Lehrer kündigen Generalstreik ab 1. Oktober an

Asunción: Der Sekretär der Organisation paraguayischer Bildungsangestellten (OTEP-A), Gabriel Espínola, erklärte, dass seine Gewerkschaft die Stellungnahme der Regierungsbehörden zur 16%igen Gehaltserhöhung abwarte, die gesetzlich festgelegt sei. Wenn sie nicht gewährt werde, droht ein Generalstreik.

„Wir werden bis zum 30. September warten und wenn wir keine Antwort erhalten, beginnen wir am 1. Oktober mit der Mobilisierung”, sagte der Gewerkschaftsführer in Verbindung mit dem Radiosender 800 AM.

Er erwähnte, dass das Gesetz eingehalten werden müsse, sie jedoch bis heute keine Informationen von einer Regierungsstelle erhalten haben und in dieser Situation der Streik ab dem 1. Oktober feststehen würde.

„Nur eine Katastrophe bei den Steuereinnahmen könnte das Finanzministerium am 30. September dazu bringen, zu melden, dass der Prozentsatz unzureichend war und somit Einschnitte möglich sind. Das einzige, was sie tun müssen, ist zu informieren, wie hoch die Steuererhebung ist“, fügte Espínola hinzu.

Ab dem 1. Oktober werden die Lehrer auf unbestimmte Zeit streiken, wenn die Gehaltserhöhung um 16 % nicht erfolgt. Der Kongress genehmigte auch eine Erhöhung um 8 % ab Januar 2022, die das berufliche Grund- und Einstiegsgehalt der Pädagogen betreffen würde.

Wochenblatt / ADN Paraguayo / Beitragsbild Archiv

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20 Kommentare zu “Lehrer kündigen Generalstreik ab 1. Oktober an

  1. 16% mehr Lohn. Klingt bescheiden.
    Die haben vergessen auch die 12-Stundenwoche zu verlangen, wie die Ärzte.
    Paraguay befindet sich irgendwie im Dauerstreik. Irgendwer streikt immer.
    Der Mindestlohn ist in Paraguay übrigens schon deutlich höher als in Panama, wo das BIP pro Kopf dreimal so hoch ist und beträgt inzwischen 110% vom BIP/Kopf.
    Es ist also rechnerisch unmöglich jedem Paraguayer den Mindestlohn zu bezahlen.

    1. Die Lehrer haben offenbar selber in der Schule nichts begriffen. Jede allgemeine Gehaltserhöhung bringt eine noch höhere Preissteigerung und damit einen Kaufkraft Verlust.
      Verdoppelt die Einkommen, dann halbiert sich die Kaufkraft

  2. Pauschale Gehaltserhöhung um 16 % ohne die Leitung zu berücksichtigen ist natürlich schlecht und eine Einladung. Lehrer an öffentlichen Schulen arbeiten für dieses Gehalt entweder von 7 bis 11 oder von 13 bis 17 Uhr. Und das täglich, 27 Jahre lang bis zur Frühpensionierung, abzüglich 1 Jahr pro Kind. Den Rest des Tages könnens noch mit Privatstunden dazu verdienen. Ja, so schöne haben es nicht alle hierzulande. Schätze mal 60 bis 70% der Bevölkerung. Okay, zum Trost, in einem korrupten Staat in der südamerikanische Korruptionsstatistik gleich hinter Venezuela, da gibt es natürlich auch ein paar, die es noch schöner haben. Nicht vergessen, alle die schönen Sachen, die der Staat den Kindern zur Verfügung stehen wie Milch, Verpflegung, Büromaterial etc., stehen diesen Lehrern auch zur Verfügung. Und so streng habens des jetzt während dem Uhhh-Viru-Zeitalter auch wieder nicht, alle paar Tage ein paar Hausaufgaben-Bildchen und Videos-Verlinkungen zu versenden und diese zweimal pro Jahr zu korrigieren und zu benoten. Zeit für noch mehr Privatstunden während der viel Freizeit zu geben. Die meisten werden es aber nicht nutzen, das gibt ja nur Arbeit. Schön, dass man mit wenig Aufwand mehr verdienen wird. Dieser reiche Staat kann es sich leisten.

  3. Es sind immer die Gleichen, die hier ihre Tiraden loswerden. Einer mit Verstand, der Rest mit Hass, Unkenntnis und Bibel in der Hand, obwohl, der schläft wohl noch.
    Fakt ist jedoch das gesetzliche Vorhaben eingehalten werden müssen !
    16% terminlich zugesagt müssen eingehalten werden. Vielleicht erhöht dich irgendwann auch mal das Niveau.

          1. Menschen wie ich? Du meinst Menschen mit anderer Meinung? Das ist aber gnädig von dir, dass Du es mir erlaubst.

    1. Da können wir auch nichts dafür, dass du entweder zu feige, zu frustriert oder beides bist, um innerhalb einer Schaltjahresperiode gleich zwei kardinale Kommentare zu schreiben. Während die Bevölkerung hier aufgrund geschlossen aufgrund Uhhh-Viru ihren Job verloren hat, verlangt die Lehrer gar noch Lohnerhöhung. Was das mit Hass, Unkenntnis undoder Bibel zu tun hat, darum bitte ich dies mal genauer zu erläutern. Und ja, ich weiß dass der Kommentar mit Verstand derjenige von mir ist.

    2. Ich komm eben von den Weiden von ganz hinten zurück. Bin das zu Fuß abgeklappert mit Revolver an der Hüfte. Da traf ich meinen einen paraguayer beim zäunen an und der erzähltemir heute wäre “feriado”. What?, sag ich, Feriado ist heute? Da hätte ich nicht mal gemerkt sagte ich ihm. Dem anderen Paraguayer müffelte ich vorher schon einmal an warum er nur rumsässe ob er nicht arbeite. Jetzt weiss ich warum.
      Also, ich hatte nicht gemerkt dass heute Feiertag ist. Erzählen sie mir also nicht dass ich nur herumsässe.

      1. Ich merke das immer gleich. Wenn die Indianer nicht zur Arbeit sind um sich vom Wochenende zu erholen und am Montag noch immer um ihr Indianerfeuerchen zu Feuerwasser und -getrommele 120 dB hüpfen. Dann ist Feiertag. Das kommt bei einigen ca. 5x pro Woche vor. Die haben ihren persönlichen Feiertag 24/7.

  4. Das BIP/Kopf Paraguays betrug 2019 rund 5.233 USD und das Mindestgehalt betraegt in Paraguay heute 2021 rund 3.911 USD. Also die Gehaelter steigen verhaeltnismaessig immer mehr an aber die Produktion nicht.
    Das bedeutet eigentlich dass die bezahlten Arbeiter nicht die Produktion steigern. Die Effizienz faellt und damit auch die Konkurrenzfaehigkeit.
    Es ist klar ersichtlich dass der politische Oeffentliche Sektor die Gehaelter stetig in die Hoehe treibt ohne die Produktivitaet zu steigern. Mehr Gehalt fuer eine immer miesere Bildung.
    Das sollten eigentlich diese Indikatoren anzeigen.
    In den USA und Europa war es so:
    “Das Produktivitäts-Lohn-Gefälle
    in das tatsächliche Lohnwachstum für die meisten Arbeitnehmer. Das Ergebnis dieses Politikwechsels war die in der Grafik gezeigte starke Divergenz zwischen der Produktivität und dem Lohn der typischen Arbeitnehmer.

    Von 1979 bis 2020 stieg die Nettoproduktivität um 61,8 %, während die Stundenlöhne typischer Arbeitnehmer weitaus langsamer wuchsen – in vier Jahrzehnten nur um 17,5 % (inflationsbereinigt).

    Ein genauerer Blick auf die Trendlinien offenbart eine weitere wichtige Information. Nach 1979 stieg die Produktivität im Vergleich zu den vorangegangenen Jahrzehnten deutlich langsamer. Da sich das Lohnwachstum für typische Arbeitnehmer jedoch noch deutlicher verlangsamte, entstand eine große Kluft zwischen Produktivität und Lohn. Die wachsende Kluft inmitten eines sich verlangsamenden Produktivitätswachstums zeigt uns, dass dieselben politischen Maßnahmen, die das Lohnwachstum für die große Mehrheit der Arbeitnehmer in den letzten 40 Jahren gebremst haben, auch mit einer Verlangsamung des allgemeinen Wirtschaftswachstums verbunden waren. Kurz gesagt, das Wirtschaftswachstum wurde sowohl langsamer als auch radikal ungleicher.

    Wenn die Früchte des Wirtschaftswachstums nicht zu den Arbeitnehmern gelangen, wohin gehen sie dann?
    Die wachsende Kluft zwischen der Produktivität und den typischen Löhnen der Arbeitnehmer bedeutet, dass das Einkommen überall hingeht, nur nicht in die Gehaltsschecks der unteren 80 % der Arbeitnehmer. Wenn es nicht in den Gehaltsschecks der typischen Arbeitnehmer landet, wohin sind dann all die Einkommenszuwächse geflossen, die sich aus der steigenden Produktivität ergeben? Im Wesentlichen an zwei Stellen. Es floss in die Gehälter der hoch bezahlten Unternehmens- und Fachkräfte. Und es floss in höhere Gewinne (d. h. in die Renditen für Aktionäre und andere Vermögensbesitzer). Diese Konzentration der Lohneinkommen an der Spitze (wachsende Lohnungleichheit) und die Verlagerung des Einkommens von der Arbeit insgesamt hin zu den Kapitaleignern (der Verlust des Anteils der Arbeit am Einkommen) sind zwei der wichtigsten Triebkräfte für die wirtschaftliche Ungleichheit insgesamt seit Ende der 1970er Jahre.
    Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)”
    In Paraguay ist es genau umgekehrt. Die meisten Leute die was zu sagen haben arbeiten im Oeffentlichen Sektor als Beamte. Und da alle Sektoren gestaffelt sind nach dem Mindestgehalt so nutzt die Gehaltserhoehung allen Verwaltungsleuten und dem Dienstleistungssektor die ihre Preise weitergeben koennen an die Kunden. Die Verlierer sind die Produzenten die ihre Preise nicht schnell erhoehen koennen.
    So laeuft es in Frankreich auch aber in Deutschland nicht. Daher gibt es mehr Produkte Made in Germany. Made in France hat man kaum jemals gesehen in der heutigen Zeit. Ein Grossteil der Franzosen arbeitet fuer die Regierung – genau wie in Paraguay das hoechste er Gefuehle jedes Menschen ist.
    In Paraguay machen die politisierten Gewerkschaften diese Lohnerhoehungen die zuerst die Wettbewerbsfaehigkeit des Landes kaputt macht und dann wie in Argentinien und Venezuela die Staatsverschuldung in die Hoehe treiben wird.
    Die Inka hatten keine Waehrung sondern die Arbeitskraft war die Waehrung. Daher kannten sie auch keine Inflation denn ueber die Jahrhunderte hatte der Mensch immer dieselbe Arbeitskraft.
    Die Roemer behielten das Mindestgehalt von 1 Denar pro Tag ueber etwa 400 Jahre. Zu Jesu Zeit lag der Tagessatz bei 1 Denar und als das Roemische Reich 400 Jahre spaeter unterging war der Tageslohn noch immer 1 Denar.

    1. Zitat: “Die Roemer behielten das Mindestgehalt von 1 Denar pro Tag ueber etwa 400 Jahre. Zu Jesu Zeit lag der Tagessatz bei 1 Denar und als das Roemische Reich 400 Jahre spaeter unterging war der Tageslohn noch immer 1 Denar.”
      Naja, so kann man das nicht stehen lassen.
      1.) gibt es da einen gewaltigen Unterschied. Der Denar war eine Silbermünze, der Aureus eine Goldmünze. Der Wert der Münzen war also durch da Edelmetall gedeckt. Das ist bei den heutigen Währungen schon lange nicht mehr der Fall.
      2.) gab es auch im römischen Reich eine Inflation, weil die Münzen die man prägte immer weniger Gewicht hatten. Später wurde dann der Silberanteil im Denar reduziert, bis er ab etwa 300 gar kein Silber mehr enthielt, was die Beliebtheit im Volk schmälerte. Niemand wollte den Denar annehmen und so verschwand er nach und nach aus dem Umlauf.
      3.) gab es das von Dir beschriebene Mindestgehalt nicht. Die meisten, besonders die auf dem Land wohnten, verdienten bedeutend weniger.

    2. Die Produktion im Paragauy steigt sehr wohl jährlich an. Sind ja auch immer mehr Menschen die nicht arbeiten wollen, aber sich freiwillig melden.
      Mit gleich vielen Arbeitern kann die Produktion nicht gesteigert werden, da alle schon 10% Einsatz zeigen. Sie können ja wohl schlecht 11% Arbeitseinsatz leisten.

  5. Am besten gleich bis Ende November. Dann ist dieses Schuljahr fertig und sie können mit 16% mehr Lohn gleich in den verdienten 3 monatigen Urlaub starten. Sorry aber ich habe dafür kein Verständnis weder für die Regierung die ihre Versprechen nicht einhält noch für die Lehrer die jedes Jahr wegen Streiks ihre Schüler im Stich lässt. Jedes Jahr das gleiche Theater Streik für noch mehr Geld und das auf Kosten der Kinder. 1.5 Jahre bei vollem Gehalt + Weihnachtsgeld zuhause sitzen. Die Eltern mussten schauen wie sie in dieser Zeit alles organisiert bekamen. Nicht nur zeitlich auch finanziell da viel Handy Saldo für die Erledigung der Hausaufgaben benötigt wurde. Wo bleibt unsere finanzielle Entschädigung von den Lehrern dessen Arbeit WIR Eltern geleistet hatten?? Mein Verständnis hält sich in Grenzen. Es geht hier alles auf Kosten der Kinder denen wieder kostbare Zeit gestohlen wird um etwas (was schon wenig genug ist ) zu lernen. Die Regierung und dieses faule unfähige Lehrerpack sollte sich schämen.

  6. Die hiesig Regierung, insbesondere das Mysterium für Bildung und Kultur (Educacci’on y Cultura) sagt ja selber, dass hier im Paragauy ein Bildungsnotstand ist. Autsch. Seit Jahren. Autsch. Sagen seit Jahren, dass alles besser wird. Ändern tut sich gar nix. Haben ja selbst hiesig 7 bis 11 Uhr Grundschul vielleicht abgeschlossen. Nun seit es WhatsUpp gibt – das ist so eine Plattform die speziell für E-Learning entwickelt wurde – sind fast alle Probleme der Lehrer gelöst (bis auf dass sie für die offiziell 20 Stundenwoche gerne mehr verdienen würden), da sie nun nur noch 5 Stunden arbeiten müssen – dafür arbeiten die Eltern etwas mehr – habens sie genug Zeit für Privatstunden. Ich kann mir vorstellen, dass die Kinder von Petra Lauer den Rank noch kriegen, aber wenn ich mir vorstelle was die Eltern aus unserer Nachbarschaft so alles drauf haben, dann Gute Nacht.

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