Mit Spannung erwartete Ergebnisse

Asunción: Die paraguayische Regierung erhofft sich aus Frankreich Unterstützung. So soll weiter die Vergangenheit aus der paraguayischen Geschichte erforscht werden. Mit Spannung erwarten die Archäologen fundierte und neue Ergebnisse.

Die offizielle Anfrage aus dem Nationalen Sekretariat für Kultur (SNC) erfolgte letzte Woche. Archäologen aus Frankreich sollen mithelfen, historische Stätten in Paraguay, vor allem während dem Krieg von 1864 bis 1870, genauer zu erforschen.

Fernando Griffith, Minister vom SNC, war für das Ansuchen zuständig und bat den französischen Botschafter in Paraguay, Jean Christophe Potton, um Unterstützung. Griffith erklärte, bis jetzt seien nur etwa 2% des kulturellen Erbes von Paraguay genauer erforscht. Das sei besorgniserregend, nachdem mehr als 150 Jahre seit dem Beginn des Krieges vergangen wären.

Das Ansuchen an Frankreich hat seine Gründe. Die meisten verwendeten Waffen im paraguayischen Krieg waren von französischer Herkunft. Des Weiteren gibt es in Paraguay keine einzige Universität, in der das Fach Archäologie studiert werden kann.

Griffith und der Botschafter aus Frankreich waren sich einig, dass der diplomatische Weg eine Zusammenarbeit fördern könnte. Nun wird es in Kürze zu einem Treffen zwischen dem paraguayischen Kulturminister und dem Verteidigungsministerium aus Frankreich kommen. Dann soll eine Delegation von Archäologen nach Paraguay reisen.

Im Land wird eine archäologische Ausgrabung in Acosta Ñu vorgenommen. Dabei sollen die Experten aus Frankreich unterstützen. Man glaubt, dass etwa 3.000 Kinder und Jugendliche aus Paraguay hier starben, als sie gegen die brasilianische Armee kämpften.

Quelle: Ultima Hora

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6 Kommentare zu “Mit Spannung erwartete Ergebnisse

  1. Kürzlich schrieb ich an dieser Stelle, daß die Paraguayer kein geschichtliches Interesse und Verständnis hätten und keine Ahnung über ihre Abstammung hätten. Dieser Bericht bestätigt genau das. „… nur 2 % des kulturellen Erbes von Paraguay wurden bisher erforscht“ und „… in Paraguay gibt es keine einzige Universität in der das Fach Archäologie studiert werden kann“ Einem Volk ohne eigene Identität fehlt aber ein starkes Fundament und ein klares Ziel! Paraguay ist am Anfang der Suche nach seiner Herkunft und Identität – Deutschland hat das alles seit Jahrhunderten, aber unter rot-grün-Merkel ist man dabei dies alles vergessen zu machen und sich seiner nationalen Identität zu schämen. Eine Schande ist das!

  2. Genau Manni,die deutsche Kultur ist dem Untergang geweit,die Paraguayer bauen ihre noch auf.Die meisten Völker Südamerikas leben im hier und jetzt und sind deshalb trotz Armut glücklicher als mancher Deutsche im Reichtum.Die habens nicht nötig in der Vergangenheit oder Zukunft zu kramen.Da die Paraguayer eh geschichtlich nicht mit Tempeln wie von den Azteken oder Inkas,Mayas mithalten können und damit kein gutes Geld punkto Turismus machen ,ist es ihnen wohl mehr oder weniger egal.Hinzu kommt noch siehe folgenden Artikel auf WB 300.000Leute trinken kontanimiertes Wasser wenn interessiert es da was war?
    Ausserdem hat Paraguay mer Geschichte als manch einer denkt man muss sich nur dafür interessieren.

    1. Stimmt genau, mann muss sich nur dafür interessieren. Es hat mal ein Buch in Deutsch gegeben: „Tapferes Paraguay“ da steht schon viel über die Geschichte von Paraguay drin.

  3. Geschichte ist interessant, denn sie zeigt auf, woher wir kommen und warum heute vieles so ist, wie es ist.
    Doch unter Geschichte verstehe ich den Anfang der ersten Hochkulturen bis heute, wie sie an Europäischen Schulen gelehrt wird und nicht nur ein nationales Geschichtsverständnis, wie sie an hiesigen öffentlichen Schulen gelehrt wird. Sie haben zwar Geschichte (ciencias naturales e historia), doch von ersten Hochkulturen wie Sumerer, Babylonier, Griechen, Römer keine Spur. Geschichte fängt hier mit Columbus an.
    Dafür bezahlen wir aber alle wenig Steuern um evtl. auch hier Überreste alter Kulturen zu finden und zu erforschen. In vielen Ländern konnte dies auch nur durch Hilfe renommierter Forschungseinrichtungen erreicht werden.
    Ich finde die Idee der paraguayschen Regierung deshalb nicht einmal so schlecht.
    Die Idee zeigt deutlich hiesige Mentalität: die Europäer arbeiten und bezahlen, im Gegenzug lernen die Paraguayer und nehmen die Plata gerne an.

  4. Paraguay ist ein kleines Land in der Neuen Welt. Die Indianer wurden von Europäern kolonisiert und erobert, darunter auch Spanier, Italiener, Franzosen, Schweizer, Deutsche, Polen, Russen, Ukrainer und andere. Der durchschnittliche Paraguayer, wahrscheinlich ein Mestizo kann nicht viel über ihre Geschichte wissen. Doch die Mittelklasse und die Oberschicht wissen sehr gut, woher sie alle kommen. Zum Beispiel war der berühmte paraguayische Schriftsteller, der den Mariscal Lopez verteidigte, Juan O’Leary ein irischer Einwanderer; Moises Bertoni war Schweizer, Stroessner war der Sohn eines bayerischen Einwanderers, ein Armee-General, Visokolan war ein russischer Nachkomme usw.

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