Höchste Inflation seit 15 Jahren

Asunción: Die am Verbraucherpreisindex (VPI) gemessene Inflation schloss im März mit einer Veränderung von 0,8 % gegenüber Februar, während die Veränderung gegenüber dem Vorjahr (innerhalb eines Jahres) 10,1 % betrug.

Wie die Zentralbank BCP heute mitteilte, führten Nahrungsmittel und Kraftstoffe auch im dritten Monat des Jahres die Liste der Produkte mit den höchsten Preissteigerungen im Warenkorb an.

Laut dem heute von der Zentralbank veröffentlichten Bericht war die Inflation im dritten Monat des Jahres durch einen Anstieg in fast allen Gruppen des Index (es gibt mehr als 400 überprüfte Produkte) gekennzeichnet, wobei es vor allem zu einem Anstieg bei Nahrungsmitteln und Brennstoffen kam.

Auch bei den Preisen für verschiedene Dienstleistungen und bei den Gebrauchsgütern des Warenkorbs wurden Preissteigerungen beobachtet. Mit der monatlichen Abweichung von 0,8 % lag die kumulierte Inflation für die ersten drei Monate des Jahres bereits bei 3,7 %, während die einjährige Abweichung (10,1 %) nach 20 Jahren zweistellig wurde.

Nach offiziellen Angaben des Zentralbank verzeichnete die Lebensmittelgruppe im Allgemeinen einen Anstieg von 17 % im Vergleich zum Vorjahr. Im März stachen insbesondere die Preissteigerungen bei Backwaren hervor, die auf den Anstieg des Weizenmehlpreises zurückzuführen sind, der im Einklang mit dem kontinuierlichen Aufwärtstrend der internationalen Preise für landwirtschaftliche Rohstoffe steht. Darüber hinaus wurden bereits Preiserhöhungen bei Produkten beobachtet, die typischerweise in der Zeit vor Ostern konsumiert werden, wie Milch, Käse aus Paraguay, Stärke, Öle, Butter, Fisch und Eier.

20%iger Anstieg der Eierpreise innerhalb eines Monats

Bei den Eiern gab es nach den Aufzeichnungen des BCP im März einen Anstieg um 20 % gegenüber dem Februar. Dieser starke Anstieg im letzten Monat ist nach Angaben von Vertretern des Sektors auf die Schließung von Kleinstbetrieben des Sektors zurückzuführen, die vom Schmuggel und den hohen Kosten für landwirtschaftliche Betriebsmittel betroffen waren, die durch den Anstieg der Rohstoffpreise beeinträchtigt wurden, was sich direkt auf die Produktion dieses wichtigen Produkts im Warenkorb der Familie auswirkte, abgesehen von der hohen Nachfrage aufgrund der Jahreszeit.

Zum Vergleich: Ein Tablet mit 30 Eiern kostete im vergangenen Dezember zwischen 17.000 und 20.000 Guaranies, im März waren es rund 32.000 Guaranies.

Leichter Rückgang der Fleischpreise

Den vom Zentralbank vorgelegten Daten zufolge gab es innerhalb der Gruppe der Lebensmittel einige, bei denen Preissenkungen zu verzeichnen waren, die dazu beitrugen, die Auswirkungen abzumildern. In dieser Gruppe sticht beispielsweise der Preisrückgang bei Rindfleisch hervor, der nach Angaben von Vertretern des Sektors im Wesentlichen auf die Verringerung der Ausfuhren auf den russischen Markt aufgrund des Krieges mit der Ukraine zurückzuführen ist.

Die Techniker der Zentralbank erklärten, dies sei darauf zurückzuführen, dass der Überschuss an nicht ausgeführtem Rindfleisch das für den Inlandsmarkt bestimmte Angebot erhöhe, wodurch die Preise unter Druck gerieten. Bei den Rindfleischersatzprodukten sind dem Bericht zufolge auch bei Innereien und Schweinefleisch Preissenkungen zu verzeichnen.

Die Kraftstoffpreise sind bereits um 40 % gestiegen.

Andererseits weist der Bericht der Zentralbank darauf hin, dass die Preise für Kraftstoffe anhaltend gestiegen sind und im März letzten Jahres um 39,6 % gegenüber dem Vorjahr zugenommen haben, was im Einklang mit dem Anstieg des internationalen Ölpreises steht, der auch auf den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zurückzuführen ist. In dieser Gruppierung kam es auch zu einem Anstieg der Preise für interne Busfahrten in den Städten (dieser Dienst ist nicht von der staatlichen Subvention betroffen).

Bei den Dienstleistungen werden Steigerungen bei Haushaltsdienstleistungen, Fahrzeugwartung, persönlichen Pflegediensten, Beherbergung, Schultransport und Abschleppdiensten genannt. Ebenso wird ein Anstieg des Außer-Haus-Verzehrs von Lebensmitteln erwähnt, der nach Angaben der Akteure des Sektors auf Preissteigerungen bei den für ihre Zubereitung erforderlichen Lebensmitteln zurückzuführen ist.

Preisrückgang in der zweiten Jahreshälfte

Trotz des bereits im ersten Quartal des Jahres verzeichneten Anstiegs (3,7 %) rechnet der BCP damit, dass sich die Preise ab der zweiten Jahreshälfte verlangsamen werden, um sich dem vorgeschlagenen Ziel von 4 % + 2 % anzunähern.

Es sei darauf hingewiesen, dass der Rat für Mindestlöhne angesichts des starken Anstiegs der Preise für den Grundwarenkorb bereits mit der Analyse der Mitte des Jahres vorzunehmenden Anpassung beginnt. Die Arbeitnehmervertretungen drängen ihrerseits darauf, dass diese Anpassung vor dem im Gesetz vorgesehenen Zeitpunkt erfolgt, da der Verbraucher durch die Erhöhung der wichtigsten Posten des Warenkorbs für die Familie, nämlich Lebensmittel und Mobilität, belastet wird und der Mindestlohn erst Ende des Jahres angepasst wird.

Wochenblatt / Abc Color

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1 Kommentar zu “Höchste Inflation seit 15 Jahren

  1. “…dass die Preise für Kraftstoffe anhaltend gestiegen sind .., was im Einklang mit dem Anstieg des internationalen Ölpreises steht, der auch auf den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zurückzuführen ist”
    Ach, da habe ich wohl etwas verpasst. Die Ukraine gehörte zu den größten Öllieferanten. Gemäß Internet seien das die USA und die Saudis. Bestimmt Fake-News der 20.000 Uhu-Viru-V2.x-Leugner vom Rio Verde, die da ihr Maschendrahtzaum um ihr Grundstück verlegen. Während des Uhu-Virus-V2.x-Zeitalters wurde der Spritpreis auch nicht günstiger während des weltweiten totalen Knockdowns. Da hatte es wohl Sprit im Überfluss übrig, da die arbeitende Bevölkerung zuhause am Grill drehte. Und jetzt sollen ein paar Panzer in der Ukraine einen Sprit-Engpass verursacht haben? Müssens halt nicht so weit fahren mit den saufenden Panzern. Könntens ja auch Artillerie oder Mittelstreckenraketen benutzen. Das kann ich nicht glauben. Müssens halt den Hahn etwas aufdrehen und nicht den Überschuss von Millionen Litern Rohöl pro Tag in den Golf von Mexiko ablassen, um den Preis künstlich hoch zu halten. Hat doch noch genug vermoderte Bäume aus dem Carbon im Erdmantel herumliegen. Müssen die Öltanker alle von Saudiarabien durch die Ukraine shippern um das Öl in den Paragauy zu bringen. Könnens denn nicht außen herum shippern. Hattens denn keinen Notvorrat angelegt im Paragauy? Nun werden also weltweit die Notvorräte, die zu einem tieferen Preis eingekauft wurden, angeknabbert und teurer verkauft. Dann sind se irgend einmal leer. Dann müssens wieder aufgefüllt werden. Dann wird der Krieg in der Ukraine schon Geschichte sein und die Ukraine wieder zum größten Öllieferanten der Welt aufgestiegen sein. Ein Grund, um die Preise anzuheben. Irgend wer muss alles in Schutt und Asche Gelegte in der Ukraine wieder finanzieren es aufzubauen. Das wird wieder die Pestalozzi-Abteilung der Ölindustrie und das ungebildete Kleinvieh, welches auch Mist macht, sprich Steuerzahler:*in berappen. Sind ja auch Schuld am Krieg in der Ukraine. Die EU bettelt schon um Milliarden Euronen Hilfe an Ukraine beim Kleinvieh. Oder man könnte die Aufbauhilfe auch den Beatmeten- und Behördeten aus dem Beatmeten- und Behördetenhäuschen vom Lohn abziehen. Aber die können ja nix dafür an Krieg. Also wird dem ungebildeten Kleinvieh, welches auch Mist macht, sprich Steuerzahler:*in, wieder einmal nix anderes übrig bleiben als doppelt und dreifach zu bezahlen: Steuern, verteuerte Ware und Spenden. Sprich Steuergelderverschleuderung Aufgrund alles kapuddi-machen dann wieder neu-konstruieren, überhöhte Preise für Ware die es im Westen im Überfluss hat und Spenden aufgrund Tränendrüse-drück.

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