Moskaureise soll Vorteile bringen

Moskau: Nachdem die Senatoren Fernando Lugo und Mario Abdo Benítez erst vor sechs Monaten der Russischen Föderation einen Besuch abstatteten, ist es nun der paraguayische Aussenminister, der sich da mit seinem Amtskollegen traf.

Sergei Lawrow, russischer Aussenminister, traf sich mit Eladio Loizaga, mit der Absicht bilaterale Beziehungen auszuweiten und zu vertiefen. Lawrow bezeichnete die Beziehungen zu Paraguay “von stabilem Charakter in Hinblick auf die Zukunft”.

Speziell auf wirtschaftlicher und politischer Ebene wurde hinter verschlossenen Türen debattiert. Ein weiteres Thema war unter anderem der Kampf gegen Extremismus und Terrorismus. Ebenso wurde ein Memorandum zur nuklearen Zusammenarbeit unterzeichnet, was im Bereich der Medizin Einsatz finden soll.

Auch auf Ebene von Erdöl und Gas kann es zwischen der russischen Gazprom und der staatlichen Raffinerie Petropar zu einer baldigen Kooperation kommen.

Eladio Loizaga drückte auch die Dankbarkeit des paraguayischen Volkes aus, als russische Migranten zu Beginn des 20. Jahrhunderts paraguayischen Boden betraten.

Im April 2016 waren der damalige Senatspräsident Mario Abdo Benítez sowie Ex Präsident und Senator Fernando Lugo auf einer mehrtägigen Russlandreise, die auf Basis der Rindfleischexporte und dem Besuch des Kirils, Oberhaupt der orthodoxischen Kirche, stattfand.

Inwiefern politische eine Kooperation zustande kommen soll ist noch ungeklärt. Russland ist sich jedoch der Amerika-freundlichen Politik Paraguays sehr wohl bewusst.

Wochenblatt / MRE / Hoy

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20 Kommentare zu “Moskaureise soll Vorteile bringen

  1. Bravo Paraguay… freut mich das auch in der Regierung ein Umdenken statt gefunden hat. Das zeugt von gesunden Menschen Verstand.

  2. Nun gut, alle Putinisten wirds freuen, wenn Putin in PY mehr Einfluß nehmen kann. Endlich fühlen sich diese Zeitgenossen sozusagen „wie daheim“ und außerdem wird die Demokratie in Paraguay so richtig umgesetzt, eben wie in Rußland. Cartes kann von Putin, dem lupenreinen Demokraten sicherlich noch viel lernen – und Putin von Cartes. Ein Hoch auf die paraguayische-russische Völkerverständigung nach dem Motto „von Rußland lernen heißt siegen lernen“!

    1. So ist es, von Russland lernen heißt siegen lernen. Die USA haben niemandem in Lateinamerika etwas gebracht. Nachzulesen in: die zehn tödlichsten CIA-Interventionen in Lateinamerika. Tausende wurden in vielen Ländern ermordet, gefoltert, vergewaltigt, nur weil es Regierungen gab, die dem „Kleinen Mann“ auch etwas zugute kommen lassen wollten. Wie erst vor einigen Tagen in der internationalen Presse zu lesen war, haben 70 % der US-Bürger nicht einmal eintausend US Dollar auf der hohen Kante. Zum Ausgleich werden die Reichsten ein Prozent ständig reicher. Kaufkraftbereinigt liegt das Einkommen eines durchschnittlichen US-Arbeitnehmers unter dem Niveau von 1975. Wer hat folglich das Wirtschaftswachstum aufgefuttert? Dies zum Manchester-Kapitalismus, wie er in den USA, wie er leider auch in Deutschland weiterhin praktiziert wird.

      1. Alles nachzulesen in den entsprechenden antifaschistischen, linken, roten Lektüren und zahlreichem Propagandamaterial aus der FSB-Giftküche. Diese einseitigen Geschichten haben schon einen soooooo langen Bart und unterschlagen dabei, daß die Gewalt in Südamerika meistens ihren Ursprung in sogenannten „revolutionären Bewegungen“ hatte, selbstverständlich immer nur zum „Wohle des Volkes“. Angestachelt, organisiert und finanziert durch Moskau. Daß dabei hundertausende Menschen umgebracht wurden, siehe Kuba, Venezuela und Kolumbien steht auf einem anderen Blatt. Aus deren Sicht sind immer die ROTEN die GUTEN und die anderen die BÖSEN: Es wäre gut, endlich mit diesem kommunistischen Mist aufzuhören und den gesunden Menschenverstand walten zu lassen. Die DDR ist untergegangen, die UDSSR auch und das ist gut so. Bitte verschont uns alle mit idiologischem Schwachsinn. Alles was mit Ideologie zu tun hat führt nur ins Unglück!

        1. Hallo Manni, ich bin doppelt promovierter Wirtschaftswissenschaftler und weiß, wovon ich rede. Einige Jahre habe ich berufsbedingt selbst in sozialistischen System gelebt, in denen man im Supermarkt vielleicht eine Bürste, eine Dose Schuhcreme und ggf. noch eine Dose Corned Beef fand. Wo bitte wurden in Südamerika aufgrund von Aufstachelung durch Moskau Menschen umgebracht? Woher hast du deine Infos? Durch gute Kontakte zu Universitäten, Forschungseinrichtungen usw. vor allem in den USA, Kanada, der Schweiz und Großbritannien bin ich auf dem Laufenden. Du darfst Deine eigene Meinung angehen, aber was Wirtschaft und Politik angeht, kannst Du mir das Wasser nicht reichen, nicht einmal im Traum!

        2. Stimme dir 100%ig zu. Aber gegen all die Verschwörungstheoretiker die nach Paraguay auwandern, kommst Du nicht an. Während 50 Jahren in Deutschland hab ich keinen einzigen dieses Schlages kennengelernt. Hier begegnen sie dir auf jedem Fest. Kannst dir ja mal Gedanken machen, warum das so ist………………Sie leben halt lieber unter einer Weltmacht “ Russland “ oder “ China „. Für sie kanns ja in einam anderen System nur besser werden. In dem alten sind sie kläglich gescheitert.

          1. morbus ignorantia

            Richtig, nicht einmal in Timbuktu habe ich unter den Ausländern so viele Dummschwätzer und Ignoranten getroffen wie hierzulande. Das liegt an dem allgemein sehr niedrigen Bildungsniveau unter den Einwanderern. Deshalb ist es für andere, die ein wenig mehr im Kopf haben, so schwer, mit ihnen zu kommunizieren. In der Tat kann es für die Menschheit angenehmer sein, unter der Weltmacht China oder Russland zu leben als unter den US-Hegemonisten, die gemäß einer Studie einer australischen Universität von 1945 – 1997 weltweit 45 Mio. Menschen umbrachten oder umbringen ließen. Seitdem sind noch ein paar Millionen hinzugekommen, alles im Namen der Demokratie, der Freiheit und der Menschenrechte. Die Sowjetunion bzw. Russland und China haben sich enorm gewandelt, die US-Imperialisten nicht.

    2. @manni
      ich kann sie gut verstehen. als ami freund ist man natürlich nicht begeistert wenn paraguay mit den russen auf augenhöhe komuniziert. man hätte wohl lieber, wenn man in die msm propaganda miteinstimmt und die russen verteufelt und als terroristen betrachtet, stimmts?

  3. Hier kann man alles Verteufeln! Moskau ist immer eine Reise wert. Las die Russen sein wie wollen,Fakt sie haben noch keinen Staatsstreich in Südamerika organisiert.Es gab keine russischen Folterstudios in Südamerika.
    Aus Russland hat was zu bieten nicht nur die VSA.
    Das kann nur zum Vorteil der Landes sein.

  4. Ich verstehe überhaupt nicht, warum sich die roten Herren und Putin-Freunde mit vermutlicher SED-Bildung hier so aufregen. Wollen sie ihren „Klassenkampf“ hier weiter tragen und kläglich gescheiterte Ideologien zum besten geben? Wenn sie doch so sehr vom sozialistischen-kommunistischen System überzeugt sind, dann fragen sich neutrale Beobachter, warum sie nicht nach Kuba, Venezuela, Nicaragua oder Bolivien ausgewandert sind. Dort könnten sie problemlos ihre überholten Weltbilder pflegen und die Ergebnisse einer solchen Scheuklappen-Ideologie ganz praktisch studieren. Manche rühmen sich auch einer besonderen Bildung, gar als „doppelt promovierter Wirtschaftswissenschaftler“. Hört sich gut an, so es denn stimmt. Vermutlich promoviert im Wirtschaftswunderland DDR das bekanntlich pleite ging und damit den besten Beweis für eine hirnrissige und untaugliche Ideologie lieferte. Nein bitte verschont uns damit hier in Paraguay. Wir sind u.a. nach PY gekommen um nicht mehr diesen Quark anhören zu müssen.

  5. @ morbus ignorantia
    Ich zweifle sehr, sehr stark an ihrer angeblichen Ausbildung! Es ist wohl eher so, dass da jemand dringend Anerkennung braucht, um sein Ego aufzupolieren. Warum sollte man sich sonst so öffentlich damit brüsten… das wirkt auf mich sehr arrogant und eingebildet.

    @ Manni
    Ich bin mit ihnen konform!

    1. Nachtrag zu Steve’s Kommentar: Der deutsche Physiker Prof. Carl Friedrich von Weizsäcker wurde von einem Journalisten gefragt, was das Schlimmste sei in seinem Leben. Seine Antwort: „mich mit dummen Menschen unterhalten zu müssen.“ Ita est. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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