Mathematikunterricht in Ñacunday

Ñacunday: Wie sieht wohl der Lehrplan in einer Zeltschule der Landbesetzer aus? Gefragt haben sich das bestimmt viele, wie aber auch in anderen Fällen gilt: „Gehen sie vom schlimmsten aus und sie sind ganz nah dran“.

Realitätsbezogene Rechenaufgaben versuchen die Mathematiklehrer den rund 1.000 Schülern näherzubringen. Damit spielt der „Sojakönig“ Tranquilo Favero eine zentrale Rolle.

An der Tafel steht: Favero hat 162.000 ha Land an die Carperos zu verteilen. Wie viele Hektar Land bekommt jede der 1.500 Familien. Dies ist allerdings nur ein mathematisches Problem den Kindern aufgegeben wurde.

Um die Forderung nach Land zu untermauern bauen die Lehrer ein fast fremdenfeindliches Fundament auf mit Aussagen wie „Wiederrechtliche Aneignung von paraguayischen Ländereien durch Ausländer“ und „Das Recht als Paraguayer Land zu bekommen“.

Während die Regierung die Zeltschulen verteidigen und auf das Recht für Bildung pochen, wird innerhalb der Bildungsoasen nur von ansässigen Lehrern bzw. Carperos unterreichtet.

Antwort: Wenn es nach den Lehrkräften der Zeltschulen geht würde jede der 1.500 Carpero Familien 108 ha Land bekommen.

(Wochenblatt / Abc / Fotos: Abc)

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