Große Goldvorkommen, aber es mangelt an Wasser und Strom

Paso Yobai: Die “Goldgräberstadt“ im Departement Guairá ist bekannt in ganz Paraguay. Trotz dem Reichtum vieler Bewohner in der Region, müssen einige noch immer ohne Wasser und Strom auskommen.

Die Betroffenen sind Ureinwohner aus der Ethnie Mbya Guarani und wohnen in der Gemeinde Santa Teresa, im Bezirk Paso Yobai. Sie leben, besser überleben, inmitten vielfältiger Bedürfnisse. Die Familien haben keinen Strom und kein Trinkwasser.

In der Gemeinde Santa Teresa, etwa 1.300 Hektar groß, haben sich insgesamt 20 indigene Familien der Mbya Guaraní-Ethnie  vor Jahren angesiedelt.

Die Ureinwohner haben keinen Zugang zu Trinkwasser oder Strom. „Wir sind eine vom Staat verlassene Gemeinschaft“, klagte der indigene Anführer der Gemeinschaft, Narciso Centurión.

Er stellte fest, dass sowohl der nationale Energiekonzern ANDE als auch der Trinkwasserversorger in ländlichen Regionen (Senasa) vor Jahren versprochen hatten, beide Dienstleistungen anzubieten. Sie seien jedoch nie verwirklicht worden, sagte Centurion.

Er fügte an, dass selbst das Ministerium für ländliche Entwicklung, Wohnen und Lebensraum (MHUV), ehemals das nationales Sekretariat Senavitat, den Bau von Häusern versprochen habe, aber die Arbeiten nicht abgeschlossen seien.

„Wir waren sehr begeistert, als vor zwei Jahren mit dem Bau von 10 Häusern begonnen wurde. Sie versprachen uns auch Strom, sauberes Wasser und eine neue Schule. Nichts davon hat sich jedoch erfüllt“, sagte er.

Centurion fügte an, dass sie derzeit Wasser ohne jegliche Behandlung aus den Bächen verwenden müssen.

Eine der Indigenen, Benigna Paredes, berichtete, dass insgesamt 20 Kinder eine örtliche Schule besuchen würden, die in der Gemeinde installiert sei. Sie sagte, dass die hölzerne Struktur der Bildungseinrichtung bereits eine echte Gefahr für alle Schüler darstelle.

Sie fügte hinzu, dass sie von den Institutionen erwarten, dass sie ihre Versprechen erfüllen und die Lebensqualität in der Gemeinschaft verbessern.

Reporter haben versucht, die Version von den Behörden ANDE, Senasa und INDI zu bekommen, es erfolgte aber keine Antwort.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Große Goldvorkommen, aber es mangelt an Wasser und Strom

  1. Gemäss AMO COLONIA INDEPENDENCIA hat selbst das Zentrum von Melgarejo seit über einem Monat kein Wasser mehr. Eigentlich unvorstellbar ist doch Paraguay die Schweiz von Südamerika

    1. „Eigentlich unvorstellbar ist doch Paraguay die Schweiz von Südamerika“
      das ist aber jetzt ironisch gemeint, oder?
      falls nicht, für mich ist Paraguay das Pendant zur Schweiz.
      Schweiz Bergfrische Paraguay Standhitze, Schweiz unberührte Landschaften Paraguay Dreck Plastik u.Peestizide, Schweiz teuer, gut Paraguay auch! Schweizer stimmen gegen Grundeinkommen, Paraguay nimmt anstelle des kleinen Fingers den ganzen Torso.

  2. Das ist kein Haus. Das ist eine Hohlblockhütte. Arme Sau, schnell reich geworden, lebt ohne Fenster und Tür mit Frau und Kindern und Hund unter einem Plastikdach. Wie lange soll das gut sein? Gut gehen?

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