EPP Forderung wird von Mennoniten umgesetzt

Antebi Cué: Wenn man absolut nichts hat und im Verdacht steht, der selbsternannten paraguayischen Volksarmee zuzuarbeiten, verwundert es auch nicht, dass sie die Lebensmittel annehmen. Hilfreich ist es in zweierlei Hinsicht.

Mennoniten aus Río Verde wurden aufgefordert Lebensmittel im Wert von 50.000 US-Dollar an zwei Orten zu verteilen, um die Freilassung von Franz Wiebe zu erreichen. Zum einen in Antebi Cué im Departement Concepción und zum anderen in Guahory im Departement Caaguazú. Die Bewohner der letztgenannten Zone missbilligen die Lebensmittelspende und sprachen sich vereint dagegen aus. Nicht so in Antebi Cué, wo Personen leben sollen, die die EPP unterstützen. Während der Entführung von Fidel Zavala wurde hier im Januar 2010 die Lösegeldübergabe durchgeführt.

Antebi Cué wurde vom paraguayischen Staat 2005 enteignet und den landlosen Bauern zur Verfügung gestellt. Aber mehr auch nicht. Da nach der Übergabe keine Investitionen vom Staate folgten gleicht der Bereich einer Wüste, in der keiner wohnen will. Weder Straßen noch Trinkwasserversorgung wurden errichtet.

350 km von Río Verde entfernt, erklärte einer der Bewohner von Antebi Cué warum sie die Lebensmittel der Mennoniten annehmen. „Wir haben keine Verbindung zur EPP aber wenn wir die Lebensmittel nicht annehmen verkompliziert sich die Lage für Franz Wiebe weiter, da es ja heißt, dass sie sie verteilen sollen, um ihn zu befreien.

Wochenblatt / Última Hora

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1 Kommentar zu “EPP Forderung wird von Mennoniten umgesetzt

  1. Was sollen sie auch machen? Der Staat schaut nur zu.

    Waren im Wert von 50.000 Dollar dürften die Mennnoniten auch nicht gerade vom Ärmel schütten, aber sie machen es. Bleibt nur zu hoffen, dass die EPP auch den Jungen wieder freilässt – und nicht nach drei Monaten wieder einen Brief verschickt und weitere Forderungen angibt.

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