Jung und weiblich, die Gleichung des Erfolgs

Asunción: Frauen nehmen in Paraguay immer mehr Schlüsselrollen ein. Jung und weiblich scheint eine Gleichung des Erfolgs zu sein. Soledad Núñez hat ein wichtiges Amt inne und schaffte viele positive Veränderungen im Land, trotz anfänglicher Kritik aus der Macho-Welt.

„Ich las in einer Zeitschrift, dass Paraguay eines der Länder mit wenigen asphaltierten Straßen und einer schlechten Infrastruktur ist. Das motivierte mich, Änderungen herbeizuführen“, sagte Núñez, die aktuelle Ministerin für den sozialen Wohnungsbau und Eigentum (Senavitat).

Der soziale Antrieb und der Wunsch, Hilfe zu leisten, sind die Hauptmerkmale ihrer Persönlichkeit. Im Rahmen dessen kam es zu Aktivitäten mit Nichtregierungsorganisationen, aber vor allem vielen Menschen im privaten Sektor in ländlichen Gebieten, um Häuser zu bauen oder auch öffentliche Einrichtungen, wie Schulen, zu sanieren oder neu zu planen.

Das Management von Núñez war von Anfang an von einer großen Unsicherheit im privaten wie öffentlichen Sektor geprägt. „Der Stereotyp, jung und eine Frau zu sein (..), diese Gleichung mit den beiden Variablen ist mit Schwäche und Behinderung verbunden. Für mich war es eine Herausforderung der Männerwelt zu beweisen, dass es so nicht ist“, betonte die Ministerin.

Das Amt Senavitat war eine extrem komplizierte Einrichtung, die sich vollkommen von dem unterschied, was Núñez darüber wusste. Jedoch mit all den Einschränkungen und Hindernissen wurde sie fertig und riss Vorurteile herunter. „Die Angst, die uns ermutigt, keine Entscheidungen im Leben zu treffen, müssen wir überwinden“, sagte sie.

Auf diese Weise versuchte die Regierung zu demonstrieren, dass Frauen und Jugendliche durchaus für die Durchführung von Projekten ausgebildet sind.

Núñez fordert von sich und ihrer Position, dass die Hoffnung aufrechterhalten werden muss. Ihr Slogan lautet: “Eine Gesellschaft ohne Hoffnung ist eine Gesellschaft ohne Erfolg“.

Es ist manchmal notwendig, Ziele zu setzen, die unerreichbar zu scheinen, um uns zu zwingen, diese Ziele zu erreichen“, sagte Núñez. Sie betonte aber, dass man die Schwächen der öffentlichen Ämter nicht ignorieren könne, jedoch dies nur mit harter Arbeit und großem Einsatz von den führenden Positionen konterkariert werden könne.

Wochenblatt / 5Dias

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9 Kommentare zu “Jung und weiblich, die Gleichung des Erfolgs

  1. Solche Menschen braucht das Land! Jung, dynamisch, hoffentlich ehrlich und korruptionsfrei. Ganz offensichtlich ziehen die jungen paraguayischen Damen an den trägen und nur mit einer großen Klappe versehenen Jung-Machos vorbei. Ob sie das verkraften?

  2. Hab von zwei unabhaengigen Quellen erfahren, dass Frau Nuñez ausserordentlich engagiert ist. Als sie ernannt wurde von Cartes haben eingie Hardcore-Colorados mit der Nase geruempft, dass sie keine Colorado ist und gemeint, es gaebe ja auch ausserordentlich faehige Leute in den eigenen Reihen. *lach*

    Im Nachhinein war das wohl doch nicht so falsch, da man durch Nuñez das Prestigeprojekt Barrio San Francisco einweihen koennte.
    Ohne Nuñez staende an dem Ort wahrscheinlich nicht mal ein Fundament.

      1. Über „Jung und Männlich“ könnte ich auch Artikel schreiben: lauter hochqualifiierte, die zusehen, nicht arbeiten zu müssen.
        Alle Achtung – hätte nicht gedacht, dass es hier auch Frauen gibt, die nicht nur an der Straße sitzen und Terere trinken, wenn sie nicht gerade das letzte bisschen grün auf dem Grundstück auskratzen, weil: Nur Sand ist schön und ausserdem kommen Moskitos, wenn man Pflanzen hat. Da ist es egal, wenn der eigene Müll sich stapelt und die Moskitos dort wüste Fiestas feiern.

  3. Wir dürfen gespannt sein, wie lange sie sich in ihrer Position halten wird.
    ZU erfolgreich wird sicherlich nicht geduldet werden. Vor allem dann nicht, wenn sich „verdiente Freunde“ der regierenden Partei auf diesem Posten bereichern könnten.
    Schaut euch doch mal um!
    Wohin man schaut, überall sind es die Frauen, die die Arbeit machen. Und in den Geschäften tut man gut daran, sich unter den Beschäftigten eine Frau auszusuchen, wenn man etwas wissen oder haben will.
    Wo man bei den (meist jungen) Machos nur verständnislose Blicke erntet, sie nicht wissen, wo was ist oder ob es das überhaupt gibt, führen einen die Frauen hin, bringen es und erklären auch noch alles.
    Im Gegensatz zu den Männern sind sie sogar imstande, im PC nachzuschauen, einen Artikel zu bestellen UND einen auch noch anzurufen, wenn er da ist.
    Die Machos haben sowas gar nicht nötig. Die sitzen meist daheim bei den Eltern vorm Haus, trinken Tereré und daddeln am Smartphone rum. Sollen doch die Mutter und die Schwestern das Geld heimbringen.
    Die können wenigsten Castellano und nicht nur Guarani/Jopará.
    Das muß der Barón auch gar nicht lernen, denn er schickt dann halt später seine Frau zur Arbeit, die Castellano kann.
    ER wartet lieber daheim unterm Mangobaum darauf, daß man ihm einen Posten als Gerente einer Bank oder Cooperative anträgt. Das steht im schließlich zu. Auch wenn er nicht weiß, ob man das Wort mit B oder V, mit S oder C schreibt.
    Hauptsache er spricht perfekt Jopará und läßt sich von vorne bis hinten bedienen.

    1. Sie sprechen aus, was den Tatsachen entspricht. Ich hatte in meinem Beitrag versucht das Thema von der „positiven Seite“ anzugehen, um nicht die unqualifizierten Beschimpfungen bestimmter Paraguay-Versteher auf mich zu ziehen. Bin schon mal gespannt, wie sich diese Handvoll „verstehender“ Kommentatoren und nun verhalten. Aber vielleicht geht es ihnen ja auch nie um die Sache, sondern um ……

    2. Ich mache eher gegenteilige Erfahrungen in der Arbeitswelt. Da hab ich den Eindruck, dass die werten Damen, besonders wenn sie jung und (noch) gutaussehend sind, besonders prinzessinnenhaft sich geben. Man merkt, dass sie in der Erziehung besonders betueddelt wurden. Das sie mehr arbeiten halte ich fuer ein Geruecht, da sie meistens frueher gehen um die Kinder von der Schule abzuholen oder zum Fitnessstudio gehen oder mit der besten Freundin noch sich treffen wollen um zu tratschen, obgleich sie auf der Arbeit mit den anderen Kolleginnen schon viel getratscht haben. Sitze leider gegenueber einer 28-jaehrigen, die sich benimmt wie eine 20-jaehrige – furchtbar nervig und aufgedreht, aber null schlagfertig. Sie ist Ingenieurin, weiss aber nicht mal wie man den pH-Wert definiert.

      Wenn ich zur Bank gehe oder zu einem Telekomunnikationsunternehmen sind die weiblichen Angestellten die deutlich unangenehmeren als die maennlichen. Letztere sind noch zumindest lockerer drauf als die Weiber, die bierernst meistens sind und nie laecheln. Als Kunde ist das einfach unangenehm und schadet dem Unternehmen.

      Da ist man ja schon froh, dass es Frauen wie Soledad Nuñez gibt, die positiv hervorstechen. Ich wuensche ihr jedenfalls eine weitere Amtszeit.
      Aber hier generell Frauen ueber Maenner zu heben, da bin ich absolut nicht einverstanden.

  4. Die hier durchaus gut beschriebenen Machos gelten in Deutschland plötzlich als Fachkräfte oder Goldstücke. Das verstehe wer will bzw. wer kann.
    Was ich so sehe, ist, dass diejenigen, die wirklich entscheiden was so passiert, mit dem Arbeitsmarkt in der Regel wenig bis nie etwas zu tun hatten. Sie kamen schon (einfluss)reich auf die Welt oder waren von Anfang an in geschützten Bereichen tätig und leben vor allem auf Kosten derer, die fleissig arbeiten. Um diesen Status Quo zu erhalten, braucht es natürlich stetige Ablenkung nach dem immer gleichen Schema.
    Also von den 10 Keksen nimmt sich die Elite 8 oder 9 und erklärt dem einen lohnabhängigen Sklaven, dass der jeweils andere ihm den Keks wegnehmen will. Daher ist es natürlich ideal, wenn nicht nur Männer da sind sondern auch Frauen und am besten die ganze Welt eingeladen wird, denn dann kann man wirklich alle gegeneinander ausspielen.

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