Köchin mit klebrigen Händen verhaftet

Asunción: Am vergangenen Sonntag bediente sich eine Hausangestellte nicht nur gewisser Zutaten, um Essen zuzubereiten. Sie entwendete auch Geld. Das Opfer ist eine Tochter einer Senatorin.

Wenn man eine Angestellte über 12 Jahre im eigenen Haus hat, sollte man sie kennen. So dachte sicherlich auch die Tochter der Senatorin Mirta Gusinky. Als 14.100 US-Dollar fehlten war sie die einzige Verdächtige, da keine anderen Personen mit im Haus waren.

Ana Fermina Caballero Barrios (36) nahm die Summe von 14.100 US-Dollar aus einer Gelkasette, die nicht verschlossen war. Das Geld soll der Senatorin Mirta Gusinky gehört haben. Sie hatte es zuvor von der Bank abgehoben und bei ihrer Tochter deponiert.

Am gestrigen Abend wurde Ana Caballero in ihrem Haus in Limpio verhaftet. In ihrem Besitz fand man 3.400 US-Dollar in bar. Sie selbst gab zu Protokoll 400 US-Dollar getauscht zu haben, um offene Rechnungen zahlen zu können. Was mit dem übrigen geld passierte wurde noch nicht bekannt.

Wieso nach 12 Jahren jemand so etwas tut, ist nicht leicht vorstellbar. Eventuell hatte sie sich zu sehr verschuldet und wagte es nicht ihre Chefin um einen Kredit zu bitten.

Ana Caballero war zusammen mit einer anderen Angestellten von Beginn an im Visier der Ermittlungen.

Wochenblatt / Última Hora

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5 Kommentare zu “Köchin mit klebrigen Händen verhaftet

  1. „nahm die Summe von 14.100 US-Dollar aus einer Gelkasette, die nicht verschlossen war.“

    Tja, ein wichtiger Posten schuetzt vor Dummheit nicht. Abgesehen davon sind diese Summen jetzt nicht so wahnsinnig hoch fuer Senatoren. Da bunkern noch einige Millionen auf verschiedenen Konten.

  2. Wäre es jetzt ein normalo gewesen,hätte der noch nachweisen müssen, das Sie das Geld hat, bevor der Staatsanwalt tätig wird. Außerdem, wenn Sie jetzt entlassen ist, müsste der normalo noch eine Abfindung zahlen für die 12 Jahre Tätigkeit. Senatoren natürlich nicht, ist ja klar. Woher wusste die gute Frau das soviel Geld gelagert ist, es wurde doch erst vorher von der Bank abgehoben. Also muss ja jemand damit geprahlt haben. Gelegenheit macht Diebe.

    1. Geprahlt vielleicht nicht. Die Haushaelterin hat die Ohren gespitzt, als die Senatorin mit ihrer Tochter darueber gesprochen hat und gesagt, dass sie das an Ort X solange tut. Reine Unvorsichtigkeit.

      Ein paraguayischer „Normalo“ hat ja gar nicht so viel Geld, erst recht nicht zu Hause

  3. Die Frage ist jetzt, wo sind die fehlenden ca. 10000 Dollar? Könnte die Köchin natürlich auch genommen haben, aber vielleicht hat sie nur einen Teil de Geldes genommen, damit es nicht auffällt. So denken jedenfalls viele hier, klauen, wenn mehrere gleiche Sachen da sind nur einige wenige und hoffen dass es nicht bemerkt wird. Den Rest könnte aber auch die Senatorin eingesteckt haben und den Diebstahl der Gesamtsumme auf die Köchin geschoben haben, wer kann beweisen, dass es nicht so war? Je reicher desto gieriger heißt es ja nicht umsonst.

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