Nanawa: Immer einen Besuch wert

Nanawa: Noch bis heute unter dem Namen Puerto Elsa bekannt, ist die Grenzstadt Nanawa auf einer Insel strategisch interessant gelegen und immer einen Besuch wert. Erkunden auch Sie den Ort.

Von den rund 5.000 Einwohnern der Stadt, die vom Pegel des Rio Pilcomayo abhängig sind, leben fast alle vom Schmuggel. Diese Aktivität wird da als “jede Menge Arbeit“ angesehen und hängtimmer davon ab wie es um die Währung im Nachbarland bestellt ist. Derzeit ist der argentinische Peso im Keller, was Paraguayern ein Vorteil bei argentinischen Waren verschafft. Dennoch ist der Markt von Puerto Elsa, der über eine Fußgängerbrücke erreichbar ist, immer voll mit argentinischen Touristen, die nach Schnäppchen Ausschau halten.

Von Asunción aus sind es nur knapp 40 km auf dem Weg nach Puerto Falcón. Kurz davor muss links abgebogen werden, wo sich ein landschaftlich schöner Anblick auf die Skyline von Asunción bietet.

Kurz bevor man die Insel befährt, die durch eine Betonbrücke erreichbar ist, erkennt man wie diese Gegend vom Pegel der Flüsse Rio Negro, Pilomayo und Paraguay abhängig sind. Schon vor der Stadtgrenze sieht man nur noch zweistöckige Häuser. Auch wenn bei Hochwasser keiner nur im zweiten Stock leben kann, denn der Strom wird dann abgeklemmt, hat man zumindest einen Ort, wo man seine Elektrogeräte und Möbel bringen kann, bevor die durch das Wasser kaputt gehen.

Viele kleine Holzbrücken führen über den grünbewachsenen Grenzfluss. Da alle der gleichen Aktivität nachgehen, braucht man hier nicht erst auf die Nacht zu warten, um Waren von A nach P zu bringen. Ganz egal ob Lebensmittel, Reifen, Möbel, Bier oder Haushaltswaren, alles findet den Weg über den Fluss und alle schauen auf die eine oder andere Weise weg, unabhängig vom Land.

Als paraguayischer Tourist erkennt man beim Betreten der argentinischen Stadt einerseits die argentinische Ordnung, die sich von Paraguay positiv abhebt, andererseits kommen auch Supermärkte zum Vorschein, in denen es mehr leere als volle Regale zu bestaunen gibt. Entweder ist die Versorgung schlecht, die Währung instabil oder die Nachfrage in Paraguay zu hoch.

In den Straßen hinter der Hauptstraße quillen Geschäfte aus jedem Lokal, in denen kistenweise Tomaten, Zwiebeln, Fleisch und Käse zu weitaus günstigeren Preisen angeboten werden. Auch beim Bier und Waschmitteln gibt es signifikante Unterschiede.

Nur 500 m von der Grenzbrücke entfernt gibt es in Nanawa zahlreiche Parkplätze für Autos. Von Asunción fahren zudem auch regelmäßige Busse, die ebenso bis zu einem Terminal fahren, was nur wenige Gehminuten von der Grenze entfernt ist.

Während in anderen Landesteilen Arbeit fehlt scheint sie in Puerto Elsa nicht enden zu wollen. Inwiefern es mit der Stadt vorangeht hängt immer davon ab, wie sich der Río Paraguay und Pilcomayo verhält. Währenddessen hat man ein quirligen Markt und Anschluss nach Argentinien nur unweit von Asunción.

Wochenblatt

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