Mindestlohn steigt, auch für Hausangestellte

Asunción: Die Arbeitsdirektorin und Präsidentin des Nationalen Mindestlohnrates (Conasam), Karina Gómez, wies darauf hin, dass bei dem Anstieg des Mindestlohns mehrere Gesichtspunkte zu berücksichtigen seien, insbesondere die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Sie erklärte, dass die Neuanpassung für alle Sektoren gilt, auch für Hausangestellte.

„Wir kommen aus einem Ausnahmezustand und der Bedarf ist dringend für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die bis jetzt mit einigen Einschränkungen fortfahren. Die Neuregelung gilt für alle, auch für die Hausarbeit“, erklärte Gómez.

Sie argumentierte, dass zur Anhebung des Mindestlohns die möglichen Auswirkungen analysiert werden müssten, insbesondere in Fragen der Kaufkraft, da der Staat die Pflicht habe, Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu schützen. Es gibt auch viele Vertragsmodalitäten, wie Teilzeitbeschäftigung, Tagelöhner, Auszubildende und alle sollen von der Neuanpassung profitieren.

Ebenso wies Gómez darauf hin, dass es sich technisch gesehen um eine Anpassung und nicht um eine Erhöhung handelt, da nach dem Inflationsprozentsatz entschieden wird und die Mindestlohnsysteme von einem “existenzsichernden Lohn“ sprechen, um bestimmte Grundbedürfnisse zu befriedigen.

„Aus der Sicht eines Unternehmers verursacht das Humankapital Arbeitskosten, weil es nicht nur die Löhne zahlt, sondern auch den Arbeitgeberbeitrag zur Sozialversicherung. Aus der Sicht des Arbeitnehmers ist das Gehalt ein Recht und diese beiden Sichtweisen zusammenzubringen ist sehr schwierig, deshalb ist die Rede von einer Anpassung“, fügte Gómez hinzu.

Die Exekutive nahm den Vorschlag der Nationalen Mindestlohnkommission (Conasam) an und verfügte die Neuanpassung von 4,4% des aktuellen Mindestlohns, der ab nächsten Monat um 96.485 Guaranies erhöht wird. Der Tagessatz wird 88.051 Guaranies betragen. Von der Arbeitsdirektion berichteten die Verantwortlichen, dass rund 250.000 Menschen direkt von der Gehaltsanpassung betroffen sein werden.

Wochenblatt / Twitter / La Nación / Beitragsbild Archiv

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1 Kommentar zu “Mindestlohn steigt, auch für Hausangestellte

  1. Also, der Unternehmer hat dank der desaströsen und kriminellen Koronapolitik von korrupten Politikern Umsatzeinbußen hinzunehmen und soll nun mehr Gehalt zahlen.
    Muss man eben zusehen, dass man mehr Geschäfte schwarz durchführt, damit der korrupte Staat mit seinen kriminellen Politikern nicht noch davon profitiert.
    In solchen Situationen halte ich schwarze Geschäfte für durchaus gerechtfetigt. Nicht legal im Sinne der von kriminellen Politikern gemachten Gesetze, aber gerecht und sinnhaftig.

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