Essap: Wassermangel ist auf “unkontrolliertes Wachstum“ zurückzuführen

Asunción: Der Generaldirektor von dem sanitären Dienstleister Essap erklärte, die Hauptursache für den Wassermangel in Asunción und Central sei das “ungeordnete Wachstum“ des Unternehmens, mit Erweiterungen, die über das empfohlene Maß hinausgehen, was dazu führe, dass es einen Wassermangel gebe.

In vielen Stadtteilen von Asunción und des Departements Central mangelt es an einem Druck – im besten Fall – oder direkt an einem Ausbleiben von Wasser.

Dies sei, wie der Geschäftsführer von der Essap Arce López erklärte, darauf zurückzuführen, dass die staatliche Gesellschaft ein “ungeordnetes Wachstum“ verzeichne.

Zum Beispiel werden Rohre von zwei Zoll auf mehr als 1.500 Metern Länge verwendet obwohl diese technisch 700 Meter nicht überschreiten dürfen, um Quantität, Qualität und Druck sicherzustellen.

Die Situation führt bei den Kunden zu vielen Beschwerden, vor allem durch den geringen Druck.

López erklärte, dass es zur Lösung des Problems kurzfristige (Monate) und mittelfristige Pläne (anderthalb Jahre) gebe.

Im Hinblick auf kurzfristige Lösungen werden die Verbindungen im Verteilungssystem so hergestellt, dass eine Kontinuität des Dienstes gewährleistet ist.

Ein weiterer Faktor, der die Trinkwasserversorgung negativ beeinflusst, sei, laut dem Manager der Essap, ein Rekordverbrauch in dieser heißen Sommersaison, die bis zu 427.000 Kubikmeter pro Tag erreicht habe, eine ungewöhnliche hohe Produktion für die Wasseraufbereitungsanlagen im ganzen Land.

López berichtete, dass derzeit Versorgungsprobleme in 60 Bereichen von Asunción bestehen würden, in denen Verbindungen hergestellt werden, “damit die Menschen so schnell wie möglich Wasser haben“.

Im Januar gingen bei der Essap 5.700 Beschwerden wegen Wassermangels, Rohrbruch und unregelmäßigen Rechnungen ein.

Aufgrund des hohen Prozentsatzes an Wasser, der nicht durch die gebrochenen Rohrleitungen in Rechnung gestellt wird und verloren geht, erwähnte López, dass Rohrbrüche, illegale Verbindungen und gewerbliche Verluste in hohem Maße unberücksichtigt bleiben “und dies große Verluste für die Institution bedeute“.

Aus diesem Grund erwähnte er weiter, dass die Essap ein neues Programm entwickeln werde. „Aber das ist ein langfristiges Vorhaben, um das Optimum zu erreichen. Wenn wir in diesem Jahr 3% weniger Wasser verlieren, können wir in fünf Jahren das Ziel erreichen“, prognostizierte López.

Wochenblatt / ABC Color

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11 Kommentare zu “Essap: Wassermangel ist auf “unkontrolliertes Wachstum“ zurückzuführen

  1. Alle Vorgänger haben alles schlecht gemacht (unkontrolliertes Wachstum des Saftladens, unkontrollierter Verlust des Safts in die Erde trotz Fleiß und Fachwissens wie man Rohre 2 cm unter die Erde bringt, damit noch Autos darüber fahren können), doch nun wurde DIE Lösung gefunden, bis in zwei Monaten alles besser, Ende Jahr alles noch besser, in fünf Jahren alles super besser.
    In fünf Jahren, nachdem der nächste Präsident alle Amigos des jetzigen Präsidenten ausgetauscht hat, können wir wir diesen Artikel wieder lesen, so wie wir ihn schon vor fünf Jahren lesen konnten. Diesmal dafür in grün.
    Mit ein wenig logischen Überlegen sollte der Herr auch selbst darauf kommen, dass er uns nur über seinen Traum erzählt hat und das Volk schon so viele Träume von ESSAP und ANDE-Jefes gehört hat, dass es gar nicht mehr hinhört:
    1- enormen Verlust der Säfte in die Erde (was ja DIE Schuld hat an der Misere dieses unrentablen staatlichen Saftladens mit monatlichem Millionen US-Dollar-Verlust trotz Rechnungsstellung an den Konsumenten sei)
    2- vielen Saftköpfen, die Lohn kassieren und nichts machen, wie die ESSAP selbst bestätigt (genau Zahlen kann man auf diesem Kanal nachlesen)
    3- ESSAP hat erst letzte Woche 160 Amigos angestellt, davon 156 in die Verwaltung und 4 für den Unterhalt
    4- Planung, Kontrolle, Fachwissen, Ausführung nicht existent, man macht das Nötigste, wie den bisher ausgeführten Pfusch fachmännisch zu reparieren und arbeitet weil Nichts machen auf die Dauer langweilig wird.
    Zu Deutsch: ESSAP ist ein unrentabler, korrupter Staatsbetrieb mit unfähigen korrupter Mitarbeiter (meine persönliche Meinung und die darf und sollte man ausdrücken dürfen).
    Nun braucht man dazu auch nicht ökonomisch besonders bewandert zu sein, so wie ich, dass dieser Betrieb es nicht schaffen wird, auch wenn der Jefe von einem schönen Traum erzählt, aber die Realität unterschlägt, Hauptsache er hält noch vier Jahre durch, dann muss er sowie so gehen, um einem anderen Amigo Platz zu machen. Würde ich auch, bei einem europäischen Monatsgehalt in einem 5. Welt-Land, der dann nebst einer Packung Streichhölzer, um seinen Müll anzuzünden, auch noch für eine oder zwei Bauernhöfe im Chaco reicht.

  2. Hier wären wir wieder bei Auswirkungen und Ursachen.
    Wer die Auswirkungen bekämpft wird sich tot kämpfen, aber wer die Ursachen beseitigt (mangelnde Ausbildung)
    der könnte später erfolgreich sein?

  3. Man muss sich das mal vorstellen, was da die Herren von der obersten Etage der ESSAP vermelden:
    Zitat: „Zum Beispiel werden Rohre von zwei Zoll auf mehr als 1.500 Metern Länge verwendet obwohl diese technisch 700 Meter nicht überschreiten dürfen, um Quantität, Qualität und Druck sicherzustellen.“
    Sie haben das verstanden, ja?
    Bildlich dargestellt ist das wie wenn ein Ex-Manager des Volkswagenkonzerns dem Volkswagenkonzern vorwirft Grenzwerte für Autoabgase manipuliert zu haben (Dieselgate) und dazu folgende Stellung bezieht:
    „Ja, äh, wissen Sie, der Klimawandel, BSE, Ozonloch, Waldsterben, AIDS, Borkenkäfer oder fliegende Beutelratten müssten daran schuld haben. Aber wegen dem ist der Weltuntergang trotzdem nicht eingetreten“.

  4. Immer das gleiche Gefasel.
    Alles und jeder ist schuld am Nichtfunktionieren.
    Nur die eigene Unfähigkeit natürlich nicht.
    Man meldet der ESSAP einen Rohrbruch.
    Monatelang läuft das Wasser wie ein kleiner Bach über die Straße weg.
    Man reklamiert.
    Nichts tut sich.
    Man reklamiert wieder.
    Nichts tut sich.
    Nach sage und schreibe 17 Monaten wird dann das defekte Rohr endlich repariert.
    Wieviele Millionen Liter kostbares Trinkwasser sind in dieser Zeit über die Straße abgeflossen?
    Igual nomás!
    Es reicht ja, daß die Verbraucher jeden Monat pünktlich ihre Wasserrechnung bezahlen (müssen), obwohl sie gar kein Wasser hatten.
    Hauptsache, der Pool des Herrn Generaldirektors ist immer voll und bei ihm kommt Wasser aus der Leitung.

  5. Interessant finde ich ja, dass der Generaldirektor, also nicht der Präsident von Essapö, mit der Presse spricht. Die Vorgängerpräsidenten hingegen mochten es mit der Presse zu sprechen, der jetzige offensichtlich nicht.

    Hier kann man sich die Lebensläufe der Herren ansehen:
    http://www.essap.com.py/institucional/autoridades/

    Wie immer, Lebensläufe aus dem Bilderbuch, wie der Ande-Präsident. Eigentlich zu schade, bei staatlichen Organisationen zu arbeiten, die könnten glatt als Entwicklungsingenieur bei der NASA anheuern mit den Dutzenden von Titeln, die sie haben.

  6. das ist echt schlimm, aber die GEZ in Deutschland finde ich schlimmer. Die Qualität der bezahlten Leistung ist vergleichbar- ungenießbar, aber in Paraguay hat man noch die Wahl sich alternativ zu versorgen.

  7. Der Man hat absolut recht, mit seiner Aussage,“unkontrolliertes Wachstum, „zwar nur an Personal Kosten, aber er hat recht, jeder der meint etwas zu sagen zu haben, stellt Tio, Hermano und alles mögliche Gesindel ein, egal ob qualifiziert oder nur Verwandtschaft. Hauptsache, alle bekommen Geld und nicht zu wenig.

  8. Wenn ich diesen Quatsch in den Nachrichten sehe, stellen sich alle Haare auf, die ein Körper zur Verfügung hat. 540 neue Mitarbeiter wurden eingestellt, 30 sind für den Service eingesetzt, 510 für die Verwaltung. Da haben wir wieder das unkontrollierte Wachstum, aber auch nur, weil keiner kontrollieren kann, da die Kontrolleure selber nicht 1 und 3 zusammen rechnen können.

  9. Nur das Monats Gehalt eines Verwaltungsangestellten würde reichen, um eine Pumpe zu kaufen, die auch Druck bis 3 km bringt, mit 2 zoll Leitung..Man will ja nicht auf Verwaltungsangestellte verzichten, geht ja nicht. Schon gar nicht, auf die, die überhaupt nicht arbeiten.

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