Massiver Widerstand gegen Mauterhebung im Chaco

Loma Plata: Die Kooperative und Assoziation Chortizer will weiterhin Mautgebühren für bestimmte Straßen im Chaco erheben. Es gibt massiven Widerstand der Nutzer.

Alex Thiessen, Leiter der Straßenassoziation für den Chaco, erklärte, die Mauterhebung werde weiter fortgesetzt bis es für die privaten Straßen staatliche Zuschüsse gebe, denn sie sind für die ganze Öffentlichkeit nutzbar.

An drei Punkten, Cruce Calé, Punta Riel und Las Palmas wird eine Mautgebühr erhoben. Laut Thiessen hätte man nach einem Monat des Betriebs festgestellt, dass 47% der Nutzer keine Mitglieder der Kooperative seien.

Zwei Mautstellen südlich von Loma Plata sollen noch in Betrieb genommen werden. Zwischen dem 20. und 22. November wurde eine der geplanten Stationen durch Vandalen zerstört. Die Kooperative erstattete Anzeige bei der Polizei. Die hohen Gebühren führen zu scharfen Protesten der Nutzer, 25.000 Guaranies sind für ein PKW zu bezahlen, 100.000 Gs. für einen LKW.

Franklin Classen von dem Magazin Chaco-Press warnt davor, dass die Maut nur Hass gegen die Genossenschaft und die Mennoniten generieren würde. Chortizer sei keine schlechte Genossenschaft, der gute Ruf müsse Bestand haben, so Classen weiter. Der Bischof von Mariscal Estigarribia, Lucio Alfert, wundert sich auch, warum die Regierung in anderen Teilen des Landes Maut erhebt aber nicht im Chaco.

Die mennonitischen Genossenschaften Chortizer, Fernheim und Neuland unterhalten im Chaco 5.200 Kilometer Straßen für den öffentlichen Gebrauch aus eigenen Mitteln. Mehrere Versuche mit dem Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) eine Einigung zu erzielen, scheiterten. Chortizer entschied sich nun die Maut auf einer Länge von 2.700 Kilometer einzuführen.

Quelle: ABC Color

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11 Kommentare zu “Massiver Widerstand gegen Mauterhebung im Chaco

    1. 1. Na guck doch mal, wie schief die Straßen gebaut werden. Da kommen auf einer Entfernung von 100 Km mal schnell 500 Km Straße zusammen.
      2. Auch wenn die Strassen zusammen nur 1000 Km lang sein sollten, so wurde beim Bau mindestens 5200 Km abgerechnet…. Von irgendwas müssen die Baubuden doch auch leben 😉

      1. habe das 3. vergessen…
        3. wenn es 520 statt 5200 Km sein sollten, ist das auch völlig egal. Der Unterschied ist eine „0“ – und 0 ist doch nichts, also zu vernachlässigen.

      2. Also lieber Hans Wurst! Kommen Sie in den Chaco und schauen Sie sich die Wege an. Fahren Sie sie ab. Messen Sie die Km. Bleiben Sie auch gerne mal auf einem der nicht unterhaltenen Wege in der Nachbarschaft der Kolonien drei Wochen in einer Pfütze liegen mit Milliarden von Moskitos als Begleiter, dann werden Sie gerne Maut bezahlen. Und vielleicht schreiben Sie danach auch etwas qualifiziertere Kommentare!

  1. Eigentlich eine berechtigte Forderung der Mennoniten im Chaco. Welche Gründe sollte es auch geben, daß die Mennoniten aus eigener Tasche, ohne jegliche Unterstützung dieses Staates, ein vorbildliches Verkehrsnetz aubauen, von dem letztendlich alle einen Nutzen haben, die sich im Chaco bewegen? Außerdem macht es der Staat schon lange vor, wie man Fernstraßen und deren Erhalt finanziert. Doch im Gegensatz zu den alt bekannten Mauterhebungsquellen der Rutas, dürften die Einnahmen angedachter mennonitischenr Mautstellen eher kaum in den falschen Taschen landen – auch oder gerade wegen der Vorkommnisse in der Kolonie Bergthal.

  2. Stimmt auch so ,sie haben viele Asphaltstrassen zu pflegen aber noch viel mehr Erdstrassen.Regelmässig ,eigentlich immer sieht man wo irgendwo die Erdstrasse ausgebessert wird!Trotzdem25.000 guarnies???Que puto das ist teuer!

  3. Chortitzer hat Recht, Maut zu erheben! Warum sollen die Kooperativsmitglieder allein den Unterhalt der Wege zahlen? Ich bin selbst kein Koopertivsmitglied, profitiere aber von den ausgezeichneten Wegearbeiten von Chortitzer. Obwohl die Kooperative durch meine Anbwesenheit im Chaco bestimmt keine Verluste erleidet, sondern sicher Gewinne erwirtschaftet durch die Umsätze, die ich tätige, und durch meinen Viehverkauf an FrigoChorti, ist es vollkommen angemessen, dass ich mich an der Dienstleistung des Wegeunterhalts mit rund 4 Millionen Gs pro Jahr beteilige.
    Ich würde sogar vorschlagen, für die Transchaco ein ähnliches System der Privatisierung des Strassenunterhalts einzuführen, um endlich von der Untätigkeit (und vielleicht sogar Unfähigkeit) der Regierung unabhängig zu sein und nicht weiterhin bei jeder Fahrt nach Asunción geschädigt zu werden.

  4. Bei allem Verständnis für die Maut: Für eine Vereinfachung der Mautentrichtung und Beschleunigung der Abfertigung wäre ich dankbar. Es ist lästig, selbst bei vorbezahlten Gutscheinheften noch den Ausdruck einer Factura mit RUC an der Mautstelle abwarten zu müssen! (Und was ist bei Stromausfall?) Dann hat man tausend kleine Zettel herumliegen und muss aufpassen sie nicht zu verlieren und für die Buchhaltung wieder zusammenbündeln. Warum kann man beim Kauf der Gutscheine nicht gleich eine Factura über den Gesamtbetrag erhalten? Und an der Mautstelle gibt man nur innerhalb von einer Sekunde den Gutscheinzettel ab und fährt weiter. Bitte über Vereinfachung nachdenken!!!!

  5. Hier kann man Meckern wie man möchte die Km kommen schon zusammen.
    Man sollte nicht nur die Hauptstraßen sehen.Anbindungen,Wege usw.Kleinvieh macht auch Mist.
    Straßen kosten Geld wenn sie gebaut werden und durch die Unterhaltung.Der Staat zahlt nicht Ok.
    Das Geld muss ja auch da sein.Die Maut ist berechtigt! An der Straßenpflege/Unterhaltung sieht man wo die Mautt bleibt.
    Wenn die Maut zu hoch, der muss zu Hause bleiben.

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