Indigene bedrohen Vorarbeiter auf einer Estancia

Zwei Indigene der Gemeinschaft Sawoyamaxa, der Anführer und sein Stellvertreter, werden der illegalen Freiheitsberaubung, dem Anzünden eines Fahrzeugs, Sachbeschädigung und Morddrohungen beschuldigt. Der Investor Winston Company brachte den Fall zur Anzeige.

Das Investmentunternehmen hat sein Grundstück in Loma Porã, zwischen Pozo Colorado und Concepción gelegen. Der Vorfall passierte am 1. Oktober. Laut der erst kürzlich gestellten Anzeige seien der Vorarbeiter der Estancia Alegria, Dionicio Mosqueda und weitere sieben Personen auf einer Kontrollfahrt auf dem Gelände gewesen. Auf einmal trafen sie auf 200 Indianer, die Bäume gefällt hatten und diese abtransportieren wollten. Mit Macheten wurden die acht Betroffenen vier Stunden lang festgehalten. Danach mussten sie ihre Fahrzeuge verlassen und acht Kilometer zu Fuß bis zum Haupthaus auf der Estancia gehen. Ein Landrover wurde von den Indigenen angezündet.

Der Anführer der Indianer, Carlos Marecos, behauptet, dass der Vorarbeiter sie mit einer Waffe bedroht hätte. Die Staatsanwaltschaft forderte Berichte von Indi und dem Indert über die Eigentumsverhältnisse der Immobilie an. Verhaftungen sind noch keine erfolgt.

Quelle: Ultima Hora

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9 Kommentare zu “Indigene bedrohen Vorarbeiter auf einer Estancia

  1. Dieses seltsame Rechtsverständnis in Paraguay versteht kein normaler Mensch. Wie kann es sein, daß man Andere mit Macheten bedrohen, sie zeitweise ihrer Freiheit berauben, deren Fahrzeug zerstören und Bäume auf fremdem Grundstück einfach fällen kann ohne dafür bis zur Klärung zumindest vorläufig in Untersuchungshaft genommen zu werden? Ist das nun ein Rechtsstaat oder wo leben wir hier?

    1. Manni. denk mal nach, dann weißt Du, wie es doch sein kann!
      Am 01.Oktober passiert am x.Tage später angezeigt. Da denkt die Staatsanwaltschaft/Polizei nach warum das so spät angezeigt wurde. Hier steht Aussage gegen Aussage. 8 gegen 200 ein sehr schlechtes Verhältnis.
      Concepción da steht die EPP-Problematic unweit vor der Haustür! Kein Staatsanwalt wird hier aus den stand Untersuchungshaft anweisen.Hier spielt die Politik eine Rolle.Wer möchte schon ein Fanal für die EPP errichten!
      Das Rechtsverständnis in Paraguay ist Gewöhnungsbedürftig,das ist aber leider in vielen Ländern so:“Recht haben und Recht bekommen,sind zwei paar ganz verschiedene Schuhe:“

    2. Zum Verständnis: Die indigenen Völker Amerikas, auch Afrikas und Australiens, kennen kein Privateigentum an Grund und Boden. Für diese Völker ist es verrückt, wenn jemand behauptet, daß ein Baum z.B. sein Eigentum wäre wo doch der in Besitz wähnende nicht annähernd die Größe und das Alter erreicht, von „Eigentum“ an Boden gar nicht zu reden. Für diese Indigenen ist die Natur und die Erde für alle da, von Horizont bis Horizont.
      Heißt, Eigentum ist physikalisch nicht nachweisbar sondern nur eine Illusion welche von so genannten Rechtsstaaten aufgebaut und verteidigt wird, darum auch der Genozid an den Eingeborenen weltweit.
      Welcher Mensch ist nun normal? Der für die Freiheit kämpft oder der welcher es für die bleibende (auch geistige) Inhaftierung tut?

      1. Tom,
        von dieser Seite hast Du recht.Für diese Indigenen ist die Natur und die Erde für alle da,
        sie entnehmen das was brauchen und mehr nicht.
        Das ist eine andere Wirtschafts-und Lebensweise.Halt Leben und Lesen lassen.
        damit komme ich zurecht, das versteten aber nicht alle.

      2. Träum ruhig weiter, aber die Washrheit ist, dass die Wilden sich immerzu gegenseitig abschlachteten und auffraßen, um an die Besitztümer der anderen Wilden zu gelangen. Ob es dir in den Kram passt oder nicht, das ist die Natur!

        1. Wenn das Satire ist, ist es ihnen gelungen mich zum Lachen zu bringen. Wenn nicht, habe ich trotzdem gelacht, bitte aber um die Quelle dieser Horrorgeschichte.
          Von mir folgender Denkanstoß: Die Kirche bezeichnet die „Wilden“ als Heiden, welche bekehrt bzw. zivilisiert gehören. Über die “heidnischen” Pommern schreibt der Priester Herborth, der den Bischof Otto von Bamberg auf seiner Missionsreise begleitete, um 1100 in seinem Werke “Leben des Bischofs Otto von Bamberg”: “So groß aber ist die Treue und Gemeinschaft unter ihnen, daß sie Diebstahl und Betrug gar nicht kennen und Behälter gar nicht verschlossen haben.” Von den Bewohnern der Stadt Vineta auf Usedom sagt er (2. Buch Kap. 19): “Übrigens wird, was Sitte und Gastlichkeit anlangt, kein ehrenwerteres und gutherzigeres Volk zu finden sein.”

    3. In Paraguay gilt das Recht des Stärkeren. Dies gilt auch in DE – aber dort ist der Staat so stark, daß die degenerierten Staatsbürgerlein ohnehin schon jede Gegenwehr aufgegeben haben. Es wird jeder Scheiß – wie etwa Flüßigkeitsverbot auf Flügen – widerspruchslos mitgemacht. Jede Anordnung befolgt.

      Aber zurück zu Paraguay – wie bitte sollen *** 200 kampfbereite Männer *** in Untersuchungshaft genommen werden?
      Soll der Staatsanwalt jetzt 50 Polizisten zusammenziehen und die dorthin schicken? Und dann? Ein Feuergefecht wie in curuguaty? Welcher Politiker kann das überleben?

      Hier läuft das so ab. Ein Beispiel. Die Polizei in einer Kleinstadt beschließt die Gesetze durchzusetzen und beschlagnahmt zB alle Mopeds ohne Kennzeichen. Es werden binnen einer Woche 50 Mopeds beschlagnahmt. Am Samstag kommt es zu einer Versammlung der betroffenen Familien. 300 aufgebrachte Onkel, Tanten, Väter und Brüder kommen mit Macheten, Schrotflinten und Stöcken zur Polizeistation. Die 5 Beamten vor Ort schließen sich im Klo ein und beten.

      Die 300 holen sich ihre Motos zurück, zünden aus Wut den Streifenwagen an und machen klar, daß sich beim nächsten Mal die Polizisten die Radischen von unten anschauen können.

      Endergebnis: Kein Polizist wird je wieder einen Motofahrer der in dieser Stadt lebt, anhalten. Ganz egal ob bedrunken, ohne Helm, ohne Licht oder sonst wie – aus Selbstschutz.
      Und jetzt stell dir vor, wie das erst mit einem unzivilisierten Indianerstamm läuft. Da geht gar nichts. Eine Idee von Eigentum haben die schon – die Bäume werden sicher verkauft und dafür werden zB Motos oder Handies angeschafft, soooo dumm sind die auch wieder nicht. Sie wissen aber auch, daß der Staat Paraguay ziemlich zahnlos ist, wenn es hart auf hart kommt und verhalten sich entsprechend.

      1. Eigentum und Besitz ist das Gleiche aber bei weitem nicht das Selbe. Wenn Sie eine Uhr kaufen, von „SAUBER“ verdientem Geld, sind Sie der Eigentümer. Wechselt diese Uhr unrechtmäßig den Besitzer, bleiben Sie rechtmäßiger Eigentümer. Herzlichen Glückwunsch. 😉 Wie bitteschön sollen die Indigenen das verstehen? Eigentum ist eine elitär gesteuerte Illusion und das Fundament ist der durch Manipulation erreichte Konsens bei den westlichen Völkern, welche sogar bereit sind für diese Illusion zu morden. Diese Illusion weckt das schlechteste im Menschen.

  2. Ein Feuergefecht wie in Curuguaty? Welcher Politiker kann das überleben?
    Keiner besonderst wer sich mal die verwendete Munition mit der die Todesopfer getötet wurden
    ansieht. Die hatten weder die Bauern noch die Polizei. Die Toten wurden noch festgebunden
    damit nicht ins Totenreich laufen.
    Wer soll das alles bei einer richtigen =Untersuchung= überleben.

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