INDERT wiegelt landlose Bauern auf

San Antonio: Die Vereinigung der Landwirte in Ytororó de San Antonio ist aufgebracht. Denn Campesinos, sogenannte landlose Bauern, besetzen Grundstücke und würden wohl staatlich dafür angeheizt.

Die eingangs genannte Assoziation der Agronomen mietete eine landwirtschaftliche Fläche vom Nationalen Institut für ländliche Entwicklung und Land (INDERT). Sie zahlten dafür die Beiträge immer pünktlich, seit 20 Jahren.

Nun auf einmal begann sich eine Gruppe von Campesinos zu organisieren und drang in das Gelände ein. Am 16. November kam die zuständige Funktionärin des INDERT, Lidia Ayala, zu einem Gespräch auf dem umstrittenen Grundstück und traf sich mit einem “Nachbarschaftskomitees der landlosen Bauern“.

Unterstützt werden die Eindringlinge durch den Anwalt Aristides Aliende. Sogar die Häuser der Landwirte, die sich hier vor zwei Jahrzehnten ansiedelten, wurden von den Campesinos teilweise niedergerissen.

„Wir zahlen dem INDERT jährlich zwei Millionen Guaranies und pflegten das Grundstück jahrelang. Nun sollen wir eine Invasion hinnehmen. Das lassen wir nicht zu“, sagte Ramirez Estelvina, eine Betroffene. Sie fügte an, die Eindringlinge hätten alles abmontiert und Materialien mitgenommen. Eine Anzeige bei dem INDERT sowie der Nationalpolizei hätte keine Antwort ergeben. Seit 2009 baut Estelvina Mais, Maniok und Bohnen auf einem kleinen Grundstück in der umstrittenen Fläche an. Auch mit Hühner und Schweine verdient sie ihr Geld.

Alfredo Estigarribia ist nun ihr und der Anwalt aller Betroffenen. „Das INDERT selbst unterstützt die Eindringlinge. Sie haben sogar Anwälte und andere politische Unterstützer“, sagte der Anwalt. Letzte Woche drohten die Campesinos sogar alle Häuser auf der Fläche niederzubrennen. Gustavo Garcia, Leiter vom INDERT, hatte einen Vortrag an der Universität und lehnte es ab über das Thema zu reden.

Mühsam erhielt der kleine landwirtschaftliche Verband auf der Fläche einen Stromzugang des Nationalen Staatsbetriebs ANDE. Sie hatten sogar eine geregelte Trinkwasserversorgung. Das war ein Ziel für die Campesinos, den Druck auf die Bewohner zu erhöhen. Sie raubten vergangene Woche den Transformator.

Quelle: ABC Color

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1 Kommentar zu “INDERT wiegelt landlose Bauern auf

  1. Also ich finds irgendwie lustig…

    Dann sollen sie doch drohen oder irgendwas abbrennen, Trafos klauen oder sonstwas. Dann macht man eben das Gleiche zurück, sobald sich diese Wildcamper da selbst niedergelassen haben. So what?! Die können auch nur mit Wasser kochen.

    Ich kann doch genauso zur Waffe greifen oder mit deren Methoden arbeiten. Wenn man sich allerdings nicht wehrt, noch dazu in nem Land wie hier, ist mans schon irgendwo auch selbst schuld.

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