Jeder muss Steuern zahlen

Asunción: Vor allem die Unternehmer bestehen darauf, dass jeder im Land Steuern zahlen muss. Eine Kampagne soll die Bürger aufrütteln.

Die Initiative heißt “Kampagne zur Bekämpfung des Schmuggels“, die von der Werbekammer in Paraguay (GAP) und dem Fernsehkanal SNT ins Leben gerufen wurde.

Vorgestern stellte man das Projekt im Finanzministerium vor und Unternehmer aus verschiedenen Sektoren nahmen an der Veranstaltung teil, wie der stellvertretenden Minister für Steuern, Fabián Domínguez und Julio Fernández, Direktor von der Nationalen Zolldirektion.

Der Präsident der GAP, Carlos Jorge Biedermann, betonte, wie wichtig es sei, dass alle Sektoren gegen diese Plage zusammenarbeiten, denn “wir wollen das Jahr gut beenden und das nächste Jahr noch besser beginnen”.

Der Unternehmer bestand darauf, dass jeder die gleichen Steuern zahlen sollte und dass “es nicht an der Zeit ist, Unterschiede im Steuersystem zu haben, denn wir fordern Steuergerechtigkeit”, betonte er vor dem stellvertretenden Minister für Steuern und dem Zolldirektor.

Der Direktor von SNT, Marcelo Fleitas, sagte, dass die Schmuggelware nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch die Investitionen in das Land, das Gesundheits- und das Bildungswesen betreffe, daher bat auch er um eine starke Zusammenarbeit in dem Sektor um die Geißel der Steuerhinterziehung zu bekämpfen.

Die vom privaten Sektor initiierte Kampagne zielt darauf ab, die Bevölkerung für den Schaden zu sensibilisieren, den der Schmuggel für die formelle Wirtschaft, für Marken, für Unternehmen, für die Staatskasse und für die Verbraucher verursacht.

Der stellvertretende Minister für Steuern erwähnte, dass die regionale Situation vor allem den Schmuggel begünstige, versicherte jedoch, dass er mit dem Zoll zusammenarbeiten werde, um in der Lage zu sein, entschlossene Schritte einzuleiten, die dem kriminellen Treiben ein Ende setzen sollen.

Wochenblatt / ABC Color

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15 Kommentare zu “Jeder muss Steuern zahlen

  1. Wer bitteschön, sollte hier, im korruptesten Land der Welt, diesem Treiben ein Ende setzen? Ich würde mir wünschen, die Gelder aus den Kraftwerken würden mal für echte Ausbildung eingesetzt werden, aber was wünscht man sich nicht alles?

  2. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Die Universitaeten sind zum “Silberesel” umfunktioniert worden. Im Stile von Trump University (scheint als ob Trump das paraguayische Modell abgeschaut hat) welche zum alleinigen Ziel hatte, Geld abzuschroepfen von den Studenten. Siehe hier: https://www.youtube.com/watch?v=037IW8qBY7U
    https://www.youtube.com/watch?v=84lUQFvHeDk
    https://www.youtube.com/watch?v=ZfaLYHCC-HU
    Solange die privaten Universitaeten bestehen, solange ist das Bildungssystem nur eine “Gelddruckermaschine”.
    Originell sollten Universitaeten nur unter Kirchlicher regie stehen. Dazu aber muss es andere Kirchen geben da diese auch unterhoehlt werden von den eigenen “Glaeubigen”.

  3. “Kampagne zur Bekämpfung des Schmuggels“
    Es geht hier lediglich um die Einfuhrabgaben und deren Eintreibung.
    Die Herren Unternehmer heischen wieder nach Mitleid.
    Das Thema wiederholt sich immer beim Wechselkursverfall des Arg. Peso.
    In Encarnacion ist die Mitleidsmasche auch aktuell. Dort hat man über Jahre vom Schmuggel der Argentinier gelebt. https://wochenblatt.cc/massenentlassungen-wegen-wirtschaftskrise/

  4. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    An @Christian2005 sollte der Kommentar gerichtet sein.
    Neben dem Zensurproblem hier bei der Wochenschau (so schnell ich was ueber Mennoniten schreib, wird das zensiert) scheinen ja auch Leser keinerlei Zusammenhaenge zu begreifen (was von den Zensoren dass als “off topic” gewertet wird).
    Was ich damit sagen will bezogen auf @Christian2005 Kommentar ist dass es auch wenig Sinn macht die Steuern in die “Bildung” zu stecken.
    Z.B. seit die Mennoniten ihre eigene evangelische Universitaet haben, gehts hier im Chaco immer flotter voran mit Merkels (von Couldenhove-Kalergi’s) Agenda der Einheitsreligion, Einheitsrasse, Integration und Einheitskultur.
    Der moralische Verfall der mennoniten Kirchen wird nur auf deren Bildungssystem uebertragen.

  5. Schmuggel Ware lohnt sich nur wenn im Land die Preise viel zu hoch sind und wenig Menschen Arbeit haben und in Anderen Ländern die Waren erheblich billiger sind. Steuern müssen sein ist von mir schon oft kommentiert worden aber sie müssen dem Volk und der Infrastruktur eines Landes dienlich sein. Nicht die Taschen derer füllen die schon genug haben. Alles Andere an Steuern ist eine Enteignung über Steuern für die Leute die sich mühsam etwas Aufgebaut haben.

  6. Wer ist mit “jeder” gemeint? Für mich hört sich das so an, als will man alle – so wie in Deutschland – mit Steuernummern versorgen, unter dem Vorwandt des Schmuggels. Vielleicht irre ich mich da, wäre schön. Aber die NWO schreitet voran und hier in Paraguay muss man alles, wofür man in der BRD über 50 Jahre brauchte, innerhalb kurzer Zeit einführen. So auch die Erfassung der Menschen mit einer Nummer. Und irgendwo muss man anfangen. Da fängt man halt mit den Schmugglern an. Später fragt niemand mehr, wies angefangen hat.

  7. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Schmuggel lohnt sich immer.
    Wenn du eine neue Waffe wuerdest ins Land schmuggeln (illegal ins Land bringen) so koenntest du diese fuer den halben Preis verkaufen.
    Z.B. ein Revolver kostet in den USA 270 US$. Der Endpreis in Paraguay waere rund 640 USD (beinhaltet State Department fees, transport, export und import fees, Zoll in USA und Paraguay und die Gewinnmarge des lokalen Waffenhaendlers).
    So die geschmuggelte Ware kannst du dann in diesem Fall fuer zwischen 300 und 400 US$ verkaufen. Das ist deutlich unter den 640 US$ die diese Waffe legal kosten wuerde. Also rund halb so teuer wenn der Haendler der die geschmuggelte Waffe verkauft nicht die Differenz von 300 US$ einsackt (was ja sehr im Sinne der Haendlermentalitaet ist).
    Z.B. sogar unter legalen Waffenhaendlern in Loma Plata z.B. gibt es Preisdifferenzen von bis zu 40%, was bedeutet dass die Preise im Geratewohl hinaufgeschraubt werden da man darauf spekuliert dass irgend jemand sich abzocken laesst.
    Dasselbe fuer fast jede andere Ware auch: wenn der Zoll 10% IVA fordert, so kann die Schmuggelware eben 10% billiger angeboten werden mit denselben standard Haendlergewinnmargen.
    Also das legale Samsung Telefon kostet dann 800000 Gs wo dasselbe Telefon welches geschmuggelt ist nur 720000 Gs kostet, nur bezogen auf IVA einsparungen wo nicht mal andere Zollkosten in Betracht gezogen wurden (Endpreis des Telefons kann gut und gerne bei 600000 Gs liegen fuer ein Geschmuggeltes).
    Zu Stroessners Zeit war ja der Mennonite Neufeld aus Asuncion bekannt als Schmuggler der Ventilatoren, elektronische Geraete, usw made in Japan brachte fuer billig.
    Dasselbe geschah ja mit den amazon.com Bestellungen bis dass der Staat Zoll erhob auf die orders von USA. Man bekam einfach viel bessere Ware von amazon.com fuer weit billiger. So eine MAG Lite Taschenlampe bekam ich von amazon fuer rund 170000 Gs (all included) wo dieselbe beim Haendler in Loma Plata 350000 Gs kostete.
    Amazon.com is the way to go betreffs Wareneinkaeufe (Qualitaet und Preis Vorteil).

  8. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Insider wissen genau wen ich meine.
    Der eine Neufeld stuerzte mal mit seinem Schmuggelflugzeug ab (so die offizielle Version – einige meinen ihn in Brasilien gesehen zu haben) und sein Sozius (auch Verwandter) floh nach Brasilien um der Strafverfolgung Stroessners zu entgehen (er soll noch immer irgendwo in Brasilien wohnen).
    Die Nachfahren haben jetzt eine Agentur deren Name ich nicht naeher erwaehne um denen nicht was zuzusetzen. Natuerlich sind verschiedene der Neufelds “aktiv in der Kirche” (d.i. fungieren/fungierten in verschiedenen Kirchenfunktionen).
    Normalerweise laeuft es so dass der Mennonit zuerst stiehlt und dann laeuft er zum Pfarrer um sich anzubiedern damit die “Sache” unter dem Teppich bleibt. Das ist das standard Prozedere des Mennoniten. Ein bisschen wie der Skandal um Trump University (https://www.youtube.com/watch?v=037IW8qBY7U).
    Ein anderes exemplar des mennonitischen “Niedrig Leben” (low life wie Trump genannt wird) kann man hier sehen:
    Dieser Harms (Harms ist ein mennonitischer Name) ist ein multimillionen Drogenschmuggler in Mexiko und wenn von der kanadischen Presse damit konfrontiert, setzt er nur ein “Pokergesicht” auf: Siehe hier: https://www.youtube.com/watch?v=AIo3Ivc4q78
    und hier die ganze Story (der Herr Andreas Friesen von Paratodo hat nicht vor langer Zeit ueber radio ZP30 berichtet von einem Feuergefecht von ein halbes Dutzend mit M16 automatischer Assault Rifles schwer bewaffneter Mennoniten in Mexiko mit anderen Drogenkartellen. Aber ja: was nicht politsch korrekt ist dass wird nicht publiziert in der Presse): https://www.youtube.com/watch?v=AtJt5Q9lyS4&t=6s

  9. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    @ Simplicus.
    Sowas wie dieses bahnt sich m.E. auch so langsam an im Chaco.
    Frage: Warum haben so viele Mennoniten ein Flugzeug; weil sie reich sind oder weil sie reich wurden durch das Flugzeug?
    Siehe hier: https://www.dailymail.co.uk/news/article-2617194/How-Canadian-Mennonites-got-involved-Mexican-drug-cartels.html

  10. Man muss sich wirklich fragen was stimmt den nicht.
    Der Schmuggel lohnt sich;doch nur dann wenn die Preise nicht stimmen.
    Oder anders, es wird zu Teuer Produziert.Wie kann Zucker,Tomate,Mehl aus den Nachbarländer mit Transport
    billiger sein als aus Paraguay. Was soll das ganze Gerede,jeder muss Steuern zahlen, das ist richtig der Saat muss einiges Bezahlen.Das wenigste gibt er für die Menschen aus.Das meiste für faule Beamte und Staatsdiener die den Ruf der guten Staatsdiener mit Dreck besudeln.Die gibt es auch!
    Die einen betrachten den Schmuggel als Geschäft,die Bürger als Notwehr gegen die Gier des Staates und der Produzenten und des Handels.

  11. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    @ Wolfgang.
    Ja. Wie kann es sein dass Baumwolle in den USA geerntet wird, um die halbe Welt schippert nach China, dort zu Stoffe verarbeitet wird, der weiter zu Jeans verarbeitet wird und dann zurueckschippert um die halbe Welt nach den USA wo die Jeans dann 1/4 so teuer sind wie Jeans Made in USA?
    Ganz einfach, die Gehaelter und Margen der Unternehmen sind in den USA um 3/4 hoeher als in China.
    Deswegen sowas wie “Internationale Preise” oder “der Markt bestimmt den Preis” gibt es nicht. Es sind Hirngespinste der Preislobby der Unternehmer um ihre Preise zu diktieren. Z.B. der lokale Viehzuechter koennte ehr wohl sein Vieh fuer 700 Gs/Kg Lebendgewicht verkaufen und dabei noch einen saftigen Gewinn absahnen. Weil er eben fast keine laufende Ausgaben hat (meine Cebus wachsen ganz ohne mein Zutun ran. Es gibt hier mennonitische Viehzuechter die fahren alle 3 Monate zu ihrem Betrieb). Die meisten Mennoniten sind “Wochenendviehzuechter”, d.i. Freitag kauft er seinen Biervorrat, Fleisch und Zutaten ein fuers Wochenende und “putschert” Freitag abends so langsam zur “Fenz”. Samstag vormittags sieht der Viehzuechter nach den Wassertroegen, quatscht mit dem Cowboy und sieht nach dem Rechten. Samstag nachmittags wird die erste Bierflasche geoeffnet und das Barbecue (Asado) angezuendet. Samstag abends ist man dann schon “frohen Mutes” und vollgefressen. Am Sonntag schlaeft er den Rausch aus und schippert am Nachmittag so langsam wieder in die Stadt (Filadelfia, Neuhalbstadt oder Loma Plata) wo er dann “angekatert” am Montag auf der Arbeitsstelle in der Kooperative rumstolziert und Untergebene mit rotem Kopf anschnauzt.
    Die Preislobby der Viehzuechter, Milchbauern, Landwirte haben die Preise in Paraguay kuenstlich hochgeputscht. Vergleich mal die Preise von Fleisch, Milch, Soja, Weizen in der EU: die duerften dort bedeutend niedriger sein.

  12. Vielleicht könnte man das Problem ja beheben indem die Polizei weiterhin zuschaut wie Schmuggelware auf den Strassen verkauft wird. Nein, nicht auf die Strassen, weiterhin ins Facebock-Profil. Die andere Hand hat man ja auch nicht frei weil Gras zum Trinken auch halten musst.

  13. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Ich zitiere den Privatsektor: >>Der Unternehmer bestand darauf, dass jeder die gleichen Steuern zahlen sollte und dass “es nicht an der Zeit ist, Unterschiede im Steuersystem zu haben, denn wir fordern Steuergerechtigkeit“,<< Zitat Ende.
    Jeder zahlt "die gleichen Steuern": will wohl sagen die selben Prozente (%) an Steuern.
    Das bedeutet dass ein Armer der 2 Millionen im Monat verdient (24.000.000.000 Gs im Jahr), 2.400.000 Gs Steuern auf 10% Steuer zahlen wuerde, aber ein Viehzuechter (der zumal wenig laufende Kosten hat) zahlt 100.000.000 Gs Steuer (was niemand unter den Mennoniten tut wie mir bekannt ist, aus mir unerfindlichen Gruenden) wenn er 1.000.000.000 Gs pro Jahr verdient (was normal ist fuer die Mennoniten).
    D.h. dem Unternehmer bleibt 900 millionen Reingewinn wovon er 24 Millionen fuers Leben braucht bleiben also rund 875 Millionen fuer die "Hohe Kante".
    und dem Armen bleiben rund 20 Millionen im Jahr wovon er rund 20 Millionen fuers Leben braucht, bleiben also rund 0 Gs fuer die "Hohe Kante".
    Der Arme zahlt in etwa 100% von seinem verfuegbaren Einkommen Steuern und der Reiche zahlt rund 12% von seinem verfuegbaren Einkommen Steuern.
    Daher sieht Steuergerechtigkeit so aus: der Arme zahlt rund 2% vom Brutto Einkommen Steuern und der Reiche (1000+ Millionen Bruttoeinkommen pro Jahr) zahlt 87% Steuern von seinem Bruttoeinkommen.
    Das waere gerecht. progressives Steuersystem.
    So hat Franklin Delano Roosevelt (FDR) mal den Boersencrash und Wirtschaftskrise von 1929 in den Griff bekommen. Die Reichen gaben bis zu 95% Steuern ab.
    Den meisten mennonitischen Viehzuechtern taete es sowieso nicht weh 87% Steuern zu zahlen.
    87% Steuern sollten auch erhoben werden von allen die mehr als 6 Millionen pro Monat Gehalt erhalten (denn mehr als 2 Millionen sollte man ja sowieso nicht verbrauchen pro Monat als Familie).

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