Großfeuer bedroht Estancia eines Deutschen

Paso Yobai: Ein Großfeuer bedroht die Estancia eines Deutschen in Paso Yobai, Departement Guairá. Das Militär unterstützt die Löscharbeiten der Feuerwehr und freiwilligen Helfer.

Das Feuer begann heute in der Nähe der Estancia Hiebert, die mehrere Hektar Wald und viele Rinder umfasst.

Die Feuerwehrleute von Carlos Pfannl sind bereits vor Ort und koordinieren die Aufgaben mit dem Militär und den Nachbarn, um die Flammen zu löschen und das Übergreifen auf die Estancia zu verhindern. Es ist immer noch unbekannt, ob das Feuer von einem Bewohner des Gebiets verursacht wurde.

Die Staatsanwaltschaft hat in den letzten Wochen mehrere Anzeigen wegen Feuerquellen erhalten, die Verantwortlichen sind jedoch noch nicht bekannt.

Darüber hinaus gab es letzte Nacht ein weiteres großes Feuer auf einer Eukalyptusplantage im Distrikt Ñumi, Guairá.

Antonio Bogado, Kommandeur der Freiwilligen Feuerwehr aus Villarrica, sagte, dass es aufgrund der Verantwortungslosigkeit einiger Einwohner zu weiteren Bränden komme.

„Es gab andere Brände, die aufgrund fehlender Mobiltelefone und Ressourcen nicht abgedeckt werden konnten. Die Feuerwehrleute sind bankrott. Staatliche Beihilfen erreichen uns nicht. Es fehlt an Werkzeugen und geeigneten Ausrüstungsgegenständen“, sagte er.

Wochenblatt / Ultima Hora / Maria-Elena Dubberke

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10 Kommentare zu “Großfeuer bedroht Estancia eines Deutschen

  1. „Antonio Bogado, Kommandeur der Freiwilligen Feuerwehr aus Villarrica, sagte, dass es aufgrund der Verantwortungslosigkeit einiger Einwohner zu weiteren Bränden komme.“
    Der hat neben der deutschen Ausrüstung, so viel ist jetzt fast sicher, deutsche Flausen mitgebracht.
    Wenn es denn der Feuerwehr an Ressourcen fehlt, könnte sich doch der Estanciero für die geleistete Hilfe etwas spendabel zeigen, wenn seine Estancia gerettet wird.

    1. Richtig. Koennte. Muss aber nicht!

      Und Antonio Bogado ist alles andere als ein Mann, der „Flausen“ im Kopf hat. Aber ich bin sicher, dass Ihre aktive Mithilfe bei den Loescharbeiten gerne angenommen wird und somit werden die Ressourcen (Tatkraft) etwas „aufgefuellt“.

      1. Ich habe Herrn Bogado aus Sicht der von ihm beschriebenen verantwortungslosen Bevölkerung dargestellt (Satire).
        Seine Meinung ist auch meine Meinung. Da haben Sie mich gründlich missverstanden.
        Die Kritik die Verantwortungslosen sterben hier vermutlich nicht aus, wollte ich eigentlich nicht äußern.
        Wenn mir jemand mein Hab und Gut rettet, würde ich mich moralisch doch zu einer Spende verpflichtet sehen.

  2. Wenn man das schon hört: „…..Die Feuerwehrleute sind bankrott. Staatliche Beihilfen erreichen uns nicht.“ Was ist das nur für ein Staat, in dem sich die Politiker mittels Korruption die Taschen füllen bis zum Gehtnichtmehr ohne rot zu werden, im Kongress-Casino mehrgängige Menüs schlemmern wie die Fürsten im 17. Jahrhundert, Krankenhäuser, Schulen und Lehrmittel vergammeln und Feuerwehren erhalten keine staatlichen Unterstützungen. Für mich sind die hiesigen Feuerwehrleute (meistens Freiwillige) wirkliche aufrechte Patrioten, mutige Helden und verdienen allergrößte Anerkennung und Unterstützung! Das sind die wahren Vorbilder des Landes, nicht aber die politischen Sprücheklopfer!!

    1. Robin, so ist das hier, vor cirka 2 Jahren,hat die SEME, also schnelle Hilfe, 30 oder 35 Neu Fahrzeuge erhalten, 8 wurden schon bei der Überführung von den Fahrern geschrottet. Heute sind nur noch 2 Fahrzeuge im Einsatz. der Rest ist kaputt. Keine Mittel (kein Interesse), die Fahrzeuge wieder fahrbereit zu machen. Die “ göttlichen“, erhalten schon Hilfe wenn die danach verlangen, der Rest ist egal. Genauso ist es mit dem Kraftstoff für Polizei Fahrzeuge. Oder vor über einem Jahr, wurden von Spanien und Deutschland, 1000 Krankenbetten gestifftet, alle weg oder nicht mehr brauchbar.

  3. so sehe ich das auch, wenn die spenden wirklich bei der freuerwehr ankomm würden, würde ich auch spenden, aber sie kommen nicht an, weil ja immer eine municipal daz´wischen ist

  4. Feuerwehrmann oder Feuerwehrkapitaen zu sein ist eine sozial gut anerkannte Position. Ein Maennerclub der vorrangig dazu dient „einen zu braten und dabei 20 zu heben“.
    Bei den Mennoniten eine sehr anerkannte Position und genauso landesweit.
    Alles was nicht niet- und nagelfest ist das wird halt gestohlen. Die Regierung bzw Mennos bauten in einem groesseren Paraguayerdorf (mittlerweile 1000+ Einwohner) ein modernes Krankenhaus, moebliert und ausgestattet. Die Polizeiwache befand sich nicht 100 Meter weiter ab und man waehnte das Mobiliar sicher. Des nachts tauchten die selbigen Polizisten auf und bauten die Klimaanlagen aus und verhoekerten die „para um ciem“ privat. Danach glaube ich hatten die hiesigen da lange Zeit einen Dottore aus Kuba, und mittlerweile nichts mehr das die lokale Poblation alle Gelehrten vergrault und das Spital zum Saustall verkam wo der Dottore mit der enfermera und Putzfrau rummachte und im angetrunkenen Zustand Patienten empfing.
    Der paraguascho ist ein bodenloses Fass: wenn du ihm was schenkst so sieht er das als selbstverstaendlich an und wird ungemuetlich wenn desweiteren die Geschenke ausbleiben die innerhalb eines Jahres auf dem Muell landen – is ne Art dem Gringo eins runterzuwischen.
    Viele Unternehmer gehen zur Devise ueber: die wirtschaftliche Aktivitaet zu beschraenken darauf was man selber persoenlich machen kann. Was das fuer die Arbeitslosigkeit bedeutet kann sich jeder denken. Auch darauf, auf die miserable Qualitaet und Zockermentalitaet des Arbeitnehmers, ist die wirtschaftliche Rezession die das Land durchlebt durchaus zurueckzufuehren. Es ist nicht unueblich das Arbeitnehmer partout die Arbeit verweigern oder behaupten dass etwas nicht im Arbeitsvertrag stuende. Lateinerarbeitgeber selber behaupteten mir gegenueber dass Arbeiter keineswegs mehr arbeiten wollten und nur kurzfristige Arbeitsvertraege durchhielten. Zu Wandertageloehner geht der Trend heute wo man „para um ciem y scha sta“ ans schnelle Geld kommen will am liebsten beim „alemamm de mierda“ oder „menonita“.
    Auf die Frage wie es denn mit dem Land in Zukunft ausschauen wuerde, so bekam ich nur ein hilfloses Schulterzucken als Antwort – auch die Lateiner wissen sich nicht mehr Rat mit ihrem eigenen Volk und Kindern.
    Alle Welt will im Bureau sitzen, wo gleichzeitig die Rentabiliytaetskurve bei laendlichen Wirtschaften die kostenintensiv sind, steil und stetig bergab geht – nur die Mittelsmaenner wie Buchfuehrer, Dienstleister, Handwerker und Politiker (in der Privatwirtschaft miteingeschlossen), Privat- und Staatsbedienstete leben sich ein geschmiertes Leben; alles was irgendwie Zwischenhaendler ist. Deswegen sehe ich Amazon und Jeff Bezos als weit gesunderes System an denn dessen Geschaeftsmodell besteht ja gerade darin alle Zwischenhaendler zu verhindern.

    1. @ KGvO

      …Hier werden mal wieder mit einem extremen Fanatismus „Amazon“ und „Jeff Bezos“ zu modernen Heiligen mystifiziert. Aber Verblendung scheint für KGvO ein unentbehrbares Lebenselexier zu sein.
      Die Wahrheit ist dass Amazon und sein „Herrscher“ Jeff Bezos die bestpolierten Ausbeuter der modernen Wirtschaft sind die es je gab. Löhne werden unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn bezahlte – Betriebsräte werden verboten und Zulieferer ausgebeutet. Seit Jahren schon ist Jeff Bezos der Totengräber vieler Mittelständler. Beschämend und verabscheuungswürdig ist aber die Tatsache, dass Amazon trotz Milliardenumsätze keine Steuern in Deutschland bezahlte. Er lügt und betrügt und verschachtelt seine Firmen so, dass kein normaler Mensch dahinter kommt es sein denn, man zieht sich die gleichen Schuhe an wie Jeff Bezos. Erfreulich ist nur dass ihm seine Frau mit der Scheidung runde 30 MILLIARDEN Dollar Entschädigung abgeluchst hat. Das hat ihm sicher einige schlaflose Nächte bereitet. Der Mann ist es nicht eine Kugel wert.

  5. Gerade in Paso Yobai werden Millionengewinne durch Gold gemacht selbst von unbedarften Einheimischen mit Hilfe von kleinem Betonmischer ( selbst Wochenlang beobachten können)!
    Da standen dann (vorher bettelarm) plötzlich wie aus dem Nichts zwei Nagelneue Limosine und Van vor der Tür!
    Also bitte, da genug Kohle in Paso Yobai zu holen ist für die Ärmsten, warum ist die Feuerwehr denn gerade dort Pleite???!!!

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