Keramikindustrie gegen Fertigteilhäuser

Asunción: Immer weniger Ziegelsteine oder Dachpfannen werden zum Bau der Sozialwohnungen hergenommen. Die Industrie meint eine Verschwörung gegen sie zu erkennen.

Zwischen 2013 und 2016 nutzte das Wohnungsbausekretariat rund 25% vorgefertigte Materialien, wie Dachplatten oder Wände. Dieser Prozentsatz wird mit der vertraglichen Verpflichtung eines neuen Fertigteilhausanbieters nur noch größer, ärgert sich Ricardo Maluff, Vorsitzender der paraguayischen Keramikindustrie.

Speziell importierte Fliesen und Dachplatten vermiesen der Industrie die Einnahmen, die vorher als gesichert galten. Von 11.000 ausgeschriebenen Häusern für Sozialschwache sind 2.552 aus vorgefertigten Materialien. Wegen dem Umschwung zu vorgefertigten Materialien verloren schätzungsweise 472 Personen ihre Arbeit im Keramikbereich.

“Das Wohnungsbausekretariat (Senavitat) argumentiert, dass man mit vorgefertigten Bauteilen schneller die Häuser fertigstellt. Allerdings gab es im vergangenen Jahr auch Baustellen die trotz der Materialien acht Monate in Anspruch genommen haben“, so Maluff.

“Laut dem Gesetz 4558/2011 müssen 20% der Baumaterialien aus paraguayischer Produktion kommen sowie 40% aus einem Materialmix, an dem auch paraguayische Firmen mitarbeiten. Dies ist jedoch mit dem Import von Fliesen und vorgefertigten Dachplatten nicht gegeben und verstößt somit gegen das beschlossene Gesetz.

Wochenblatt / Abc Color

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1 Kommentar zu “Keramikindustrie gegen Fertigteilhäuser

  1. Ja das bauen mit Fertigteilen geht schneller.Die Häuser sind schneller Ruinen.Die Schmiergelder sind besser.
    So passt es doch!
    Ein gemauertes Haus steht länger,auch für nachfolgende Generationen.Bringt mehr Arbeit vor Ort.
    Aber weniger Schmiergeld auf die Standzeit gerechnet!
    Das darf nicht sein!

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