Infona interveniert auf Grundstück von deutschem Kolonisten

Pirapó: Beamte von dem Nationalen Forstinstitut (Infona) drangen diese Woche auf ein landwirtschaftliches Anwesen ein. Es gehört einem deutschen Kolonisten. Anscheinend wurden Bäume gefällt um Ackerland zu schaffen.

Während der Intervention durch die Forstbeamten wurden die betroffenen Baumarten dokumentiert. Zugleich kam es zu einer Anzeige wegen Umweltkriminalität. Das bestätigte der zuständige Rechtsberater von der Infona, Siles Rivas.

Am Sonntagnachmittag fotografierten Anwohner die Baumfällarbeiten bei Kilometer 56 an der Fernstraße VI, Departement Itapuá. Auf der Liegenschaft befand sich eine Maschine, die Bäume in einer Waldlichtung fällte. Ein Traktor pflügte sofort den Boden um und bereitete die Fläche zur Anpflanzung vor.

Die Arbeiten gingen schnell vonstatten, sodass von den Rodungen nicht mehr viel zu sehen war. Das Gesetz Nr. 2514/2004 “Null Entwaldung“ verbietet solche Aktivitäten in der gesamten östlichen Region von Paraguay. Jedoch ist die Norm wohl nur ein Stück “nasses Papier“. Anbauflächen werden einfach vergrößert um mehr Profit rausschlagen zu können.

2004 entstand das Gesetz “Null Entwaldung“ und hatte bis 2013 Bestand. Dann genehmigte der Senat eine Verlängerung bis zum Jahr 2018.

Laut Rivas habe die betroffene Waldinsel eine Fläche von 5,5 Hektar. Ein Hektar sei gerodet worden. Der Besitzer, Jacob Meyer Steimberger, behauptet, es seien keine Bäume gefällt sondern nur Unterholz freigeschnitten worden.

Falls es zu einer Verurteilung wegen eines Umweltverbrechens kommt drohen Gefängnisstrafen zwischen drei und acht Jahren oder Geldbußen von 500 bis 2.000 Tagessätzen des gesetzlichen Mindestlohns.

Wochenblatt / ABC Color

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