In China hinter Gittern

Peking: Weit weg von dem Land, in dem sie auf diese Welt gekommen sind, finden sich Paraguayer manchmal für immer in China hinter Gittern wieder. Und die Haftbedingungen sind noch härter als hier in Paraguay.

Niemand kann sich vorstellen, in China ins Gefängnis zu gehen. Einer der berüchtigtsten Fälle ist der von Rosalía Amarilla (Beitragsbild), die am 24. Juli 2012 mit 3,3 Kilo Kokain in ihrer Unterwäsche am Pekinger Flughafen festgenommen worden war. Über 9 Jahre ist sie in einem Frauengefängnis eingesperrt.

„Als ich zu Amnesty International ging, um über den Fall meiner Schwester zu sprechen, erfuhr ich, dass es mehrere Landsleute gibt, genau 26 Fälle von Paraguayern, die in China festgehalten werden. Es ist ein großes Land. Es gibt Peking, die Hauptstadt und Shanghai, aber die meisten Landsleute sind in Hongkong in Haft. In diesem Gebiet befinden sich etwa 16 paraguayische Gefangene, Frauen und Männer. Sie sind alle wegen Drogenhandels verurteilt“, berichtete Patricia Amarilla, Rosalías Schwester.

Sie fügte an, dass sie im Fall ihrer Schwester die Einzige gewesen sei, die durch das argentinische Konsulat unterstützt wurde, da China keine diplomatischen Beziehungen zu Paraguay unterhält. „Für sie existieren wir praktisch nicht”, erklärte Patricia Amarilla.

Rosalía würde nach ihrer Verurteilung mit 63 aus dem Gefängnis entlassen. Die 39-jährige Paraguayerin war zum Tode verurteilt worden.

Aber nach der Intervention durch das argentinische Konsulat wurde die Strafe in lebenslange Haft umgewandelt. Nach mehreren Verhandlungen lautete das endgültige Urteil auf 25 Jahre Gefängnis.

„Nach dem letzten Haftprüfungstermin wurde die Strafe revidiert. Sie kämpfte darum, aber nach dem Gesetz sind es 25 Jahre. Letztes Jahr war das. Ich war am Anfang sehr traurig, aber akzeptiere das Urteil. Für gute Führung kann die Strafe reduziert werden“, sagte Patricia Amarilla.

Aufgrund der Intervention des argentinischen Konsulats kann die Inhaftierte zweimal im Monat für 5 Minuten mit ihrer Familie telefonieren.

„Vorher war es einmal im Monat für eine Stunde und dann reduzierten sie die Gesprächszeit. Früher war es eine halbe Stunde und jetzt telefonieren wir jeden Monat zweimal für fünf Minuten. Die Regeln ändern sich von Zeit zu Zeit“, sagte Patricia Amarilla. Sie gab an, dass während der Anrufe eine Telefonistin das Gespräch mithört.

Wochenblatt / Cronica

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11 Kommentare zu “In China hinter Gittern

  1. Aber die halbe Welt macht Geschäfte mit diesem menschenverachtenden und kriminellen China!! Eine Frau Merkel, samt ihrem grünen Psychopathengefolge sehen in China ein Vorbild und wollen Deutschland entsprechend gestalten.

    1. Hallo – nicht China hat Drogen geschmuggelt und ist erwischt worden von der guten Paraguayerin, sondern die Tante hat geschmuggelt. Das durch die harten Drogen viele Menschen in den Ruin getrieben werden, viele an der Sucht sterben ist dir egal? Hauptsache auf China schimpfen. Klar ist die Politik von China übel – aber ein Verbrechen bleibt ein Verbrechen, egal ob es in D, CH oder China begangen wird. Diese Drogenschmuggler wussten, was ihnen blüht, wenn sie erwischt werden. Aber nein, Gier frisst Hirn.

      1. Schon wieder so ein bescheuerter Kommentar! Ein Zeugnis davon, nichts von meinen Zeilen kapiert zu haben. An welcher Stelle machen Sie fest, daß es mir egal wäre, was aus den in die Sucht getriebenen und gestorbenen Menschen wird? Ich habe keineswegs die Drogenschmugglerin oder gar den Drogenhandel relativiert oder gar verteidigt. Ich vertrete eher einen harten Kurs gegen jeglichen Drogenhandel. Mir ging es bei meinem Kommentar lediglich darum, auf das Verbrechersystem in China hinzuweisen. Doch nachdem Sie offensichtlich zur Fraktion der SED Mauerschützen-Nachfolger gehören, werden Sie das natürlich anders sehen.

        1. Sie haben das thema generell verfehlt und abgesehen davon istin ihrem post ein fehler: nicht die halbe welt sondern alle also die ganze welt macht mit china geschäfte und nur der politisch korrekte westen tut dabei so als wäre das nicht gut.
          Ich leere jeden tag mein abwasser in den lago weil das alle tun und billig ist weil wirtschaft und so. Ich sage, dass es schlecht ist und tue es aber. Meine 5 nachbarn tun es und sagen nicht, dass es schlecht ist. Daher alles klar: meine 5 nachbarn sind die bösen ich nicht. Warum wird der lago nie sauber? Nicht wegen mir, die nachbarn….

    2. Da haben Sie schon recht:
      1. China ist ein totalitärer Überwachung- und Unterdrückungsstaat.
      2. Die Scheinheiligkeit des Westens: Wenn es viel zu holen gibt und der Gegner mächtig ist, dann machens gerne Geschäfte mit denen. Ansonsten bringens auch gerne Freiheit und Demokratie in Form von Krieg, Kollateralschäden inbegrifen (Irak, Afghanistan ua).
      (Die Kollateralschäden, die überleben, finden in den Vereinigten Staaten Asyl, wo sie einen Englischkurs, zahntechnisch und medizinische Sanierung, Unterkunft, Verpflegung, Arbeitsintegration, Nachzug der Sippschaft etc vom Steuerzahler erhalten).
      Unbestritten ist, dass die westliche Wirtschaft von den chinesischen Billigarbeitern profitiert, dh. relativ gut ausgebildete Menschen arbeiten zu tiefen Löhnen an Billigprodukten made in tschina.

  2. Das ist mal wieder die unsägliche Gier nach Geld. Jetzt ist das Gejammer gross und es sollen sich gefälligst andere darum kümmern, dass sie aus dem Gefängnis kommt. Als sie das Kokain geschmuggelt hat, hat sie auch nicht interessiert wieviel Menschenleben diese Droge ruiniert oder auslöscht. Ich persönlich finde kein Mitleid für solche Gestalten in mir.

  3. Ich habe kein Mitleid für Drogenschmuggler, dabei ist es mir egal, völlig egal, wo sie eingesperrt werden. Sollen die Gefängnisse noch humaner werden, das es noch mehr Drogenschmuggler gibt….?
    Gefängnisse sollten nicht einladen, sie sollten abstoßen und vielleicht sogar Straftaten damit verhindern.
    Ich schließe mich diesem ” Menschenrechtsgedusel ” nicht an, denn es ist einfach Menschenverachtend, denn da zählt das Leben der Rauschgiftopfer plötzlich gar nichts, da mokiert man sich über zu harte Strafen, für die Drogenschmuggler.
    Es gibt Länder, da werden solche Delikte mit der Todesstrafe belegt, man weiß es, bevor man diese Straftaten begeht, man ist auch volljährig, aber man hat eben keine Skrupel, macht alles fürs Geld……

  4. @Eulenspiegel.
    Normalerweise lese ich Ihre Kommentare gerne.
    Aber dieses Mal frage ich mich, was ein hartes Urteil gegen eine Drogendealerin mit Menschenverachtung zu tun haben soll.
    Diese Frau wurde nicht mit 5 g Kokain zum Eigenverbrauch erwischt, sondern mit 3,3 KILOGRAMM.
    Sie wollte damit das große Geld verdienen. Das Leid und Elend ihrer Opfer interessierte sie nicht im mindesten.
    Jeder weiß, daß es auch Staaten gibt, die solche Verbrechen hart bestrafen.
    China ist nicht Deutschland, wo die Drogendealer Stände im Park eingezeichnet bekommen und unbehelligt von der Polizei ihrem “Gewerbe” nachgehen können.
    Natürlich nur, sofern sie nicht zur biodeutschen Bevölkerung gehören.
    Oder wie hier in Paraguay, wo Leute, die tonnenweise Rauschgift schmuggeln (wollen), völlig unbehelligt bleiben.
    Die sollen aufhören zu jammern und froh sein, daß die verhängte Todesstrafe nicht vollzogen und auf 25 Jahre gemindert wurde.
    Diese Strafe ist m.M. nach hochverdient.

  5. Das bemerkenswerte an der Geschichte finde ich, dass das argentinische Konsulat sich nicht nur um die eigenen Landsleute kümmert, sogar für paraguaysche Staatsangehörige. Hier in Paraguay beschränken sich die Arbeiten der DÖCHschen Konsulate in solchen Fällen auf ein “das tut uns aber leid”. Zu mehr als Lebensbescheinigung und Pass auszustellen finden sie nichts in ihren Ordner mit Beatmetenanweisungen. Somit beschränkt sich deren Arbeiten mit täglich neue Beatmetenanweisungen in Ordner einzureiheln.
    Auch frage ich mich, wer so bescheuert ist und in China Drogen schmuggelt und ob sich die Geschichte wirklich so zugetragen hat. Erstens ist ein faires Gerichtsverfahren in China einem paragschen gleichzusetzen (Kinderarbeit) und zweitens ist es einfach Ausländern Drogen in die Koffer zu packen. Diese Frau kann m. E. durchaus vollkommen unschuldig sein.

    1. Wie käme eine Paraguayerin dazu in China an Drogen zu gelangen und wie konnte sie das bezahlen? Irgendwie müssen Drogen auch erst einmal beschafft werden, die kann man nicht im Laden kaufen, sondern dazu braucht es Connections. Und grati sind se auch nicht. Demnach ist sie allerhöchstens ein kleiner Fisch. Wie kommen die Allesfresser dazu, eine solche Frau zum Tode zu verurteilen? Lebenslänglich? 25 Jahre Gefängnis? Ist doch klar, dass die großen Fische in der Chinesischen Mafia zu finden ist, nun aber eine hilflose Paraguayerin ihr halbes Leben für diese Verbrecher hingeben muss.

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