Neuer Mindestlohn: 2.680.000 Guaranies

Asunción: Basierend auf der von der Zentralbank in Paraguay (BCP) veröffentlichten zwischenjährlichen Inflation gab das Arbeitsministerium bekannt, dass der neue Mindestlohn ab Juli 2.680.000 Guaranies betragen wird. Allerdings fehlen noch die Conasam-Verfahren und das Exekutivdekret.

In der zweiten Julihälfte wird die Nationale Mindestlohnkommission (Conasam) zusammentreten, wenn ihr die offizielle Mitteilung der Zentralbank von Paraguay über die Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) von Juni 2022 bis zu diesem Jahr vorliegt.

Die Arbeitsdirektorin Karina Gómez, Vorsitzende der Conasam, gab jedoch bekannt, dass sie auf der Grundlage des vorläufigen Berichts der BCP, in dem sie von einer jährlichen Inflation von 5,1 % spricht, was 130.000 Guaranies entsprechen, der Mindestlohn 2.680.000 Guaranies betragen wird.

Auf diesen Betrag muss der Abzug des Arbeitnehmerbeitrags von 9 % zum IPS erfolgen, was in diesem Fall 241.200 Guaranies entspricht, d. h. der Netto-Mindestlohn würde 2.438.800 Gs. betragen.

„Wir benötigen das offizielle Dokument der BCP und werden dies alles zur Verkündung eines Dekrets an die Exekutive senden“, erklärte Gómez.

Sie erinnerte daran, dass im Jahr 2022 die höchste Schwankung registriert wurde und 11,4 % betrug, ein sehr hoher Prozentsatz im Vergleich zu dem Durchschnitt von 3 % bis 4 %, der normalerweise erreicht wird.

Wochenblatt / Ultima Hora / Beitragsbild Archiv

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11 Kommentare zu “Neuer Mindestlohn: 2.680.000 Guaranies

  1. Mittlerweile glaube ich, dass es Gewerkschaftler gibt, die von grossen Firmen bezahlt werden, um die Forderung zur Erhoehung des Mindestlohns zu bekraeftigen. Das ist naemlich ein guter Grund saemtliche Preise zu erhoehen. Sind die Leute so bloed zu glauben, dass diese staendige Prozedere ihre Lebensumstaende bessert? Zumal viele auf dem Land unterhalb des Mindestlohns arbeiten.
    Es ist ein einziges Trauerspiel.

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  2. Steigende Löhne, steigende Schiffahrtfrachtkosten = ausufernde Inflation! Die Teufelsspirale setzt sich in Bewegung. Paraguay ein sicheres und preiswertes Land, das war einmal. Wie ich vor 20 Jahren nach PY auswanderte, was hier fast alles noch in Ordnung. Geringe Kriminalität, beschauliches Land mit geringem Verkehrsaufkommen, (Pferde- und Ochsengespanne in ASU waren damals noch üblich) Lebenshaltungskosten extrem niedrig, geringe Grundstückskaufpreise (zahlte damal bei Itacurubi für 1 ha Land 8.000.0000 GS, ) geringe Miet- und Immobilienkosten (zahlte in Sajonia für eine 250 qm große Villa mit Pool und Aussicht in den Chaco nur2 Mio. GS Miete, eine überwiegend aufgeschlossene, ehrliche Bevölkerung. Was ist aus diesem Land nur geworden!

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  3. Lukas 24,34 Der HERR ist wahrhaftig auferstanden, und er ist dem Simon erschienen!

    Paraguay bewegt sich immer mehr Südafrika zu. Die Produktivität der Lateiner ist in etwa auf dem Niveau vom Jahr 2000, also kaum gestiegen.
    It’s Over! South Africa is F*&$d – Failed State – https://www.youtube.com/watch?v=jHxh_sQHH0E
    Trotzdem bekommen sie für dieselbe Arbeit immer mehr Geld.
    Auf dem Land haben wir hier schon lange die Erhöhung der Löhne ausgesetzt. Bleib oder kannst gehen, heißt es weil eben die internationalen Preise die der Bauer bekommt seit etwa mitte der 1990ger Jahre nicht mehr gestiegen sind. Also ich kann nicht mehr geben wenn ich selber immer weniger bekomme.
    Paraguay wird bald zu einem failed state werden weil deren relative Produktivität sinkt im Vergleich zu den Kosten verglichen mit dem Ausland.
    Schauen sie sich nur den argentinischen Yerba an der in Argentinien hergestellt wird und hier angeboten wird. Da zahlst du 30.000 bis 50.000 Gs pro 1/2 Kg für wo die nationalen Produkte so bei 10.000 Gs liegen. So wird es auch mit allem werden wenn man die nationale Produktion durch ständig anhebenden Mindestlohn unrentabel macht. Die ganze Zuckerrohrproduktion wurde so schon lokal zerstört – einer meiner Arbeiter war früher Zuckerrohrbauer und der erzählte mir mit stolz wie sie als Bauern die Zuckerrohrfabrik in die Knie gezwungen hätten durch Preisforderungen und politische Lobbyarbeit. Daß sie sich als Bauern selber in den Fuß geschossen hätten kommt diesen Leuten nicht in den Sinn. Heute ist sein Land wo er Zuckerrohr anbaute verstädtert – also für die Stadt zugeteilt. Da produzieren dann die Räuber und Diebe ihre Überfälle heraus aus der Gegend anstatt den lästigen Zuckerrohr anzupflanzen.
    Sollte es gelingen die nationale Milchproduktion durch stetige Mindestlohnanhebungen zu zerstören, verkaufen dir die Argentinier gerne ihre Milch für 50.000 Gs das Liter. In Argentinien fällt allerdings die Milchproduktion pro Monat um etwa 5% weil auch dort die Einnahmen nicht mehr die Kosten decken. Also viel Milch werden die Argentinier uns hier kaum schicken.
    https://edairynews.com/es/pese-a-que-el-precio-de-la-leche-al-productor-aumento-103-no-logra-estimular-la-recepcion/#:~:text=En%20el%20segundo%20mes%20de,a%20%24413%2C89%20por%20litro.
    “…la recepción nacional de leche cruda al mes de febrero de 2023 anotó una disminución de un 5,1% en comparación al mismo mes del año anterior, bajando de 383,3 a 363,7 millones de litros.
    Además, representa una contracción interanual de 19,6 millones de litros y a su vez encadenar nueve meses consecutivos negativos en recepción de leche, esto debido, principalmente, porque los productores lecheros en todas partes del país están batallando con precios de los fertilizantes más altos…
    En el segundo mes de 2023, el precio a productor anotó un aumento promedio de un 9,6% respecto al mismo mes de 2022, escalando $36,20 por litro, al subir de $377,69 a $413,89 por litro.”
    Der argentinische Milchbauer bekommt da einen Milchpreis von 413 Pesos was etwa 1.7 USD pro Liter sind. Im Durchschnitt steigt für den Bauern der Preis um 10% jedes Jahr.
    Also, der argentinische Milchbauer bekommt einen Preis von 1.7 USD x 7300 Gs/USD = nach Adam Riese 12.410 Gs/Liter. In Paraguay bekommt er gerademal 1.500 Gs/L nach informellen Quellen.
    Damit kostet in Argentinien ein Liter Milch im Ankauf 12410 Gs und dürfte so rum 100.000 Gs/Liter im Endverkauf kosten. Damit können sie in Argentinien aber noch immer nicht leben.
    Also, die paraguayische Milch kostet so bei 6.000 Gs/L im Endverkauf im Einzelhandel wo die argentinische Milch etwa zwischen 80.000 Gs bis 100.000 Gs/L im Einzelhandel kosten dürfte wenn Paraguay die Milchproduktion zerstört durch Mindestgehaltserhöhungen und die Argentinier ihre Milch hier in Paraguay verkaufen.
    Argentinische Milch kostet dann in Paraguay rund 100.000 Gs pro Liter.
    Also der argentinische Milchbauer bekommt 6 mal so viel Geld für die Milch pro Liter wie der paraguayische und demnach muß die Milch in Argentinien im Einzelhandel auch ausgepreist sein und zwar mindestens 12 mal so viel für schlappe 72.000 Gs/Liter etwa.
    DAS bedeutet es von Auswärts was zu importieren wenn man hier seine eigene Industrie zerstört hat.
    Warum heben die Politiker den Mindestlohn immer so gerne an?
    Weil die Löhne der Politiker, Kooperativsbonzen (auch in den Mennonitenkooperativen) gestaffelt sind nach dem aktuellen Mindestlohn. Die bekommen automatisch mehr Gehalt aber diejenigen die an “internationale Preise” gebunden sind, bleiben mit dem Preisniveau in den 1990gern stecken.
    Die Dienstleister nehmen nur schnelle exponentiell mehr Gehalt und richten sich nicht mal mehr nach dem Mindestgehalt was die Ursache ist warum alle Dienstleistungen in Paraguay so exponentiell teuer sind – ähnlich wie in der DDR.
    Der Milchsektor wird bald eingehen und sie werden’s dann an den Preisen als Endverbraucher bitter bereuen nun aus Dänemark, Neuseeland oder Argentinien Milch zu beziehen.
    Die Kriminalität wird noch bedeutend steigen wie in Südafrika wenn ganze Produktionsbranchen wegen Unrentabilität dichtmachen werden. Dann kommen die Stromausfälle wo sie nicht mal mehr ihr teures iPhone oder iMac mehr richtig nutzen können.
    Melden sie mir hier wenn es so weit ist.
    Wenn es so weiter geht mit dem Mindestlohn muß auch ich dicht machen – bis jetzt war das was ich tue sowieso nur eine reine Missionsarbeit um Lebensmittel zu produzieren für andere denn mit Rentabilität hat das schon lange nichts mehr zu tun.

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  4. Ich frage mich nur, wenn Inflation gleich 0 ist, warum erfordert es denn eine Lohnerhöhung? Noch dazu ohne Produktionssteigerung. Materialkosten usw. steigen rapide an, dadurch die Produktionskosten, aber keine Leistungssteigerung.

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    1. Für die Daumensenker. Ich habe ein Huhn, das jeden Tag ein Ei legt. OK ich besorge teures Kraftfutter und füttere es damit, in der Hoffnung, das es dann 2 oder 3 Eier pro Tag legt, aber völliger Unsinn. Das Huhn legt nach wie vor nur ein Ei pro Tag. Genauso so verhält es sich mit den Arbeitern hier.

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    2. Ist natürlich schwierig, das man als Außenstehender, der in seinem Leben nie wirklich Geld verdienen musste und auch heute nicht verdienen muss, sich in die Lage eines Unternehmers zu versetzen. Jedem steht es frei, Unternehmer zu werden, allerdings nur, wenn man gewillt ist etwas zu erreichen und nicht nur Kosten produziert. und nicht die Hand ins Staatsäckle tauchen kann um wieder liquide zu sein. Jeder, wirklich jeder, kann es versuchen auf eigenen Beinen zu stehen ohne Unterstützung des Steuerzahlers. Mal sehen, wie viele nach 6 Monaten noch eine Firma haben. Fangt alle an, am besten heute noch.

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  5. Gut 5% mehr Lohn für 0% mehr Leistung.
    Und das nach einem Krisenjahr.Ach was sag ich: 3 Krisenjahre, mit dem ganzen Coronablödsinn!
    Was offensichtlich kaum einer versteht ist, dass die Preise nicht nur für die Arbeiter teurer geworden sind. Die Preise für Futter- und Düngemittel sind in die Höhe gegangen.
    Diese ständigen Löhnerhöhungen, ohne dass dem eine höhere Arbeitsleistung gegenübergestellt wird, treiben die Inflation nur noch mehr an.
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    Ich habe im Moment kaum Zeit, weil ich grade in D bin und habe mir zusätzlich hier sofort eine ausgemachte Allergie mit blutenden Händen eingefangen . Aber hier musste ich unbedingt mal meinen Frust loswerden.

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  6. Ich gehe auch mal davon aus, daß die Daumensenker in ihrem ganzen Leben nie ein Unternehmen hatten. Noch nicht einmal ein kleines, und deshalb auch nichts darüber wissen, wie es ist, wenn man diese Verantwortung tragen muss.
    Der Arbeitnehmer kommt morgens, macht seine Arbeit – oder oft auch nicht – lässt pünktlich zum Feierabend “den Hammer fallen”, und geht nach Hause.
    Er bekommt nicht mit, oder es interessiert ihn schlicht und einfach nicht, daß der Chef meist schon lange vor ihm in der Firma ist und auch nach ihm noch nicht Schluss machen kann. Denn er hat noch mit der Planung für den nächsten Tag zu tun, macht die Abrechnung, schaut nach dem Rechten, bügelt die Fehler seiner Angestellten aus und macht Bestellungen.
    Da liegt der Arbeitnehmer schon seit Stunden in der Hamaca oder sitzt mit dem Bier in der Hand mit Freunden zusammen.
    Es interessiert ihn auch nicht, wie der Chef das Geld für sein Gehalt zusammenbekommt oder wie er es schafft, das Material zu bezahlen und Kunden einzuwerben.
    Er sieht dann nur, was der Chef alles hat, was er nicht hat und sieht es gar nicht ein, daß er sich “für den Luxus des Chefs” den Ar…. aufreissen soll.
    Dem Arbeitnehmer steht bezahlter Urlaub zu. Daß die meisten Chefs von Urlaub nur träumen können, weil sie ja das Geschäft nicht einfach schließen können, bemerken sie auch nicht.
    Ebenso wenig wie sie verstehen, wer das unternehmerische Risiko trägt, sein Kapital investiert, immer in der Gefahr, alles zu verlieren.
    Also immer schön tranqui, denn er kapiert auch nicht, daß er mit seiner Minderleistung seinen Arbeitsplatz gefährdet oder sogar zerstört. Denn daran ist dann natürlich nur der Chef schuld, aber doch nicht er.
    Also senkt nur weiterhin die Daumen, denn für euch sind alle Firmeninhaber eh nur Kapitalistenschweine, die man verunglimpfen kann, weil ihr nie kapieren werdet, daß es genau die sind, die euer Gehalt, den Urlaub und den Aguinaldo bezahlen. Denn das Geld wächst ja auf den Bäumen, gelle?

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