Nächste Etappe der Carperos

Ñacunday: Nachdem die rund 10.000 Landbesetzer vor wenigen Tagen nahe des Nationalparks Ñacunday untergebracht wurden, sollen sie nächste Woche auf ein 1.000 ha großes Grundstück der Nationalen Aufbaubank (BNF) umgesiedelt werden. Dieses Verhalten kommt wie angekündigt, da es sich nur um eine provisorische Lösung handelte.

Etwa 15 km vom Nationalpark entfernt liegt das Grundstück was als letzte Zufluchtsstätte der Landbesetzer angesehen werden kann.

Am heutigen Tage führte die Nationalpolizei eine Suchaktion durch, die zum Ziel haben sollte, den angeklagten und mit Haftbefehl wegen sexuellen Missbrauch eines 13-jährigen Mädchens gesuchten Anführer, Victoriano López zu finden, allerdings ohne nennbaren Erfolg. Außer rund 100 Macheten und Handfeuerwaffen wurden nur Personen festgenommen, die entweder keine Ausweisdokumente dabeihatten oder die Polizei daran hinderten, ihr Zelt zu durchsuchen.

Von Regierungsseiten wurde die Absicht des Nachbarlandes, einen militärischen Schlag zu analysieren, als Kriegserklärung definiert. Des Weiteren wurde von Seiten des Abgeordneten José López Chávez vorgeschlagen Alto Paraná zu militarisieren. Kollegen von ihm glaubten jedoch nicht an den Wahrheitsgehalt der Veröffentlichung, die trotz alledem Thema einer Sitzung sein wird. Die letzten militärischen Tätigkeiten in der Zone fanden jedoch statt als Soldaten in Ñacunday die Landflächen vermessen haben, die später von Carperos besetzt wurden.

Währenddessen wurden Berichte veröffentlicht, wonach López sich entweder im Wald rund um das Landbesetzerlager oder in Argentinien aufhalten könnte. Die designierte Staatsanwältin, María del Carmen Meza, meinte heute, dass López trotz seines Haftbefehls sich am sichersten in Paraguay fühlen wird, da seine Anhänger ihn unterstützen.

(Wochenblatt)

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4 Kommentare zu “Nächste Etappe der Carperos

  1. Kann sein, dass aus Veröffentlichungen von Dokumenten auf Wikileaks hervorgeht, dass Brasilien eine Militärische Intervention in Brasilien als Scenario einbezieht. Dieses Scenario wird aber wohl nie Realität, muss jedoch aus Vollständigkeitsgründen in einem Sicherheitskonzept aufgeführt werden.

    1. Sorry, wollte schreiben: […], dass Brasilien eine Militärische Intervention in PARAGUAY als Scenario einbezieht.

  2. Mir ist es sch…..egal ob Brasilianer, Chinesen, Russen, Iraner oder wer auch immer den Spuck der Carperos ein Ende bereitet. Es kann doch nicht möglich sein, dass eine Gruppe, geführt von skurpellosen Politikern, ein Land und seine Bewohner terrorisiert.

  3. @ Beobachter Du hast recht. Nur noch Fremdenhass wird geschuert in diesem Land mit unserer Regierung.
    Siehe auch Beitrag Mathematikunterricht in Ñagunday, Sowas muesste doch per sofort verboten werden und die Lehrkraefte bestraft werden.