Jeden Tag neue Proteste

Asunción: Was gestern Nachmittag gegen 18:00 Uhr als Protest vor der Kathedrale der Stadt begann, endete vor den Toren der Polizeieinheit Agrupación Especializada mit Rufen nach Efraín Alegres Freilassung.

Hunderte Autofahrer sammelten sich gestern in der näheren Umgebung der Kathedrale um mit Flaggen (Paraguay sin Mafias) im Konvoi durch die Straßen der Hauptstadt zu fahren bis zum Platz vor er Agrupación Especializada, wo der PLRA Parteipräsident inhaftiert ist. Drei Blocks um den López Palast wurden erneut Straßensperren mit Baustellen-Schildern aufgestellt und bewaffnete Polizisten und Soldaten bewachten diese.

Die Vereinigung Grupo de Puebla, eine Ansammlung mehrerer Dutzend linker Politiker Lateinamerikas forderten in einem Scheiben an die Regierung die Freilassung des Parteipräsidenten, eine Forderung der sicherlich nicht aufgrund des Dokuments nachgegeben wird.

Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass der Fall, der aktuell Horacio Cartes begünstigt, so inszeniert wurde, um Alegre anklagen zu können. Obwohl die vorgelegten Beweise groteske und an den Haaren herbeigezogen und schlecht gefälscht sind, hält die Staatsanwaltschaft unter Leitung einer Generalstaatsanwältin weiter daran fest. Jeder Tag, den die Inhaftierung länger dauert wird der Fall unglaubwürdiger.

Nichtsdestotrotz entschied die Justizministerin Cecilia Perez den Häftling N° 171 vorerst in der Agrupación Especializada zu lassen, um ihn keinem unnötigen Risiko in Tacumbú oder Emboscada auszusetzen.

Wochenblatt

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4 Kommentare zu “Jeden Tag neue Proteste

  1. Ja, ja, die Paraguayer lieben ihren Sessel. Bevor die endlich mal daraus hoch kommen geht die Welt unter. So etwas von faul und lethargisch gibt es auf der Welt kaum noch einmal. Die Politiker wissen das und entsprechend handeln sie. Und in Deutschland? Naiv bis zum Erbrechen, obrigkeitsgläubig mit einem großen Hang zur Denunziation (der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant!), einer unerklärlicher, wohl anerzogener/indoktrinierter Liebe zum Selbsthaß sowie einer Sehnsucht zur Selbstvernichtung nur um anderen zu gefallen – das spottet jeglicher Beschreibung.

  2. Und noch etwas, das auffällt: Hier wird davon berichtet, daß „eine Ansammlung mehrerer Dutzend linker Politiker Lateinamerikas“ sich aktiv einschalten. Bedeutet das etwa, daß aus der Mitte der Gesellschaft Paraguays nichts kommt? Alles Schlafmützen oder nur feige Dummköpfe, oder was? Na dann GUTE NACHT!

    1. @ Eulenspiegel. Die Paraguayer protestieren dann, wenn jemand sie dafuer bezahlt. Nur die linken Gruppen werden derzeit aus Europa heraus sehr gut bezahlt. Wenn also etwas kommt, dann von links außen.

  3. Jap, im Lande Kindergartenpolizeijustiz gepaart mit Hängematte und mucho Calor, kann es schon ein Weilchen dauern, bis man drin ist. Und wie in diesem Fall die Inhaftierung gegen nationales Gesetz verstößt, kann es auch wieder ein Weilchen dauern, bis man draußen ist. Ok, was dauert in Tranquilistan den schon nicht ein Weilchen. Dass man Geld bringen will und stundenlang anstehen muss dafür, ein Streichhölzchen reparieren zu lassen, 10 Kilometer über den Asphalt um die Schlaglöcher herum zu wackeln oder einen Kommentar auf Wochenblatt-Paraguay zu schreiben: Das daaaaaaaauert alles eine Ewigkeit hier. Also in Westchina ging das alles viiiiiiiel schneller. Aber was will man machen als gesuchter Bankkugelschreiberräuber. Da nimmt man Tranquilistan gerne in Kauf.

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