Junge Paraguayerin reist zum Kulturaustausch nach Deutschland

Asunción: Stephany Quiñe ist eine junge Studentin im vierten Jahr der Architektur an der Nationalen Universität in der Hauptstadt von Paraguay (UNA), die, nachdem sie die Möglichkeit hatte, nach Deutschland zu gehen, um die Sprache zu verbessern, mit nur 21 Jahren beschloss, alles hinter sich zu lassen und für ein Jahr im Rahmen eines Visa-Kulturaustausches in die Fremde zu gehen.

Quiñe wird ein Jahr in Freiburg leben und erzählt von ihrer Erfahrung, ihr Land und ihre Familie zu verlassen, um sich einen Traum zu erfüllen. Sie berichtet eifrig, wie sie als Paraguayerin die Deutschen und ihre Eigenarten erleben wird, sowie ihre Reisepläne.

„Ich freue mich auf diese neue Erfahrung. Es hatte lange gedauert, alle Papiere für die Reise zusammen zu bekommen. Die Deutschen Botschaft in Asunción arbeitet wegen der Pandemie nur zu 50% und ausgerechnet mein Sachbearbeiter war tagelang nicht erreichbar. Dann die zusätzlichen Formalitäten wegen Covid-19: Ich muss noch ins Testcenter und anschließend das Ergebnis online bei der Airline hochladen“, berichtete Quiñe.

Sie verweist darauf, dass sie zuerst Kontakt mit der deutschen Familie aufgenommen habe, die sie aufnehmen werde. Dann meldete die deutsche Familie die Praktikumsstelle bei einer Organisation an, damit man sich um alle Bürokratie kümmern konnte: Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, Versicherung usw. „Diese Organisationen kümmern sich in der Regel auch um die Vermittlung von Familien, aber das war in meinem Fall nicht nötig. Darüber freue ich mich auch, denn so weiß ich im Voraus, wo es langgeht und was mich erwartet“, fügt die 21-Jährige hinzu.

Bezüglich ihrer Gastfamilie sagte sie, dass es sich um ein Ehepaar aus Freiburg mit drei kleinen Kindern im Alter von 1, 5 und 7 Jahren handelt. „Ich bereite sie morgens für Kindergarten und Schule vor, d.h. ich mache Frühstück, packe Taschen usw. und hole sie nachmittags ab. Manchmal muss ich auch das Abendessen vorbereiten. Beide Elternteile sind in Vollzeit beschäftigt. Meine Arbeitszeit ist vertraglich festgelegt: 5 Stunden am Tag, 6 Tage die Woche, ich habe einen freien Tag. Alles ist natürlich flexibel, es kann auch vorkommen, dass ich an einem Tag mehr arbeite und an einem anderen mehr Freizeit habe“, erklärte Quiñe.

Auf die Frage, ob sie mit ihnen Deutsch oder Spanisch sprechen wird, antwortet sie, dass sie auf jeden Fall einige spanische Wörter von ihr lernen werden, aber hauptsächlich möchte sie ihr Deutsch verbessern.

„Meine Großmutter ist deutscher Abstammung, deshalb habe ich von klein auf immer ein bisschen Deutsch gesprochen. Aber letztes Jahr konnte ich mich durch ICPA noch besser vorbereiten. Die Kurse sind jetzt aufgrund der Pandemie immer online; Das war ein Glück für mich, denn das Institut ist sehr weit weg von zu Hause und ich hätte mehr als eine Stunde gebraucht, um dorthin zu gelangen“, sagt die junge Frau.

Quiñe erklärte weiter, dass er im vierten Jahr Architektur an der UNA studiert. „Weil die Kurse jetzt online sind, kann ich von Deutschland aus weiterstudieren und verliere keine Zeit. Architektur ist schließlich ein sehr langer Studiengang. Und irgendwann möchte ich meinen Bachelor abschließen“, fügte sie an.

Ohne ihre Wurzeln zu vergessen, bringt die junge Frau ihrer Familie in Freiburg gleich mehrere Geschenke mit: Chipas und Alfajores mit Guavenfüllung. Sie packt auch einige Kostproben von Caña für die Erwachsenen sowie Dulce de Leche und Erdnussriegel für die Kinder ein.

„Ich bin sehr glücklich und stelle mir vor, wie großartig alles sein wird. Aber es wird sicherlich von Zeit zu Zeit Schwierigkeiten und Überraschungen geben. Auf jeden Fall tut mir diese Erfahrung, die mein Leben verändern wird, auch gut“, erklärte Quiñe abschließend.

Wochenblatt / El Nacional

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4 Kommentare zu “Junge Paraguayerin reist zum Kulturaustausch nach Deutschland

  1. Eines der schlimmsten Zeiten nach Deutschland zu kommen. Eine extrem gespaltene, mißtrauische Bevölkerung unter der Knute einer rautenförmiger Frau. Ich nehme an, sie ist geimpft, wenn nicht, ist sie Bürger 2.Klasse und sozial geächtet.
    Reisen in Europa unter schwierigen Bedingungen und überall C….-Vorschriften

  2. Dieser jungen Frau wünsche ich persönlich nur das BESTE, möge sie niemals enttäuscht werden.
    Ich selbst bin froh, nicht mehr in Deutschland zu leben. Das Land hat sich seit der Wende so negativ entwickelt, das mich nicht mehr dorthin zieht, wirklich nichts.
    Deutschland eines der schönsten Länder, die ich kenne, wurde von einer Frau vergewaltigt und zu einem Hort Hasses, alle guten deutschen Traditionen wurden abgeschafft…..
    Es gab schon einmal eine derartige finstere Zeit, für Deutschland, sie haben nichts, aber auch gar nichts gelernt…..

  3. Für frauen aus der 3. Welt ist deutschland das paradies. Für männer gibt es immerhin die asylschiene. Für eu ausländer geht es jetzt gerade noch aber es geht bergab und für deutsche? Na ja als frau und als arbeitsloser aber das war es dann auch schon.
    Und nein, das hat nicht mit merkel begonnen sondern gleich nach dem 2. Weltkrieg. Nur weil man etwas nicht sieht, kann es trotzdem da sein.

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