Nichts zu beanstanden

Asunción: Der Präsident des Abgeordnetenhauses und Sprecher der Fraktion Honor Colorado, Pedro Hercules Alliana erklärte, dass die getätigten Wechsel von Mario Abdo ihnen noch nicht ausreichen. Ohne ein Amtsenthebungsverfahren anzudrohen, hätten sie gerne weitere Wechsel.

“Unsere Fraktions-Position ist, dass wir mit den Änderungen, die die Regierung vorgenommen hat, nicht zufrieden sind. Wir sind davon überzeugt, dass weitere Personen ausgetauscht werden müssen, da aktuell noch viele involviert sind die zu dieser Situation des Mangels an Medikamenten oder Korruption geführt haben“, sagte Alliana.

Er stellte klar, dass Honor Colorado keine Namen oder Vorschläge machen wird, da der Präsident der Republik die Entscheidung frei treffen muss, doch er hoffe nicht auf Kandidaten wie Petta, die niemals Bildungsminister hätten sein dürfen.

Der Generalvertreter der Colorado-Partei, Eduardo González, sprach sich gegen den Opposition und die Presse aus, die argumentieren, dass die Permanenz des Präsidenten der Republik, Mario Abdo Benítez, in der ausschließlichen Verantwortung von Honor Colorado liege. Von Anfang an war Honor Colorado noch oppositioneller als die Opposition selbst, die es geschafft hat, Personen in Ministerien unterzukriegen. Honor Colorado kann man dafür nicht verantwortlich machen das Abdo Benítez an der Macht ist, hier macht die Opposition ihre Arbeit nicht, fuhr González fort.

Schön gesprochen und dennoch am Thema vorbei. Keine macht Honor Colorado verantwortlich, dass Abdo an der Macht ist, sondern nur, dass sie der entscheidende Faktor sind, die über den Machterhalt, also über den Beginn eines Amtsenthebungsverfahrens, entscheiden. Und genau da beginnt das Problem. Oppositioneller als die Opposition aber nicht im Stande einem Parteikollegen und seinen Vize ins Abseits zu stellen. Ihnen wie auch Abdo dürfte klar sein, dass die Opposition davon profitieren dürfte und dieser Fakt allein ist ausreichend, den Sachverhalt abkühlen zu lassen bis wieder alles in geordneten Bahnen läuft damit der Geldfluss niemals versiegt.

Wochenblatt / Hoy / La Nación

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3 Kommentare zu “Nichts zu beanstanden

  1. Cartes gibt sich als der große “Volksversteher”, stets auf der Seite des Volkes und selbstverständlich völlig selbstlos und aufopfernd, frei von Korruption und Manipulation, Tag und Nacht im Einsatz für das arme, gebeutelte Volk. Abdo ist nicht mehr als eine Schachfigur auf dem Spielbrett von Cartes und macht sich selbst zum Kasper. Es wird nicht mehr lange dauern, dann fordert Cartes ebenfalls Neuwahlen zwecks Rettung der Nation. Wen wird er als den großen Retter in der Not präsentieren? Möglicherweise sich selbst. Politik wird zum Spiel der Mächtigen, jeder lauert auf seine Chancen und schlägt sich blitzschnell auf die Seite des möglichen Gewinners. Die Masse des Volkes schaut dabei dumm zu, kapiert nicht die Zusammenhänge, mault zwar wenn weniger auf dem Teller ist, ansonsten scheut man den Einsatz und überläßt das ein paar wenigen Aufgeweckten und Intelligenten. Ich fürchte, auch diese Protestwelle wird schon bald vorbei sein und das ganze Staats-Theater kann von vorne beginnen. Wenn ich es richtig weiß, sind ca. 2 Mio. Bürger eingeschriebene Parteimitglieder der dauerregierenden Colorados. Wer dabei ist, bekommt Pöstchen und sonstige Vergünstigungen. Kein Wunder also, daß die Masse lieber kuscht, statt den Ast abzusägen, auf dem sie doch so gut und bequem sitzt.

  2. Besser kann man Abdo nicht demütigen. Im Klartext heißt es tausche die Minister solange aus bis es uns gefaellt oder du wirst aus dem palast gejagt. Bei dem Spiel wird Abdo alle seine Amigos und Fuersprecher und verlieren und sein parteifluegel geht unter.

  3. Hineingerissen wurde Abdo hauptsächlich durch die Gier und profilierungssucht seines krankheitsminister der das Volk durch Restriktionen und shutdown ins Elend geführt hat.

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