Landlose dringen in Naturschutzgebiet ein

Kolonie Pirá Verá: Rund 70 landlose Campesinos drangen in ein Teil vom Naturschutzgebiet Campos Morombi ein. Es liegt in den Departements Canindeyú, Alto Paraná und Caaguazú.

Es wurde von Seiten der Anwälte der Eigentümer Strafanzeige gestellt. Laut der Nationalpolizei seien die Campesinos bei der Kolonie Pirá Verá, im Distrikt Yhú, Departement Caaguazú, illegal auf ein Grundstück eingedrungen.

Einer der Rechtsanwälte, Victor Peña Gamba, sagte, dass die Invasion in einem Gebiet, das Karumbé genannt werde, stattgefunden habe. Die Polizei machte sich ein Bild vor Ort. Sie war aber nicht imstande die Eindringlinge zu vertreiben, weil sie Angst vor einer bewaffneten Auseinandersetzung hatte. Die Campesinos arbeiten mit schweren Maschinen und extrahieren Baumstämme aus der Zone.

Gustavo Chamorro, Staatsanwalt von Yhú, führt die Ermittlungen. Er forderte die Unterlagen über die Eigentumsverhältnisse der Immobilien an.

Zugleich prüft er, ob die Landbesetzung wirklich in einem geschützten Gebiet stattfand. Die Eigentümer von Morombi schließen die Möglichkeit nicht aus, dass die Ermittlungen verzögert werden um eine Intervention zu vermeiden.

Gamba erklärte, die Polizei müsse handeln bevor das Naturschutzgebiet verschwinde. „Die Untätigkeit ist schade“, sagte der Anwalt.

Inocencio Portelli, Polizeichef von Caaguazú, betonte, ein Eingreifen würde ein großes persönliches Risiko für alle Beamten darstellen.

Das Schutzgebiet Campos Morombi wurde durch das Dekret 14910/2001 besiegelt. Es umfasst Fincas auf einer Fläche von über 60.000 Hektar in Canindeyú, Caaguazú und Alto Paraná.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Landlose dringen in Naturschutzgebiet ein

  1. Was in Paraguay ist eigentlich vor diesen „Landlosen“ sicher? Wer stachelt sie zu ihren Taten an und wer gibt ihnen die notwendige Unterstützung dazu? Wer sich in Paraguay eine Länderei kauft um zu investieren und zu produzieren, der sollte sich das 1.000-fach überlegen!

  2. Campesinos besitzen keine schweren Maschienen fuer Baumstaemme zu extrahieren! Es ist wieder das selbe Bild wie in Asu. wieder stecken ganz Grosse dahinter wo das grosse Geld machen mit par aufgewiegelten Campesinos. Wenn es ein Schutzgebiet per Ley ist muesste der Staat sofort eingreifen und nicht zuerst lange die Eigentumsrechte studieren damit in der zwischenzeit der Wald ausgeholzt werden kann. Jeder schoene Baumstamm hat ein Handelswert von mehr als 5 000 000 Gs.

    1. Also doch – ein „rechtsfreier Staat“ in dem das Recht von Beziehungen und Amigos abhängt. Folglich ein willkürliches Rechtsverständnis. Nun ja, so kann ein Land NIEMALS voran kommen, höchstens sich ein paar wenige bereichern und genau die finden Paraguay wunderbar bis optimal und haben keinen Grund, daß sich jemals irgend etwas ändert.

  3. Es ist sehr besorgniserregend das die sogenannten „Landlosen“ hier meinen, das sie alles machen dürfen. Ob bei dieser Gruppe wirklich ein Politiker hintersteht – in einem Naturschutzgebiet?

    Zweifellos wird die schwache Autorität des Staates ausgenutzt, die nach „Curuguaty“ nicht weiss, was sie machen soll. Da diese Landlosen wohl bewaffnet sind – und wohl kaum einer davon einen Waffenschein hat bzw. regulär erworben hat, liegt bereits eine Straftat vor. Zudem dürften die Polizeieinheiten wohl nicht auf solche Situationen ausgebildet worden sein. Könnte das Militär eingreifen?

    Jedenfalls, wenn nicht bald was passiert, dürfte es immer mehr Nachahmer geben. Dann werden immer mehr Naturschutzgebiete oder private Grundstücke (vorwiegend von Ausländern – bei den Millionären in Asuncion wird sich keiner trauen) besetzt und Holz abgeschlagen, Rinder entwendet oder illegal angebaut.

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