Entlassungen von 47 städtischen Angestellten führen zu scharfen Auseinandersetzungen

Encarnación: Im Zuge der anstehenden Kommunalwahlen entsteht ein Personalkarussell, das vor allem in einigen Kommunen zu Entlassungen bei städtischen Angestellten geführt hat.

Angesichts von Beschwerden wegen angeblicher politischer Verfolgung und angeblicher ungerechtfertigter Entlassungen innerhalb der Stadtverwaltung Encarnación erklärte der zuständige Bürgermeister, Sebastián Remezowski, dass insgesamt 47 Mitarbeiter gekündigt worden seien, da sie keine Funktion zu erfüllen gehabt hätten.

„Niemand habe ungerechtfertigt jemanden entlassen, da es beabsichtigt sei, eine Arbeitsplatzsicherheit für alle städtischen Angestellten einzuführen”, so Remezowski.

Darüber hinaus kamen mehrere Personen ins Büro, die erklärten, in der vorherigen Stadtverwaltung unter dem Bürgermeister Luis Yd, der sich zur Wiederwahl stellt, zu Unrecht entlassen worden zu sein und sogar die entsprechende Abfindung nicht erhalten zu haben.

Wochenblatt / Mas Encarnación

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Europakongress

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1 Kommentar zu “Entlassungen von 47 städtischen Angestellten führen zu scharfen Auseinandersetzungen

  1. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Klar, denn niemand will den Posten der eierlegenden Vollmilchsau verlassen da der Beamte (oeffentlich Angestellte) in Paraguay doppelt so viel verdient wie der Angestellte im privaten Sektor.
    Siehe hier.
    https://wochenblatt.cc/covid-19-reduziert-einkommen-und-erhoehte-selbststaendigkeit/
    “Sehen sie da in der Tabelle was vor sich geht?
    Der Beamte/oeffentlich Angestellte verdient genau doppelt mal so viel wie ein Angestellter im Privatsektor. Der Beamte verdient 4 Millionen Guaranies und der Angestellte im Privatsektor verdient 2.3 Millionen Guaranies wo der Selbststaendige rund 2 Millionen verdient.
    Das ist der Grund warum so viele Menschen in Regierungspositionen arbeiten wollen und daher auch der Wind Munizipien wie am Fliessband zu gruenden um eben da mit der Sippe zocken zu koennen.
    Ein Beamter tut in Paraguay im Grunde garnichts.
    Dasselbe spielt sich im Kooperativssektor ab. Die Gehaelter die sich die privat Beamten der Kooperativen, Zivilgesellschaften und Koloniesangestellten leisten ist mindestens das doppelte und dreifache des Gehaltes eines Landsers (ausser Dienstleister, Viehzuechter und Maschinenunternehmer). Gerade diese Sektoren haben ein Interesse daran dass das Mindestgehalt jedes Jahr steigt da bei den Mennoniten und in der Regierung (Senat, Justiz, etc) das Lohnstaffelsystem auf dem Satz des Mindestlohnes beruht. Steigt also der Mindestlohn so steigen die Gehaelter der Verwaltungsangestellten im Oeffentlichen sowie Privaten Sektor und die Landser, meist Bauern koennen sich mit “internationale Preise” herumschlagen die seit Ewigkeiten stagnieren oder runter gehen.
    Mit anderen Worten, es lohnt sich nicht mehr in Paraguay zu produzieren sondern es lohnt sich nur sich in einen Verwaltungsposten im Regierungs- oder Privatsektor zu setzen und da kleben zu bleiben bis der Weihnachtsmann kommt. Weihnachten ist fuer die Zeitgenossen im Beamtenposition jeden Tag.
    Kein Wunder dass halb Paraguay im Drogensektor unterwegs ist. Zugegeben: die finanzielle Situation wuerde fuer den produzierenden Sektor als Drogenhaendler bedeutend leichter sein als die heutige der langsam ausgeblutet wird. COVID hat recht wenig an diesen Entwicklungen schuld sondern die stetig abdriftende Gesellschaft und Zockermentalitaet praktisch aller Leute.
    Viele Selbststaendige, also Unternehmer, versuchen dann bei den Munizipien und Regierungssektor Vertraege zu ergattern um sich so finanziell aufzumelken. Daher hat niemand so recht ein Interesse daran den oeffentlichen Sektor effizienter zu machen denn dieser ist das Ziel der uebrigen Leute um da saugen zu koennen.”

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