Ein “Ñacunday II” wurde geschaffen

Asunción: Die paraguayische Regierung veröffentlichte unter „fast unwichtigen Kleinanzeigen“ die Ankündigung eine weiteren Messung nach überschüssigem Land durchzuführen, die noch mehr Chaos anrichten wird als es schon in Ñacunday, Alto Paraná gibt.

Obwohl die Fläche mit 162.152 ha annähernd gleich ist betrifft diese Messung 14.772 Privatbesitze und liegt in der Provinz Itapúa. Die Einwohner der Provinz können sich nun auf die Ankunft der „Carperos“ vorbereiten.

Das solche Messungen in der Tageszeitung veröffentlicht werden müssen ist normal und unauffällig bis zu dem Punkt der zu messenden Fläche der Finca Nº 98 de Jesús y Trinidad, Padrón Nº 1770 del Distrikt Tava’i. Dieses angebliche Staatsland beträgt, laut Anzeige der Kommission 15 de Mayo de Pirapey, 162.152 ha.

Innerhalb des Gebietes sind ganze Städte wie Capitán Meza, María Auxiliadora, Itapúa Poty und Tomás Romero Pereira. Tausende Eigentümer und Einwohner werden von dieser Maßnahme der Regierung betroffen, die mit Landbesetzern ein Chaos schafft, welches eines Tages nicht mehr zu bändigen ist.

Mal abgesehen von den Produzenten der Kornkammer des Landes, wie die Provinz liebevoll genannt wird, hat nun jeder der Einwohner Angst der diesen Artikel liest.

Die Einwohner von Itapúa sollten auf alles vorbereitet sein, was im Rahmen der ersten Landbesetzung vorgefallen ist: Zäune zerschnitten, Gewalt gegenüber Eigentümern, Straßensperrungen und Fremdenhass.

Genauso wie in Ñacunday, wo das Indert versucht 257.000 ha zurückzugewinnen basierend auf einem zweifelhaften Bericht der Notarin Stella Maris Samudio de Rodríguez (mit Vorstrafe wegen Betruges), sollen auch hier alle Einschreibungen ins Katasteramt ignoriert werden obwohl es Eigentum von Federico C. Mayntzhusen war, der 1873 geboren wurde und 1949 starb.

Andererseits bleibt auch zu erwähnen, dass Alto Paraná wie auch Itapúa total kartographiert ist und somit es unnötig scheint nach überschüssigem Land zu suchen und schon gar nicht in den angegebenen Größenordnungen.

(Wochenblatt / Abc)

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3 Kommentare zu “Ein “Ñacunday II” wurde geschaffen

  1. ———Ist Privateigentum nicht mehr sicher? ———-
    Mir scheint man will hier von oberster Stelle aus Unruhe stiften und die Menschen verunsichern. Möglicherweise auch durch die angeblichen Neuvermessungen unberechtigt neue Geldquellen anzapfen. Wer ist der starke Mann hinter alldem?
    Man kann nur sagen, „Leute in Itapua, schließt Euch zu einem Block zusammen und lasst Euch von unsinnigen politische gesteuerten bürokratischen Maßnahme nicht drangsalieren. Gemeinsamkeit macht stark!“

  2. Aus meiner Sicht wird hiermit Politik/Wahlkampf betrieben. Und auf der anderen Seite will man nicht erkennen, welchen Schaden man damit anrichtet. Solche Aktionen unterbinden ausländische Investitionen für Jahre! Mann sollte ALLE Entwicklungsgelder sofort einfrieren! Nur so kommen die Verantwortlichen zur Besinnung.

  3. Ihr habt doch auch den Indiannern alles geklaut und nix entschädigt. Also – warum sollte man Euch nicht auch alles klauen ?

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