Hausangestellte fordern…

Asunción: Seit drei Monaten wartet das Gesetz über die Regelung der Arbeitsverhältnisse der Hausangestellten auf ihre Zustimmung im Senat. Diese Gesetzesvorlage wurde vom Senator Derlis Osorio eingereicht und steht am Donnerstag an zweiter Stelle der Abstimmungsliste.

In der Gesetzesvorlage werden die normalen Arbeitsbedingungen gefordert, besonders aber die Begrenzung des Arbeitstags auf acht Stunden und das Recht auf den Mindestlohn.

Librada Maciel, von der Gewerkschaft der Hausangestellten und dem Zusammenschluss (Fraktion) Itapúa kommentiert, „Wir haben am letzten Montag eine Protestnote im Kongress eingereicht und  werden keine Änderung der Gesetzesvorlage akzeptieren. Die eingereichte Gesetzesvorlage ist mit der Regierung und den Vereinigungen der Hausangestellten abgesprochen“. Weiter sagt sie, „Wir hoffen, dass der Senat am Donnerstag die Vorlage verabschiedet. Dieses ist zum Vorteil von 200.000 Hausangestellten im ganzem Land. Wir werden am Donnerstag die ganze Zeit im Kongress präsent sein“.

(Wochenblatt / Abc)

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34 Kommentare zu “Hausangestellte fordern…

  1. und wieviel von den 200.000 im ganzen Land werden dann wirklich den Mindestlohn erhalten ?? sollten sie diesen dann einklagen auf Kosten Ihres Arbeitsplatzes ??

    resultat : wieder ein gesetz was nicht eingehalten wird weil einerseits keine Ihren Job verlieren will und andererseits weil keiner den Mindestlohn zahlen will/kann 😉

    erfolg : NULL 😀

    1. Alex was fuer ein Bloedsinn erzaehlen Sie da ? Ich bezahle mehr als den Mindestlohn und alle Europaer die ich kenne zahlen wenigstens den Mindestlohn.

      1. Mir ist kein – ich betone, keiner, nicht ein einziger – Paraguayer bekannt, welcher seinen Hausangestellten den Mindestlohn zahlt.

        Normal sind 600,000 bis 800,000 Gs für 6 Tage Woche mit jeweils mindestens 10 Arbeitsstunden.

        Von den DACHLern sind mir etwa 10 Personen bekannt, welche zumindest eine Person regulär angemeldet haben und den Mindestlohn zahlen. Alles Rentner und alle nicht arm; sowie mit ihren weiblichen Hausangestellten im Bett.

        Von dem Rest der DACHLer ist der gezahlte Lohn etwas höher als von den Paraguayern – so zwischen 800,000 bis 1,200,000 aber ebenfalls ohne Anmeldung.

        Meine eigene Erfahrung ist, daß für 40.000 bis 50.000 am Tag sich die Paraguayerinnen durchaus gut bezahlt fühlen und den Job Ernst nehmen, weil sie soviel sonst nur schwer verdienen können. Monika in Asuncion mag das anders sein, aber sonstwo in Paraguay läuft es so ab.

        1. Das mit dem Anmelden von teilzeitarbeitendem Hauspersonal scheint nicht so einfach zu sein, respektive wird von denen gar nicht gewuenscht ??

        2. zahlt ihnen doch so wenig….und erwartet dann keine Top-Leistung, Zuverlaessigkeit (auch bei Regen) und Ehrlichkeit. Ich HONORIERE die Arbeit meiner Leute und habe sie dafuer im Gegenzug seit Jahren…und kann alles rumliegen lassen, Geld, Bankcard, Wertsachen sofern vorhanden etc. Ich vertraue meinen paraguayischen Angestellten zu 100 % und sie selber fuehlen sich hier bei mir wohl….und nicht ausgenutzt

      2. Moni, Du hast recht, es handelt sich hierbei meisten teils um Beschäftigte der “ Elite“. Die das Geld vom Staat bekommen, es aber nicht weiter geben. Ich habe vor langer Zeit mal ne Limpiadora gesucht, unter 12000 pro Stunde wollte keine arbeiten. Dies ist allerdings schon etwas mehr als 1 Jahr her

        1. Ich bezahle unqualifizierten Arbeitskraeften jeweils 100000 pro Tag / 8 h, falls der ganze Tag gearbeitet wird ein Mittagessen zusaetzlich. Die obgenannten Loehne sind furchtbar, ist da wenigstens in der Regel Kost und Logis dabei ?

          1. Monika – wenn Kost und Logis dabei ist, dann sind es eher 400.000 – 600.000.
            Dazu kommt, daß sie zusätzlich für Sex zur Verfügung zu stehen haben, wenn der Herr/Sohn des Hauses dies wünscht.

            Die Elite in Paraguay weiß genau, wie sie die einfachen Leute zu behandeln hat – nämlich wie Dreck. Dann haben diese Respekt und Angst.

            Für uns Europäer ist das oft hart zu verstehen, aber es scheint zu funktionieren. Andere Länder, andere Sitten, weißt du.

            Diejenigen DACHler, welche zu familiär mit ihren Paraguayern umgegangen sind, sind sehr oft von diesen massiv geschädigt worden (Überfall, Klage, Verleumdung…), während diejenigen welche ihre Leute wie im Land üblich „wie Dreck“ behandeln, gefürchtet und vor allem respektiert werden.
            Ist schon irgendwie komisch, aber so läuft es hierzulande.

      3. Mit Respekt Monika, wenn Sie sich nicht auskennen in Paraguay dann sollten Sie lieber nicht davon reden das andere Blödsinn verzapfen. Ich gebe 9mm hier auch vollkommen recht.

        Es mag in Asuncion und Umgebung vielleicht Usus sein das mehr Leute den Mindestlohn zahlen, legal ist aber das vielleicht 2% der „Patrones“ in ganz Paraguay den Mindestlohn bezahlen, so schaut leider die Realität aus.

        Ich kenne hier (Villarrica/Guaira und Umgebung) sage ich mal locker 100 Europäer, von denen kenne ich genau KEINEN der Mindestlohn zahlt. Das ist die andere Realität.

        „Limpiadoras“ hier sind mit 5.000 Gs pro Stunde schon sehr gut bezahlt (von Europäern), halbtags für 4 std. somit 20.000 Gs. – fürs Leben sage ich mal halbwegs ausreichend.

        Wenn Sie liebe Monika für unqualifizierte Kräfte 100.000 gs. pro Tag bezahlen kann ich Ihnen gerne tausende Paraguayer schicken die sich freuen würden für Sie zu arbeiten, und wenn es nur „Gaumenkraulen“ sein sollte, aber der Paraguayer der so einen Job hat fühlt sich dann im 7ten Himmel 🙂

        1. Europaer die nicht einmal den Mindestlohn zahlen sollten sich einfach nur schaemen, mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

          1. warum müssen Europäer das tun ? vielleicht sollte es ja ein Gesetz geben das das Regelt das NUR Europäer das zahlen müssen. Wie schaut das aber dann mit z.B. Spanier aus die beiweiten nicht den Sozialstaat der Deutschen besitzen ? Müssen die auch – sind ja auch Europäer.

            Was qualifiziert den Europäer dazu es zahlen zu müssen, ein %satz seiner Rente ? Sein geld was er hart verdient hat. Muss ein Europäer der hier arbeitet (keine Rente hat) und sagen wir mal Mindestlohn hat diesen dann seiner Putzfrau abgeben ?

            Auf welchem Planeten leben Sie bitte ? Es sind nicht alle gleich gestellt bzw. bekommen geld in den Allerwertesten gesteckt. überdies wenn es auf 1000 Paraguayer gerechnet davon 999 gibt die auch um 30.000 am Tag arbeiten und zufrieden sind. warum sollte man dann nicht diese Tageslöhner verwenden ?

            Wieso bekommen Tageslöhner in Deutschland auch keinen Mindestlohn der ja bei 8,50 Euro liegt ?? ist das jetzt gerecht oder ungerecht ? und da reden wir ja von Deutschland 😀

          2. Sehe ich genau so.
            Es ist peinlich wenn man ab und zu Diskussionen mitbekommt wie:
            Also meine Empleada bekommt 30.000 am Tag….. Kochen… Bügeln…. Wäsche machen und die Kinder zur Schule bringen und wieder abholen….

            Oder wenn sie die Standard Doofdeutschen hier verushen bei dem Lohn an einen Gärtner zu unterbieten und dann stolz brüllen… meiner machts für 25.000 am Tag…

            Da könnte ich mich ÜBERGEEEEEBEN…. und zwar volles Rohr.

            Das ist auch der Grund, warum ich mich hier so gut wie mit keinem Deutschen eingelassen habe…. 98% derer die ich kennengelernt habe sind Deppen…

  2. besser wenigstens den Mindestlohn zahlen und die Leute gut und nicht wie billige Sklaven behandeln. Dann hat man auch gute und zuverlaessige Leute….die einen nicht beklauen muessen

    1. die Qualität wird aber mit einer „Mehrbezahlung“ leider auch nicht besser. Eine Person die etwas stiehlt, wird auch stehlen wenn Sie den doppelten Mindestlohn bezahlen. Das ist einfach die Mentalität der meisten Paraguayer 🙂 Wenige bilden hier nur die Ausnahme. Leute aus armen Verhältnisen die sagen wir mal 20 – 30.000 Gs. am Tag verdienen sind meist ehrlicher als einer aus der Mittelschicht der 50T am Tag bekommt 😉

      1. Leider die Wahrheit – habe auch am Anfang weit mehr gezahlt als normal. Am Freitag kam der Arbeiter dann nicht mehr, hatte ja genug für die Woche verdient.
        Trotzdem sind 40000 für einen vollen Arbeitstag mit harter Arbeit auf dem Grundstück eine Sauerei.

  3. @Unica (steht das für einmalig (blöd) und
    @ Monika (ama de Casa de Alemane), total auf dem Gutmenschentrip

    9 mm trift es wieder auf den Punkt. Er scheint sich auszukennen, und das auch ausserhalb seines umgitterten Habitats.

    Wenn ich diese Gutmenschentum lese frage ich mich welche Schandtaten sie damit wieder gut machen wollen.
    SIE leben als FREMDE in diesem Land, und ihre Anpassungsfähigkeit tendiert gegen NULL.
    Sie wissen nicht einmal den Unterschied zwischen Asuncion, Chaco und Campo.
    SIE glauben mit einem überzogenen Lohn können sie die PYer kaufen?
    Du liebe Zeit, das tut ja richtig weh !!

    Wenn sie in der Lage wären den PYern Achtung plus (nur) Geld zu geben könnte ich das ja verstehen.
    Aber wie ich die DACHLer kenne, wollen sie für jede „gute Tat“ zumindest ein Kuss auf die Füsse.
    Und genau das wird ihnen kein PYer geben, also ist er undankbar !!

    Ihr, Unica und Monika, verursacht mir ein vómito.

    1. Ich stehe gerecht vor Gott
      und brauche im Gegensatz zu vielen hier nichts gut zu machen. Auf Schmeichelei lege ich keinen Wert und ein Lohn von 100000 erscheint mir als wenig Geld, da erwarte ich keine besondere Dankbarkeit dafuer. Wie ihr versucht Euren Geiz und Eure Unmenschlichkeit zu rechtfertigen, das ist schon beachtlich.

      1. Das hat mit Geiz nichts zu tun, Sie bekommen wahrscheinlich 2000 Euro Rente in den Allerwertesten geschoben, da sind 100K wenig Geld im Verhältnis, es gibt aber auch Europäer die gerade mal 500 Euro bekommen, andere müssen sogar arbeiten gehen, da wirds dann mit 100K am Tag schon etwas dürftig 😉

        Es sind schon hier viele reiche Deutsche angekommen aber auch schon schnell wieder mit nichts und Flugticket der Botschaft retourgewandert 😀

  4. Also ihre Dummheit und Ignoranz zieht sich ja wirklich wie ein roter Faden durch eure Kommentare Unica und Monika.
    Ich glaube langsam auch dass ihr unterforderte alte ausgetrocknete Kampflesben seid die nur Schwachsinn von sich geben koennen.
    Besorgt euch mal einen und belaestigt uns ncht mehr mit eurer so grenzenlosen Weltfremdheit die ja schon an absolute Dummheit grenzt..

    1. Kampflesbe ist eine schöne Umschreibung.
      Die meisten der zu Dünnen (Bulemietyp mit 3 Std. Fitness am Tag)
      oder zu Dicken (guckt ins Bett, nichts vernünftiges drin, geht zu Kühlschrank)
      mitgebrachten Eheanhängsel sind total gefrusstet von ihrem männlichen Pedant.

      Sie vegetieren in ihren kleinen, überteuerten, vergitterten Habiate mit Poolloch 4×4, z.bsp. in San Ber, mit Blick auf das ÖkoWunder Ypacarei vor sich hin und haben ausser ihren Hunden und der Empleada keine Freunde und keine Freude am Leben.
      Da bleiben dann nur noch Skype, TV und Kommentare.

      1. TV habe ich schon seid Jahren nicht mehr und was Maenner betrifft bin ich sehr waehlerisch. Was soll ich als gebildete Frau mit der europaischen Saeuferliga welche man hier so trifft ? Versucht haben es hier saemtlicher Nationen, vorallem Ehemaenner.
        Sind die Trauben sauer ? 😉

        1. Eine gebildete Frau,
          bei Männern wählerisch,
          alle Männer reißen sich um SIE,
          deutschsprachig,
          hier in Paraguay,

          1. Der Ehemann,
          der dieser Dame das Leben finanziert hat,
          und sie zur Erfüllung seines Lebenstraumes bei 300 Tagen Sonne mit Brahma für 1,50 € nach Paraguay schleppte,
          ist Tot oder hat sich was besseres gesucht,
          2. trotz Bildung schreibt diese Dame unwissend über das Leben hier,
          3. die Damen hat kein TV, weil sie kein spanisch versteht, die Gebildete,

          In Zukunft werde ich nicht mehr Trottel sagen, sondern das Schimpfwort durch „Unica Monika“ ersetzen.
          😉

          1. Die Dame hat sich ihr Leben selbst finanziert, durch Arbeit. Ihr Weltbild scheint mir etwas antiquiert zu sein.

    2. Bleib mal Geschmeidig mit deinen Betitelungen….. ein bisschen Respekt kann nicht schaden. Jeder darf seine Meinung haben und diese Vertreten……

      Ich beleidige dich ja auch nicht …..

  5. macht mal nur weiter so….irgendwann werden euch die Paraguayos schon den Marsch…wahrscheinlich bei Abreise….blasen…. Man muss sich als Auslaender ja schaemen fuer das was andere Auslaender hier schreiben. Geht nach hause in euren Sozialstaat und meckert dort ueber zu wenig Hartz 4 oder zu wenig Rente. Mein Kompliment an @Monika!!! Alles andere sind hier doch bloss Paraguay-Hasser….und genau die verursachen dann das die Europaer hier von den Paraguayos nicht gemocht werden. Danke nein!! Ich erwarte keine Rueckantwort und auch keinen Gegenkommentar. Ich finde es einfach nur menschenverachtend und primitiv wie sich manche hier zu Wort melden. Geht Brahma saufen statt hier euren Hass zu „Papier“ zu bringen…. EUCH will hier naemlich niemand im Land!!

  6. Diese Kommentare hier sind einfach nur zum ko…! Man muss sich schämen, ein Deutscher zu sein!
    Soviel Dummheit, Arroganz und Ekelhaftigkeit ist nicht zum aushalten!
    Schon einmal etwas von…“Leben und leben lassen“ gehört? Wie soll jemand von 20.000 oder 30.000 am Tag halbwegs leben können?
    Und die armen Deutschen, die hier für ihr Geld arbeiten müssen oder nur eine kleine Rente haben und sich keinen Mindestlohn leisten können, die brauchen auch keinen Angestellten. Haben sie in DACHL auch nicht gehabt. Aber hier wollen sie den grossen Mann spielen, diese armen Würste! Sollen sie ihren Dreck halt selbst wegmachen!
    Im Übrigen finde ich, dass die meisten Kommentare eine Frechheit sind! Es gibt immer unterschiedliche Meinungen zu einem Thema und das sollte man akzeptieren und fair kommentieren!
    Statt jemanden mit einer anderen Meinung aufs übelste zu beschimpfen und zu verunglimpfen!

  7. Geotrupes stercorarius

    Antworten

    Vorweg: Ich habe keine Haushälterin und versuche sämtliche sonstige Arbeiten wie Mauren, Elektro, Malen selbst zu erledigen. Manchmal muss aber eine Hilfskraft her, wenn es zu viel Fleißarbeit gibt (ich mache es lieber selbst, dann ist es auch halbwegs richtig gemacht).

    (1) Ich versuche vorab herauszufinden, was hier für Arbeit X gewöhnlich bezahlt wird. Dann verlange ich eine Offerte. Ist die Offerte im Rahmen, dann sage ich zu und runde auf. Ich sehe nicht ein, warum ich mehr bezahlen sollte als alle anderen in unmittelbarer Umgebung.

    (2) Die Wahrheit sieht dann anders aus: Arbeitsmittel und Werkzeug wird natürlich vom Ausländer verwendet. Nach ausgeführter Arbeit braucht man zwei Tage um den Dreck wegzuräumen. Natürlich kommt es teurer als veranschlagt, weil Arbeit Y nicht in Arbeit X inbegriffen war.

    (3) Betreffend Haushaltsangestellte: Leider muss ich am eigenen Leib erfahren, wie die Frauen hier bezüglich Haushalt ausgebildet sind bzw. was sie von ihren Müttern auf dem Weg mitbekommen haben (es mag durchaus auch andere geben):

    Spülmittel am besten Eimerweise, ebenso Waschmittel.

    Kühlschranktüre auf, Ware auspacken, in Kühlschrank stellen, Händy ans Netz anschließen, Kühlschranktüre zu.

    Um neun Uhr die Karotten ins Wasser auf höchster Flamme geben, um zehn Uhr die Kartoffeln, um elf das Fleisch, um 12 Uhr Essen fertig (mit genügend Wasser funktioniert das tatsächlich).

    Licht anmachen, klar, sonst sieht man ja nix. Ausmachen für was?

    Geschirr von A-Z unter laufendem Wasser abwaschen.

    Siebe in den Waschbecken sind dazu da, sie unter laufendem Wasser auszuspülen, wenn sich Lebensmittelreste darin sammeln.

    Ob ein Küchenmöbel die Hitze einer heißen Pfanne aushält kann man an den Brandspuren erkennen.

    Lebensmittelreste gehören in die Mülltüte damit sich die Fliegen darin wohl fühlen (man könnte sie auch kleine Plastiksäcke verschliessen).

    Küchentücher und Handtücher sind schwierig zu unterscheiden, werde also für alles benutzt, dann kommt alles in die Wäsche, mindestens einmal täglich fünf Stück. Zum Trocknen nur nicht ausbreiten, das bereitet mühe.

    Kleidung der Kinder täglich wechseln für 3 Stunden Schule, ups dreckig, umziehen, Spielen, ups dreckig, umziehen, X machen, ups dreckig, umziehen, Y machen ups dreckig, umziehen…
    Daraus ergibt sich dann die viele schwerfallende Arbeiten wie Wäsche in Automaten, Wäsche herausnehmen und aufhängen (aber erst nach 50.-maligem vorbei gehen).

    Am liebsten Flüssigwaschmittel, zwar 5x teurer, aber die Wäsche trockne schneller.

    Seife im Bad halb gebraucht oder herunter gefallen? Ups, eine neue muss her.

    Duschen warm am liebsten 30 Minuten täglich.

    Leere Plastikflaschen in die Mülltüte, nee, das macht so viel Arbeit, bleibt für die nächsten hundert Jahre dort.

    Nach dem Duschen muss man sich nicht in der Dusche abtrocknen, weil man ja nachher sonst nichts zu tun hat als das halbe Haus zu trocknen.

    Ein Ventilator ist nicht nur da, wenn es im Sommer heiß ist, sondern es lässt sich auch im Winter wunderbar unter der Decke schlafen, Mosquitos (im Winter) vertreiben oder die Feuchtigkeit auf dem Fußboden oder Wäsche trocknen.

    Beim Wischen einen Haufen machen und in die runden Ecken wischen. Besen dort stehen lassen. Das Schäufelchen und Beselchen findet man gar nicht, weil man nicht mehr weiß, wo man es gestern hat stehen lassen.

    Schere, Haartrockner oder sonst irgend ein Werkzeug wird dort liegen gelassen, wo zuletzt gebraucht, selbst nach dem zum 50.-sten Mal daran vorbei gelaufen wird.

    Die bösen Hunde fressen sämtliche Wäscheklammern, wenn sie zu Boden gefallen sind und dort zwei Tage lang herum gelegen haben. Aber nur, wenn sie die Sonne nicht schon zersetzt hat. Unvorstellbar, Wäscheklammern wieder aufzuheben und wieder in ihren Behälter zu tun, weil man sie bei der nächsten Wäsche wieder bis zur Leine mitnehmen muss. Noch besser gar keine Wäscheklammern, dann kommt die Wäsche halt nochmals in die Wäsche, wenn der Wind alles weggeblasen hat (wird aber erst nach 50.-maligem vorbeigehen aufgehoben, bis da kann das Wäschestück von bösen Hunden auch schon zerlegt worden sein).

    Die pösen Hunde machen eh alles kaputt und sind daran schuld, dass alles was über eine Woche auf dem Boden herumliegt zerstört wird.

    Mit Glück hat es zwischen der seit zwei Tage trockenen Wäsche auch noch Platz für meine gewaschenen Wäsche an der Leine.

    Wird etwas zum Anziehen gebraucht, so ist bestimmt im Haufen trockener Wäsche etwas zu finden.

    Eine verbrauchte Batterie, ein defektes Handynetzteil etc. pp bleibt für die nächsten hundert Jahre genau dort liegen. Wohin auch damit?

    Deckel sind grundsätzlich da, um sie nach Gebrauch nicht mehr über den Behälter zu drücken oder die Flasche zu schließen. Wenn es umfällt, neues kaufen.

    Auch Schranktüren bereiten viel Arbeit sie wieder zu schließen und sind im Wesentlichen nur zur Dekoration da.

    Leere Arbeitsflächen sind dazu da, um etwas darauf zu legen, damit wenn man etwas arbeiten will, dies dort nicht erledigen kann.

    Persönlich denke ich, dass jedes 16-jähreige DACH-Mädchen mehr von Haushalt versteht als die meisten Paraguayerinnen. Dies meine ich nicht abwertend, sondern objektiv: Man muss sehen, dass sie von ihren Eltern außer den drei Wörter: pegar (schlagen, hauen), joder (übers Ohr hauen) und matar (töten) nichts mit auf den Weg bekommen haben, in der 3-stündigen täglichen Grundschule die Zeit damit verbringen die Schule zu putzen (also keine Haushaltsschule besuchen können) und schlicht und einfach in so erbärmlich armen Verhältnissen aufgewachsen sind, dazu sicherlich viele traumatische Erlebnisse gehabt haben, dass sie mit ihren Gedanken ganz woanders sind oder es einfach nicht wissen können. Selbst nach mehrmaligem Zeigen zeigen sich nur wenige Veränderungen: zuviel auf einmal.

      1. IST NICHT übertrieben……. und wenn die Hilfe die Kühlschranktür zwischen 9 und 12 Uhr schliesst, dann ist das sogar ne ganz gute….. Klimaanlagen auf volle Pulle bei geöffneten Fenstern und Türen hat er sicherlich vergessen zu erwähnen….

    1. @ Gemeiner Mistkäfer alias Geotrupes stercorarius

      Das ist eine schöne Zusammenfassung von allem, wie es zum Teil irgendwo wirklich so ist.
      Es zeigt aber auch, das es in Paraguay No Go Gegenden gibt, in denen die Mädchen nichts von zu Hause mitbekommen weil ihre Eltern schon unfähig sind/waren.
      Trotzdem ist es nicht die Regel, wie ich sie hier im Bereich Ybyturuzu erlebe, knapp ausserhalb der deutschen Kolonie.

      In Deutschland hatte ich Erfahrungen in Duisburg, in Hannover, in Kiel, in Vlotho/Exter, in Lippstadt, in Berlin (West) und in Aue (ehemalige DDR im Erzgebirge).
      Es gab Arbeiten im häuslichen Bereich sowie in meiner jeweiligen Firma/Filiale als Mitarbeiter oder Beauftragte/r.
      In jeder dieser Städte unterschieden sich die Hausangestellten bzw. Reinigungskräfte sowie Serviceleute oder gar Handwerker extrem von einander.

      Das bedeutet aber auch, das es DEN Deutschen nicht gibt, ebenso nicht DIE Paraguayerin.

      Zum Schluß, es ist hier nun einmal so, das die jungen Menschen hier in PY nichts lernen (können). Aber man kann es ihnen beibringen und (Sorry for the mess) erziehen.
      Das einzigste Mittel was nicht hilft: Laut schimpfen! Stolz ist oft das einzigste was die Menschen hier noch haben.

      Man/frau darf nicht erwarten das die Menschen für wenig Geld ein Studium in der verlangten Arbeit mitbringen. (Ach, ich vergass die Unica/Monika mit 100.000 Gs/Tag 🙂 )

      Ebenso wie Geotrupes stercorarius arbeite ich selbst, leite an, hole Presopuestos ein. Ich erledige die Arbeit die ich mag, solange wie ich mag und leide deswegen nicht an Langeweile und Alltagsfrust.

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