Nach wie vor mehr als 100.000 Menschen ohne Strom

Asunción: Auch wenn laut ersten Presseberichten die Situation schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte, stellte sich heraus, dass dies bei weitem nicht stimmte. Allein in Asunción stürzten 160 Bäume um, weiter 50 müssen aus Sturzgefahr gefällt werden.

Teile von Lambaré und Capiatá sowie Asunción haben seit Samstagabend um 20:30 Uhr keinen Strom und können eventuell im Laufe des heutigen Tages erst wieder damit rechnen. In den meisten Fällen gesellt sich dazu fehlendes Wasser. Die Schäden in den Haushalten sind immens.

Auch wenn wieder einmal eine Debatte losbrach, ob man nicht alle Kabel unterirdisch verlegen könnte, war dies von Seiten der Regierung niemals gewollt, da die Ande und andere Arbeiter nichts mehr an der Beschneidung der Bäume bzw. an Wartungsmaterial verdienen könnte. Dennoch zeigt der Totalausfall wieder einmal wie wenig sinnvoll die Investitionen in dem Sektor waren und das noch viel fehlt, bis man entspannt auf ein Unwetter warten kann.

Guido Chávez, Verantwortlicher Leiter für die Verteilung von Strom der Ande, versicherte diesen Montag bei einem Interview, dass man Sensoren bräuchte, um die betroffenen Gebiete ohne Strom automatisch klein zuhalten.

Aus seiner Sicht wurden nicht die technischen Investitionen getätigt, die notwendig gewesen wären. Ebenso erklärte er, dass beim staatlichen Stromversorger in Uruguay (UTE) ein Angestellter auf 150 Kunden kommt, während es in Paraguay bei der Ande 400 wären. Dies klingt nach einer dringenden Verpflichtung von weitaus mehr Personal, was sich logischerweise auf den Strompreis umlegen müsste.

Wochenblatt / Twitter / Última Hora

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6 Kommentare zu “Nach wie vor mehr als 100.000 Menschen ohne Strom

  1. In San Bernardino ist das groesste Versorgungsproblem die ESSAP. Die liefern mehr Wasser fuer die ueberschwemmung der Strassen und Wege als in die Haeuser und die Ausfallzeiten ohne Wasser Lieferung sind noch laenger als bei der Ande.

  2. Das war ein Unwetter, so etwas wird es leider immer mal geben. Dann wird es auch immer Schäden geben, das wird man niemals verhindern können. Traurig aber eben wahr… Wahr ist aber auch, das die ANDE und wer auch immer noch daran beteiligt ist, die Schäden zu beseitigen schnell arbeiten, sie haben meinen uneingeschränkten Respekt, ohne wenn und aber…..

    1. Hast Du das rote Halstuch und Buch? Die Ande hat außer 5 “ Elektriker“ und 7000 gut bezahlte Leute, die nichts tun, nichts zu bieten. Vor dieser Firma habe ich keinen Respekt ohne wenn und aber. Ein Paraguayer, der “ schnell “ arbeitet gibt es nicht, oder nur Pfusch.

    2. Bei Essap weiß ich, dass solche Arbeiten alle von extern beauftragten Firmen durchgeführt werden…und mit Sicherheit ist das bei Ande genauso. Die mit ANDE bedruckten Autos sollen nur vortäuschen, dass Ande rund um die Uhr arbeitet.
      Welcher privilegierte Beamte würde auch mitten in der Nacht oder Sonntags rausfahren wollen?

      1. Philipp, genau so ist es, Ist ein Trafo kaputt, kommen die “ Herren“ zwar gucken, was ist das Problem, stellen dann fest, das der Trafo kaputt ist, 1 oder 2 Tage später kommt dann eine andere Firma mit einem Trafo, Einbau und stellen fest, der Trafo taugt auch nichts. Also weitere 1 bis 2 Tage warten bis dann der richtige Installiert wird. Aber bei Essap dauert das ja manchmal Monate, wenn nicht gerade ein Politbandit zufällig in der Gegend wohnt und denen Druck macht, bis irgend etwas repariert wird.

  3. ANDE mit unterirdischen kabeln würde gleichbedeutend sein wenn jemand auf die strasse pinkelt geht im umkreis von 100km der strom aus weil sicher alles professionell verlegt wurde wie auch gleich die überlandleitungen die mit etwas schnupfen sich umwehen lassen

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