Mehr Geld für Werbung als für die Reparatur von Ampeln

Asunción: Die Hauptstadt von Paraguay ist durch ein mangelhaftes System von Ampeln gekennzeichnet, das sogar zum Tod von Bürgern führte. Für Werbung wird jedoch mehr ausgegeben als für die Reparatur von Lichtzeichenanlagen oder anderen wichtigen Sektoren.

Gemäß dem diesjährigen Haushalt hat der Stadtrat mit Zustimmung des Vorstands 9 Milliarden Guaranies für Kommunikation und Werbung bereitgestellt. Dieser Betrag ist exorbitant, da man ihn mit den Ausgaben für den Umbau des Busbahnhofs von Asunción vergleichen kann, die einen ähnlichen Betrag erreichen werden. Für die Reparatur des Ampelsystems waren jedoch nur 3,8 Milliarden Gs. im Etat der Kommune vorgesehen, nicht einmal die Hälfte dessen, was für Werbung ausgegeben werden soll.

Währenddessen kommt es immer wieder zu Unfällen aufgrund der Ineffizienz der Stadtverwaltung. Vor einigen Tagen ist Porfirio Bogarín, 59 Jahre alt, gestorben, weil es zu einem Unfall an der Kreuzung von Humaitá und Montevideo kam, nachdem die Ampel auf beiden Seiten grünes Licht zeigte.

Ebenso starb am 16. April 2019 an der Kreuzung Tte. Fariña und Estados Unidos ein Motorradfahrer durch den Ausfall der dortigen Ampel. Am 9. September, ebenfalls im vergangenen Jahr, verunglückten an der Kreuzung Estados Unidos und Cerro Corá zwei Menschen auf ihren Motorrädern. Sie erlitten schwere Verletzungen, weil an den Ampeln nur das grüne Licht funktionierte, aber gelb und rot ausgefallen waren.

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Mehr Geld für Werbung als für die Reparatur von Ampeln

  1. Ueberzogene Eiweissmasse mit Migrationshintergrund

    Das ist nicht einmal einfach so ein rotes oder oranges Glühbirnchen auszuwechseln. Dafür müssen Techniker aus dem Ausland eingeflogen werden. Daher erstaunt es nicht, dass es seine Zeit dauert, bis die intelligenten Ampeln wieder flott gemacht werden. In der Zwischenzeit kann es halt ein paar Tote geben. Schuld ist wohl niemand. Nach hiesiger Logik hat einem ja niemand gezwungen da durch zu fahren. Das ist vergleichbar mit den Schlaglöchern, die ganze Töfflis verschlucken können. Ist man halt selbst schuld da hineinzufahren und nicht auszuweichen und von einem LKW überfahren zu werden. Soviel zur Logik und Verantwortung im Sambi Südamerikas. Naja, mit national üblicher täglich 7 bis 11 Uhr Schul vielleicht abgeschlossen sinds ja entschuldigt. Die Hinterbliebenen der Opfer mögen da vielleicht ein wenig anders sehen.

    1. Wer braucht hier Verkehrsregeln oder Ampeln, hält sich außer den Einwanderer eh keiner dran. Warum Geld „verschwenden“ für nichts um Ampeln zu reparieren, wo von die so oder so keine Ahnung haben und schon gar keine Lust. Die haben jeden Monat Ihr Geld in Tüten, also warum noch arbeiten?

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