Horacio Cartes: „Die Würde Paraguays sollte unangetastet bleiben“

Asunción: Zum gestrigen Jubiläum des Radiosenders 970 AM gab Horacio Cartes eine etwas ausgedehnteres Interview. Er sendete eine Botschaft an die Nachbarländer in dem er erklärte, das die Mercosur Länder eine Art und Weise finden müssen damit die Rechtsstaatlichkeit Paraguays respektiert wird. „Die Würde Paraguays sollte unangetastet bleiben. Wenn sie das nicht bleibt bleiben wir wo wir sind“. Andererseits erklärte er die Aufnahme in die Pazifik Allianz als ein positives Zeichen, zumal drei der vier Vollmitglieder auch Unasur-staaten sind.

Die Staatschefs des Mercosur hießen Horacio Cartes schon willkommen. Er jedoch erklärte nicht wegen oder für Geld zurückkehren zu wollen. „Paraguay kehrt mit Würde zurück. Und wenn sie uns die PDVSA Schulden halbieren (rund 400 Millionen US-Dollar) ändert das auch nichts. Wir schützen unsere Rechtsstaatlichkeit, genau da befinden wir uns“, sagte Horacio Cartes.

In seinen Augen ist der Präsident Venezuelas nicht das Problem. Er wurde vom Abgeordnetenhaus als ungewollte Personen erklärt. Vom Senat jedoch hängt die Aufnahme Venezuelas in den Mercosur ab.

Er erinnerte daran, dass Paraguay ein Gründungsmitglied des Mercosur ist und die Regeln aussagen, dass ein Land nur aufgenommen werden kann wenn alle Gründungsmitglieder dafür stimmen. Hier wurde Ideologie über das Gesetz gestellt, wie Uruguays Staatschef selbst bestätigte. „Wenn sie uns zeigen wollen, dass sie stärker sind als wir,  und nicht brauchen, dann bleiben wir da wo wir sind“, unterstrich er.

In Bezug auf die Aufnahme in die Pazifik Allianz (PA) betrachtete er die Situation als großen Schritt. „Ich sagte auch immer, dass wir uns allen Märkten öffnen müssen. Wir müssen die beste Anbindung an den Rest der Welt ermöglichen“, sagte er. Mexiko als Gründungsmitglied der PA hieß Paraguay in einem Kommuniqué des gestrigen Tages willkommen.

(Wochenblatt / Abc / 970 AM)

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11 Kommentare zu “Horacio Cartes: „Die Würde Paraguays sollte unangetastet bleiben“

  1. „Die Würde Paraguays sollte unangetastet bleiben“.

    Hat Cartes keine Berater? Was soll dieses „sollte“? „Die Würde des Menschen IST unantastbar“. Ein Präsident ist DER Vertreter der Menschen seines Volkes. Somit IST des Volkes Würde auch unantastbar. An einen Fehler in der Übersetzung glaube ich nicht, da auch im spanischen ein riesiger Unterschied zwischen „debe que ser“ und „es“ besteht.

    Dieses „sollte“ bedeutet, das die Vertretung des Souveräns (das Volk) jetzt schon Hintertürchen benutzt.

    Herr Päßler, können Sie bitte den Link zu den Artikeln hier einstellen. Danke.

    LG

      1. „tiene que salir“ ist eine schwammige Wortwahl. Man könnte es auch als „muß“ übersetzen aber das wäre dann zu konkret und das Schwammige geht ab.

        LG

  2. Das ist doch schon mal ein guter anfang von Cartes… so einen standpunkt zu setzten und dann mal sehn was passiert…

    blos nicht an der nase herum fuehren lassen.

  3. Das ist eine klare Ansage an die Nachbarländer, besser und deutlicher kann man sich nicht ausdrücken, Er vermied Polemik und Eskalation.
    Als Wirtschaftsfachmann eine kluge politische Meinung.
    Ich wünsche mir, dass dies auch bei den Nachbarländern verstanden wird und zu einer entspannten Situation führen wird.
    Wir leben alle unter einem Dach in einem Haus von Südamerika.

    1. zu diesen ländern südamerikas gehört allerdings auch venezuela, somit wäre es angebracht mit diesen ewigen hetzereien gegen dessen regierung zu brechen, damit wieder frieden einkehrt. es ist dringend an der zeit zu einer übereinkunft zu kommen, aber das geht leider nur, wenn man sich zusammensetzt und redet anders ist dies nicht zu erreichen.

    1. @ Gustav, gratuliere zu so einer aussage, dürfte wohl keine der beiden aussagen zutreffen. weder ist paraguay eine rechtsstaatliche demokratie noch venezuela eine sozialistische diktatur.

      1. Ach Lorry, lass ihn doch. Seit dem Ende des 2. Weltkrieges hat man ihm eingetrichtert, das Demokratie auch ohne die Linke Seite Demokratie ist. Man muss also nicht alle Meinungen einbeziehen, um Demokratisch zu sein.

        Hätte man es ihm nicht speziell ausgeredet, wäre Hitler für ihn auch ein Demokrat.

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