In Loma Plata verirrt

Loma Plata: In der eingangs erwähnten Stadt tauchen immer mehr Wildtiere, vor allem Ameisenbären, auf. Grund dafür dürfte eine Zerstörung des natürlichen Lebensraumes sein.

Die Stadtverwaltung von Loma Plata, mit Hilfe der Familie Penner, konnte gestern zur Rettung eines Ameisenbären beitragen, der sich verirrt hatte.

Von Seiten der Familie wurde die Leiterin der Direktion für Umwelt aus der Kommune Loma Plata, Wilma García, informiert und das Tier übergeben.

Es wird angenommen, dass das Auftauchen solcher Ameisenbären im städtischen Bereich auf die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums zurückzuführen ist. Der Bär kam in ein Tierheim nach Filadelfia und soll dann wieder in die natürliche Wildbahn ausgesetzt werden.

Die Stadtverwaltung von Loma Plata gab zu dem Fall folgende Verlautbarung ab: “Die Größe einer Nation und ihr moralischer Fortschritt können nach der Art und Weise beurteilt werden, wie sie ihre Tiere behandelt (Mahatma Gandhi). Wir fordern die Steuerzahler im Bezirk Loma Plata auf, weiterhin die Natur und die Tiere als Vorbild für andere Gemeinden des Landes zu betreuen. Gemeinsam können wir mehr!“

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17 Kommentare zu “In Loma Plata verirrt

  1. Die sollen einfach mit der hirnlosen Abholzung aufhören und wieder aufforsten.
    Alles andere ist nur Augenwischerei.
    Aber die ach so lieben Mennoniten kennen nur eins: Gewinn um jeden Preis, egal wenn die Natur dadurch zu Grunde geht.
    Auf der anderen Seite jammern, wenn es nicht regnet.
    Dass Wald gleich Regen bedeutet, das geht in die Betonköpfe nicht rein.
    Hört auf zu Jammern, tut etwas.

    1. Auch wenn Ihnen weiter unten jemand widerspricht, teile ich Ihren Beitrag. Ich war 2004 erstmals in Paraguay, seitdem höre ich jedes Jahr das Gejammere über den fehlenden Regen im Chaco. Gleichwohl werden jedes Jahr die Weide- und Anbauflächen ausgeweitet. Geld ist geil, auch für Mennos: 10% für Gott, den Rest für uns.

  2. Genau so ist es, Buzz. Es wäre so einfach, gefällte Bäume gleich je mehrfach und sogar vielfach zu ersetzen, was auch notwendig ist. Denn einen Baum zu entfernen, geht viel schneller vonstatten als das Wachstum eines Baumes. Und gerade Nutzholz ist in der Regel hartes Holz, deren Wachstum ohne weiteres auch 100 Jahre oder mehr dauern kann. Je härter das Nutzholz ist, umso länger sein Wachstum. So ist es ohne weiteres möglich, daß ein Nutzholzbaum (je nach Art) auch 100 Jahre für sein Wachstum benötigen kann. Z. B. ein Eukalyptusbaum, von dem es gerade in Paraguay unzählige gibt, hat in wenigen Jahren seine Größe erreicht, dafür aber ist das Holz zu nichts zu gebrauchen, es besteht lediglich aus Fasern und Wasser. Aus bitterer Notwendigkeit wird auf diese Dinge gerade in Deutschland allergrösster Wert gelegt. Auch da wurde in den ersten Jahren nach dem II. Weltkrieg, besonders von den Allieerten, kein Gedanke daran verschwendiet. Unter der französischen Besatzungsmacht wurde der Schwarzwald derart abgeholzt, daß zu dieser Zeit der zweitgrösste Holzlieferant der Welt der Schwarzwald war, dicht hinter Kanada. Es dauerte dann nach der Gründung der Bundesrepublik viele Jahre, bis der Schwarzwald wieder ein wahrhaftiger „Wald“ werden konnte. Nur Gesetze erlassen, wie z.B. für den Ersatz einzelner gefällter Bäume, unter Androhung hoher Geldstrafen für den Fall der Zuwiderhandlung, das ist nicht mehr als ein Tropfen auf einen heissen Stein. Solche Aktionen müssten eben nicht nur in Asuncion und Umgebung für einzelne Bäume auf Privatgrundstücken durchgeführt werden, sondern gerade in Gegenden, wo Nutzholz in grossen Mängen „geerntet“ wird. Z.B. ist mir eine Vorschrift bekannt in Wohngebieten, wo die Absicht, einen Baum auf einem privaten Grundstück zu beseitigen, erstmal der Gemeindeverwaltung mitgeteilt werden muß, Und die Gemeindeverwaltung muß dann die Genehmigung erteilen, allerdings nur unter der Bedingungen, daß als Ersatz für jeden zu fällenden Baum mindestens 2 Bäume gepflanzt werden müssen. Und ob diese Bäume tatsächlich gepflanzt wurden, wird dann angeblich von Inspektoren der Gemeindeverwaltung sogar kontrolliert. Nun, wenn das alles stimmt, dann dürfte eigentlich der Baumbestand Paraguays schon seit vielen Jahren nicht mehr abgenommen. haben.

  3. Herr Buzz, danke, dass Sie uns lieb nennen. Kommen Sie bitte in den Chaco, wohnen und arbeiten Sie hier 90 Jahre, dann werden Sie anderes denken. Europa ist längst dreimal abgeholzt worden und der Chaco noch lange nicht einmal. Ausserdem hat Paraguay auch Umweltgesetze, die Gültigkeit haben, und sparen Sie sich das Wort „Mennonit“.Wir leben hier nicht alleine.

    1. Deutschland hat einen Waldbestand von 32 %. Dass das Land abgeholz wurde, ist mir nicht bekannt. Dass die Umweltgesetze Paraguays gültig sind, mag sein, die Frage ist nur, wer sich daran hält.

    2. https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-11/entwicklung-waldbestaende-europa:
      „Doch insgesamt änderte sich der Bewaldungsgrad Deutschlands seit dem 14. Jahrhundert kaum noch. 1900 waren – wie 1400 auch – rund 26 Prozent des Landes bewaldet, erst danach wuchs der Wald langsam wieder: 1950 hatte Deutschland drei Prozent mehr Waldfläche als 50 Jahre zuvor, im Jahr 2010 waren 31 Prozent unseres Landes bewaldet.“
      „Während weltweit jährlich 13 Millionen Hektar Wald zerstört werden, bildet Europa den positiven Gegentrend: Jährlich dehnt sich die bewaldete Fläche langsam aber stetig um durchschnittlich 0,4 Prozent aus .“
      Bitte verbreiten Sie hier nicht die Unwahrheit. Was die Gesetze in Paraguay betrifft, so sind diese weniger Wert als das Papier auf dem diese gedruckt sind. Ich erinnere hier nur an die legalisierte Abholzung Ihres ehemaligen Präsidenten und seiner Amigos.

    3. Herr Toni, ihre Sichtweise ist sehr aufschlußreich.
      Sie, ich meine damit alle im Chaco ansässigen landwirtschaftlichen Betriebe, sind also der Meinung, dass erst wenn der Chaco komplett abgeholzt wurde, das dann das Ziel erreicht ist?
      Es ist erbärmlich naiv, mit dem Finger auf Europa zu zeigen, denn damit sagen Sie, dass Sie den Blick für die Realität komplett verloren haben.
      Nach 90 Jahren im Chaco verschwindet anscheinend der globale Blick auf unsere Welt.
      Wenn ich „Mennonit“ schreibe, dann meine ich das auch so. Die Brasilianer kamen einige Zeit später in den Chaco. Abholzen tut ihr alle. Und es ist eine Schande, wenn sie diesen Fehler nicht eingestehen möchten.
      Macht nur weiter so, eure Nachkommen werden es euch danken.

    4. Cleopatra Zwicknagl

      Antworten

      Toni, Sie verwechseln Europa mit England. Und England gehört nicht mehr zu Europa. Ob Menno, Christ, Muslime oder Sonstwas tut nichts zur Sache, denn Kriminelle gibt es unter sämtlichen Religionen und Sonstwas. Ich finde den Kommentar von Martin echt spitze, denn Baum ist nicht Baum, Eukalyptus-Monokulturen müssen nur wieder mit Chemie behandelt werden und Anton hat in seinem Kommentar auch recht, denn die Mennos mögen gschaffige Leute sein, aus geschenktem Land gemacht zu haben, was es heute ist und in diesem Land fast einen Euro für einen Liter Milch zu verlangen bringt ihnen viel Heu um sich weiter im Lande auszubreiten und die Natur zunichte zu machen. Nicht umsonst sind die Mennos beim Paragauy-Comun nicht besonders beliebt.

  4. Dass Eukalyptusholz zu nichts taugt, ist aber ein starker Unfug! Es ist ein ausgezeichnetes Bauholz, schnellwachsend, insektenresistent, witterungsbestaendig und preiswert. Aber manche haben ihren Lapachotick und schoener noch, sie bekommen es verkauft und es ist gar keines.
    Verwende Eukalyptus schon seit 20 Jahren fuer Dachbalken, Sparren und Pfetten mit schweren Ziegeldaechern, ohne irgendwelche Probleme. Liegt wie Blei.

  5. na, ja, Sie scheinen ja mächtig mit Eukalyptius aufgeforstet zu haben. Natürlich ist das billiges Holz. Wächst in weniger als 19 Jahren bis zu 20 Meter. Was soll denn da für ne Qualität rauskommen ??…………in den meisten Ländern wirds in der Papierindustrie genutzt. Vor 20 Jahren war Eukalyptus in diesem Land noch fast unbekannt und man konnte Lapacho oder O’ronde’y für billigtstes Geld kaufen.

  6. Wollen uns freuen das es noch obtimisten gibt in Europa, wenn alle so pesimistisch wären wie ihr Komentaristen hier, wäre schon alles nur Dreck !

  7. So ein Ameisenbärpaar würde ich gern auf meinem Land halten und sich in Frieden vermehren lassen ohne in Gefahr zu sein u. abgeschossen zu werden. Ameisen sind genug vorhanden aber leider weiß ich nicht wie ich welche bekommen kann.

  8. Cleopatra Zwicknagl

    Antworten

    Habe noch nie ein Klavier gesehen das aus Eukalyptusholz gebaut wurde. Vielleicht gibt es das in China uns somit auch in Paragauy, doch wer will hier schon Klavier spielen können.
    Fakt ist, und dafür musste ich jetzt nicht einmal de.wikipedia.org konsultieren, dass Eukalyptus-Monokulturen Gift für die Natur sind.
    Die zwei drei ha Wiederaufforstungen mit Eukalyptus-Monokulturen sind nicht das Problem. Das Problem ist die Entnahme von grati-Ressourcen der Natur, die man im Ausland teuer verkaufen kann (minus Abgaben an Polizei und Zoll, die die Aktionen überwachen, damit sie ungestört ablaufen), die Aufforstung mit Luft und Nichts und die Amigos, die ihre Rinderherden dann darüber laufen lassen können. Da fühlt sich Ameisenbär nicht wohl.
    Das allergrößte Problem aber sind 300.000 Staatsbedienstete (inkl. Militär) in diesem Lande, die zwar große Sprüche und Mahatma Gandhi Zitate klopfen können, sonst aber rein gar nichts auf dem Kasten haben.
    Schauen Sie die Schweiz oder Deutschland, wie man die Vermüllung der Natur in den Griff bekommen hat: Über den Geldbeutel (Abfallsackgebühr), Kontrolle und die Möglichkeit einer Sammelstelle für Metall, Altpapier, Gas etc. Hier wirfst es auf die Straße und gut ist. Von dort wird es dann schon vom Regen in den Rio Paraguay geschwemmt.
    Hier in diesem Land ist das größte Übel die Untätigkeit bzw. das Aufhalten der hohlen Hand der 300.000 Staatsbedienstete und die Unfähigkeit der Politiker (außer Geld in die eigene Tasche zu scheffeln natürlich, da sind sie Weltmeister wie die Schweiz im Recycling).

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