Asunción: Der Präsident der Republik, Santiago Peña, hat in seinem Rechenschaftsbericht eingeräumt, dass das öffentliche Gesundheitswesen weiterhin die größte Baustelle und Schuld seiner Regierung ist. Er versicherte, dass trotz laufender Investitionen und Bauprojekte noch viel zu tun bleibe, um allen Paraguayern eine angemessene Versorgung zu garantieren.
Bei der Vorstellung seines jährlichen Arbeitsberichts vor dem Nationalkongress fand das Staatsoberhaupt klare Worte: „Die Gesundheit ist unser großes, noch unerledigtes Fach.“ Gleichzeitig betonte er, dass er der Erste sei, der die bestehenden Mängel im Gesundheitssystem anerkenne.
„Ich bin der Erste, der das ausspricht, und solange es auch nur einen einzigen Paraguayer gibt, dessen Gesundheit nicht versorgt wird, werde ich unzufrieden sein“, erklärte Peña. Er fügte hinzu, dass er die diesbezügliche Kritik teile und dass der Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Versorgung eine der Hauptherausforderungen seiner Amtszeit bleibe.
Der Staatschef betonte jedoch auch, dass seine Regierung trotz dieser Realität die größte Krankenhausmodernisierung in der Geschichte des Landes vorantreibe – unter anderem durch den Bau und die Modernisierung von Kliniken, die Anschaffung von Krankenwagen, die Stärkung von Intensivstationen und die Dezentralisierung der onkologischen Versorgung.
Zudem hob er den Einsatz neuer technologischer Werkzeuge hervor, um die medizinischen Dienste näher an die Bevölkerung zu bringen. Das Ziel sei eine ganzheitliche Transformation des Gesundheitssystems, bei der eine bürgernahe und effiziente Versorgung im Vordergrund stehe.
Dennoch beharrte er darauf, dass die Fortschritte nicht ausreichen, und forderte weiterhin bessere Ergebnisse in diesem Sektor. „Bis die Gesundheitsversorgung alle erreicht, wird es ein Schmerz in meiner Seele sein“, sagte er und zitierte damit eine Formulierung des Vorsitzenden der Nationalen Republikanischen Partei (ANR), Horacio Cartes.
Die Selbstkritik zog sich auch durch den letzten Teil seiner Rede. Bei der Gesamtbewertung seiner Regierungsarbeit erklärte Peña, dass die bisherigen Erfolge noch nicht genügten, um den Bedürfnissen der Bürger gerecht zu werden.
„Trotz der Fortschritte ist es nicht genug. Ich hätte mehr tun müssen, und meine Minister müssen mehr tun“, stellte er fest. Er fügte hinzu, dass er bis zum Ende seiner Amtszeit nicht ruhen werde, um sensible Bereiche wie Gesundheit, Bildung, öffentliche Bauten und die Medikamentenversorgung zu verbessern.
„Wir müssen im Gesundheitswesen, in der Bildung sowie bei den bereits eingegangenen Verpflichtungen für Infrastruktur und Medikamente noch viel Arbeit leisten; das zwingt uns dazu, unsere Anstrengungen zu verdoppeln und mehr von uns selbst zu verlangen“, schloss er.
Wochenblatt / adn digital















