellen der staatlichen Macht mit ihren meist hungrigen Beamten nach Penunze. Mit der magischen Kraft des Geldes machen sich die Drogenbosse die Menschen um sich herum willig. Sie ähneln dann Zombies die ja bekanntlich willenlos sind.
    Ist aber nicht nur so im Drogenambiente in vielen kleinen und großen Wirtschaftsbereichen geschieht gleiches.

    Sollte man dabei nicht schwermütig werden?

  2. Mach dir nichts draus, Sukowsky. Das ist die Natur des Menschen. Das war schon vor 2000 Jahren im alten Rom nicht anders, und ich wette in nochmal 2000 Jahren wird es noch genauso sein.

  3. das einzige was gegen die Drogenmafia hilft, ist die Legalisierung der Drogen. Dadurch werden die horrenden Preise und die damit verbundene Kriminalität ausgehebelt. Der gesamte Apparat zur Bekämpfung der Drogenmafia entfällt. Viel Geld und Energie werden gespart. Den Geheimdiensten und evtl. auch Guerillagruppen wird der finanzielle Boden entzogen. In Uruguay und in Chile wird, vor dem Putsch wurde auch in Paraguay, über die kontrollierte Freigabe diskutiert. In den USA gibt es die Erfahrung mit dem Alkoholverbot der zwanziger Jahre. Damals hörte dieser Spuk sofort nach Aufhebung des Alkoholverbotes auf.

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