Lehrerstreik endet trotz Missbilligung des Abgeordnetenhauses

Asunción: Bei der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses kam es zur Ablehnung der Ausweitung der Haushalts für den Bildungssektor, der zuvor vom Senat gebilligt wurde. Trotz der Ankündigung den Streik einen weiteren Monat auszudehnen erklärte die Lehrergewerkschaft FEP in die Klassenzimmer zurückzukehren. Damit endet ein einmonatiger Streik ohne Resultat, bei dem rund 800.000 Schüler ihre wichtigen Unterrichtseinheiten verloren haben.

Während die Gewerkschaften FEP und OTEP-SN die Missbilligung auf schärfste verurteilen, gab es in den Reihen der Volksvertreter auch ein gewisses Mitgefühl jedoch mit der Erklärung, dass es dafür keine Mittel gibt.

Die aus der Colorado Partei ausgestoßene Abgeordnete Perla de Vasquez, erklärte zudem, dass die Lehrer zu Zeiten des Wahlkampfes wichtig für die Parteien sind im Gegensatz zur restlichen Regierungszeit.

Sollte der Gesetzesvorschlag in einer zweiten Runde im Senat eine erneute Zustimmung erhalten bedarf es im Abgeordnetenhaus eine zwei Drittel Mehrheit, um die Forderung ins Archiv zu schicken.

Derweil steht in Koordination mit dem Bildungsministerium eine Planung an, wie die verlorenen Stunden wieder aufgeholt werden können. Außerdem werden die Lehrer Lobby dafür machen ihre Gehälter nicht gekürzt zu bekommen, obwohl ein Gericht den Streik schon vor Wochen als illegal deklarierte.

(Wochenblatt / Abc)

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5 Kommentare zu “Lehrerstreik endet trotz Missbilligung des Abgeordnetenhauses

  1. Es ist bezeichnend für dieses Land, dass keiner der Regierenden Rückgrat zeigt. Beschämend wie die sog. Lehrer agieren und die Regierung dazu keine eindeutige Stellung nimmt. Aber wo soll denn eine Einsicht kommen, wenn es in Europa auch nicht besser ist. Dennoch bin ich der Meinung, dass hier mit eiserner Faust durchgeriffen gehört. Die Forderungen der Lehrer sind aus meiner Sicht eine Unverschämtheit die im krassen Gegensatz zu ihren Leistungen steht. Sorry…ein stinkfaules Pack, mit einem Bildungsstand, der unter aller Würde ist.

    1. nach meinem wissensstsnd werden die lehrer in py sehr miserabel bezahlt.aber das sie europa in dieser beziehung mit py in verbindung bringen ist für mich total unlogisch . gruß amazon

      1. gestatten sie mir ein paar worte zu diesem lehrerstreik.
        zuerst zu der hauptforderung der lehrerschaft.
        ihr “letzter”kompromissvoeschlag.
        90% bei 25 jahren dienstzeit
        93% bei 28 jahren dienstzeit
        noch dazu wollen sie pro kind “1 jahr rabatt”, jetzt auch
        fuer maennliche lehrer (hoechstzahl 3 )
        in einem land wo vielleicht 1/3 der beschaeftigten einen
        pensions-oder rentenanspruch haben (auf dem land vielleicht 10%,praktisch nur ehemalige staatsangestellte)
        kann man doch nicht von benachteiligung sprechen, wenn man schon heute zwischen 83 und 87% hat.
        ich wuerde gerne bei aelteren lehrerinnen,die bei den
        protesten immer gar so schreien,deren berufslaufbahn
        kennenlernen.wissen sie, dass bis anfangs der neunziger
        jahren viele dieser lehrerinnen ohne studium eingestellt wurden. ihr befaehigungsnachweis besteht
        aus einem “bachillerato” auf einem collegio in einer
        landgemeinde. meist wurden sie auf “empfehlung” des
        oertlichen “coloradofuehrers” eingestellt, oft aus
        dessen verwandtschaft. als in den neunziger jahren die
        grundschulzeit von 6 auf 9 jahre erhoeht wurde, gab es
        einen lehrermangel der aber bald behoben wurde.ueberall
        wurden institute “formacion docente” eroeffnet, mit
        einem studium im eiltempo, ich glaube 2 jahre.
        nun zur bezahlung. pro “turno”-4 stunden-behommen sie
        den “salario minimo”, also 1 658 000 G. also verdient
        man beim “doble turno” brutto 3 316 ooo G. von dem werden ich glaube 16% abgezogen,fuer paraguayische
        verhaeltnisse ein spitzenlohn, besonders fuer frauen.
        (vielleicht nicht im grossraum asuncion, aber ganz bestimmt in kleinstaedten und doerfer). noch dazu fast
        3 monate ferien,1xim monat “gewerkschaftstag”, von den
        regentagen gar nicht zu reden.
        wissen sie, dass es orte mit “landflucht”gibt, wo es fuer eine gesamtzahl von etwa 20 schuelern 4-5 lehrer
        gibt?da waere eine rationalisierung dringend erforderlich. doch die lehrerschaft denkt anders.
        hauptsache “rubro permanente” und das monatliche gehalt.weitere ueberlegungen nicht erforderlich.

  2. Lehrerstreik trotz Missbilligung
    Sanlsidro
    was soll der Vergleich mit Europa. Es ist schon verblüffend, dass bei jeder passend und auch unpassenden Gelegenheit ein Vergleich mit Europa gezogen wird. Wenn Sie schon vergleichen, dann müssen Sie auch nennen was in Europa falsch ist und zwar auf das im Artikel besprochene Thema. Aus sehr vielen Gründen, die die Kommentatoren, die lange in Py leben besser nennen können, kann man Paraguay, vielleicht sogar Südamerika, nicht mit Europa vergleichen. Sicher sind Missstände in Europa nicht von der Hand zuweisen, doch wenn man vergleicht, soll man bitte aber auch endlich Ross und Reiter nennen, soll heissen, man muss auch entsprechende nachprüfbare Fakten nennen. Sich permanent in Allgemeinplätzen zu ergehen sind hierbei sicher nicht hilfreich.
    mfg der Schwabe

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