Ehemalige Ministerin bekräftigt, dass die Menschen hungern

Asunción: Die ehemalige Finanzministerin und Kandidatin für das Amt einer Senatorin der Bewegung Honor Colorado, Lea Giménez, sagte, dass die Menschen infolge der Covid-19-Pandemie, der Dürre und jetzt des internationalen Kriegskonflikts in Paraguay hungern.

Giménez schätzte, dass dieses Jahr sehr komplex sein werde und die Auswirkungen vor allem auf den schwächsten Sektor der Gesellschaft zu spüren sein werden. „Inflation gibt es heute überall, das heißt, im Grunde sind mehr als 55 % der Produkte, die den Verbraucherpreisindex ausmachen, vom Thema Inflation betroffen. Und wenn man sich auf die Lebensmittel konzentriert, liegt die Gesamtinflation im Januar bei 9,3 % und Lebensmittel bei 15,7 %, und das steigt weiter“, sagte Giménez.

Sie argumentierte auch, dass die Wirtschaftskrise Menschen in prekären Situationen stärker betreffe.

„Ich denke, das ist die Hauptsorge, zusätzlich zu der Tatsache, dass wir dieses Jahr eine Situation großer lokaler und globaler Unsicherheit erleben und dies kommt zu einem Szenario hinzu, in dem Paraguay in Bezug auf seine Fähigkeit, auf Neues zu reagieren, praktisch mit Handschellen gefesselt ist“, sagte Giménez.

Sie betonte, dass Paraguay mit Handschellen gefesselt sei, weil die Verschuldung “ungeheuer hoch“ sei, sodass es nicht einfach sein werde, die Auswirkungen des neuen Szenarios, das jetzt präsentiert wird, abzumildern.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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4 Kommentare zu “Ehemalige Ministerin bekräftigt, dass die Menschen hungern

  1. Ich kann das echt nicht mehr hören!
    Ich biete ein Dach übern Kopf, ein Bett, ein Schrank, Tisch und Stuhl, saubere Wasch- und Duschräume, 2 vollwertige Mahlzeiten täglich und einen Job mit mindestens Mindestlohn. Überstunden werden bezahlt.
    Wenn doch ach so viele gute Menschen hungern, warum fällt es mir dann so schwer gutes Personal zu finden?
    Sie sollten und genau daran scheitert es: zuverlässig, fleißig, körperlich fit und nicht diebisch sein.
    Ist das denn zu viel verlangt?
    .
    Ich kann nichts dafür, dass so viele junge Menschen das Land verlassen und in die Städte ziehen, weil das Fernsehen ihnen ein mondänes Partyleben in den Städten vorgaukelt und dann dort in den Slums verelenden.
    Wer wirklich fleißig und zuverlässig arbeiten will, findet auch einen Job und behält den Job auch.
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    Aber ich denke mal, dass auch Frau Gimenez in ihrem Leben noch nie wirklich gearbeitet hat und sie deshalb das Grundproblem in diesem Land nicht nachvollziehen kann.

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    1. Mein Spruch von vor 10 Jahren:
      Ich kenne keine armen Paraguayer, ich kenne nur faule Paraguayer.
      Wenn ich mit den Hunden aus dem Haus gehe und mir die “Neuansiedlungen” ansehe, keine Tür kein Fenster, aber Bezahlfernsehen.
      Die Prioritäten sind für uns Europäer nicht zu verstehen. Mich darüber zu wundern oder gar aufzuregen, habe ich mir abgewöhnt. Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden, aber dann bitte nicht jammern.

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  2. “Sie betonte, dass Paraguay mit Handschellen gefesselt sei, weil die Verschuldung “ungeheuer hoch“ sei, sodass es nicht einfach sein werde, die Auswirkungen des neuen Szenarios, das jetzt präsentiert wird, abzumildern.”

    Wenn man die Mond-Gehälter bei Itaipu reduzieren könnte und die massive Steuerveruntreuung auch richtig juristisch mit drastischen Strafen verfolgen würde, könnte das Land viel Geld einsparen. Die vielen Planillerostellen würden das Budget auch entlasten.
    Dazu die absolut horrenden Gewinnmargen von Supermärkten endlich einen Riegel vorsetzen wenn es eine funktionierende Kartellbehörde gäbe. Insgesamt ein sozialeres System einführen, indem die Millionäre doch gerne einen Beitrag leisten, an den Leuten, die sie erst reich gemacht haben.
    Nur ein paar Beispiele, was man selbst tun könnte. Das darf sie aber nicht sagen, ihr sind ja die Hände gebunden. Und mit Krieg und Covid hat man ein paar schöne Gründe gefunden, um nicht selbst das Unvermögen einer Regierung einzugestehen.

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  3. Kenne keine, aber der Fahrzeugverkehr ist hier weniger geworden, man faehrt nicht mehrmals taeglich zum Supermarkt und es wird wieder mehr in lokalen Laeden gekauft. Man schiebt Strom-und Wasserrechnungen auf die lange Bank, aber zahlen muss man doch.
    Ja, alle die Schueler haben wurden die letzten 2 Jahre sackweise mit Grundnahrungsmitteln ausgeruestet, das ist nun aber vorbei, da muss man nun wieder sehen wo man bleibt. Die Hiesigen von oben in den Teppichetagen bis in den letzten Weiler haben es ja gerne, beschenkt zu werden ohne Gegenleistung und nach einer Weile denkt man es muesse immer so seinund jammert rum. Aber die sind auch Minimalisten und halten etwas aus ohne Arbeit. Ich suche fuer eine Dame einen Gartenarbeiter, eigentlich geht es nur um Rasenmaehen. 10 haben wir schon durch, es wird immer schlimmer……
    Wir haben die letzten 2 Jahre schadlos ueberstanden ohne Care-Pakete und wir werden auch diese Weltwirtschaftskrise ohne Hunger ueberstehen. Es gibt auch noch Einsparmoeglichkeiten.

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