Niedrigzinsphase und trotzdem Rendite!

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Die aktuelle Niedrigzinsphase stellt Verbraucher, die sparen wollen vor eine echte Herausforderung. Früher beliebte, sichere Anlageformen wie Tagesgeld oder Sparbücher bringen so gut wie keine Zinsen mehr. Im Gegenteil: Manche Banken verlangen sogar schon Negativzinsen. Und auch wenn die Inflationsrate seit Jahren niedrig ist: Die Preissteigerung liegt trotzdem über dem durchschnittlichen Sparzins. Somit verliert das Geld Monat für Monat an Wert. Doch es gibt Möglichkeiten, auch in dieser Niedrigzinsphase, Geld zinsbringend anzulegen.

 

Von den niedrigen Zinsen profitieren

 

Für alle, die ihr Erspartes langfristig anlegen können und wollen ist Festgeld eine gute Möglichkeit. Dieses bietet zumindest einen gewissen Schutz gegen die Inflation. Wirklich profitieren können Menschen, die in der Vergangenheit Ratenkredite zu hohen Zinsen in Anspruch genommen haben. Durch eine Umschuldung dieser Kredite kann man von den niedrigen Zinsen profitieren. Das gilt auch für die Baufinanzierung. Wer vor einigen Jahren ein Haus gekauft hat, der sollte sich jetzt um die Anschlussfinanzierung kümmern. Damit kann oft zu günstigeren Zinsen finanziert werden.

 

Streuung sollte breit sein

 

Wichtig ist auf jeden Fall, die Geldanlagen breit zu streuen – über verschiedene Anlagen und Laufzeiten. Dabei sollten Sparer auch überlegen, Investment- oder Immobilienfonds, Edelmetalle oder Aktien zu kaufen. Investmentfonds sind eine langfristige Kapitalanlage. Sie haben gegenüber einzelnen Aktien den Vorteil, dass auch kleine Beträge investiert werden können und trotzdem eine breite Streuung über verschiedene Aktien möglich ist. Besonders zu empfehlen sind Multi-Asset-Fonds. Dabei werden unterschiedliche Anlageklassen, Regionen und Wertpapiere gemischt, um das Risiko zu streuen.

 

ETFs als gute Alternative

 

So genannte Exchange Traded Funds (ETFs) sind in Niedrigzinsphasen ebenfalls eine gute Möglichkeit der Geldanlage. Ein ETF bildet mit seiner Zusammensetzung einen Index ab, zum Beispiel den Deutschen Aktienindex DAX. Die Verwaltungsgebühren sind erheblich niedriger als bei klassischen Investmentfonds.

 

Offene Immobilienfonds nur bedingt zu empfehlen

 

Eigentlich sind offene Immobilienfonds eine gute Geldanlage. Zuletzt wurden jedoch etliche Fonds geschlossen. Zahlreiche Anleger wollten in der Finanzkrise ihr Geld aus den Fonds abziehen, was eigentlich auch jederzeit möglich sein sollte. Die Fonds konnten aber die Auszahlungswünsche nicht immer erfüllen, da das Geld fest in Immobilien steckte. Schließlich setzten die Fonds die Anteilsrücknahme komplett aus. In der Folge kamen die Anleger nicht mehr an ihr Geld. Erst wenn wieder genügend Immobilien verkauft wurden, was Jahre dauern kann, bekommen sie ihre Einlage zurück. Durch eine Gesetzesänderung müssen Fondsanteile mittlerweile meistens erstmal eine Weile gehalten werden.

 

Investieren in Edelmetalle

 

Auch beim Investment in Gold, Silber oder Platin ist Vorsicht geboten. Edelmetalle bringen keine Zinsen. Nur wenn der Wert des Edelmetalls steigt, macht man Gewinn. Der Goldkurs brach aber zum Beispiel 2013 um ein Drittel ein! In Edelmetalle sollte also, wenn überhaupt, nur ein kleiner Teil des Vermögens investiert werden.

 

Anleihen können gute Zinsen

 

Eine bessere Möglichkeit sind Anleihen. Wer eine Anleihe kauft ist de facto ein Kreditgeber. Ein Unternehmen oder ein Staat benötigt Fremdkapital und holt sich dieses von Anlegern, die dafür Zinsen bekommen. Wie sicher eine Anlage ist, hängt von der Kreditwürdigkeit des Staates oder Unternehmens ab. Je höher der Zins, desto höher auch das Risiko. Als relativ sicher gelten Anleihen im Investment Grade und Staatsanleihen der Industrieländer. Höhere Zinsen gibt es bei Anleihen von Schwellenländern. Dabei steigt aber natürlich auch das Risiko.

 

Kombinieren für Sicherheit und Ertrag

 

Kombi-Angebote mischen eine sichere Zinsanlage mit der Investition in einen Investmentfonds. Dabei können höhere Zinsen erreicht werden, als bei herkömmlichen Sparangeboten. Als Beispiel für eine solche Kombination nennt die Deutsche Bank eine Investition, die zur Hälfte auf einem Festgeldkonto liegt und zur Hälfte in einem Fondsanteil landet.

 

Die Experten der Deutschen Bank sagen, dass es gute Alternativen zu den althergebrachten Anlageformen gibt. Eine professionelle Beratung lohnt sich in jedem Fall. Der kostenlose FinanzCheck der Deutschen Bank kann vorab einen Überblick über die jeweilige Finanzsituation geben.

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8 Kommentare zu “Niedrigzinsphase und trotzdem Rendite!

  1. Das was hier geschrieben steht, gilt mit Sicherheit nicht für den paraguayischen Finanzmarkt! Was aber sollen uns in Paraguay Anlageempfehlungen, die sich an dem deutschen Finanzplatz ausrichten? Wäre schön und hilfreich, wenn des Wochenblatt Anlageempfehlungen mit Risikohinweisen für die Anleger sich an Paraguay ausrichten. Schließlich leben wir in Paraguay und nicht in Deutschland und müssen sehen, wie wir uns hier absichern können. Dies betrifft vor allem die Jüngeren unter uns die hier ihre Altersversorgung aufbauen müssen.

    1. Dazu habe ich schon öfter hier etwas gepostet Manni. Ein wenig suchen und du wirst fündig. Es kann aber gut sein, daß dir das Gesagte nicht gefällt. In der Essenz sehe ich noch maximal 5 Jahre Sicherheit für Anlagen in Paraguay, dannach kommt eine Phase der hohen Inflation (kurz), Unsicherheit (Verlust von Anlagen, Pleiten von Coops/Banken), gefolgt von politisch unruhigen Jahren und chronisch hoher Inflation (wie Argentinien 2001). Das ganze sollte etwa 10 Jahre anhalten. Dannach geht es wieder mit guten Jahren, wie wir sie von ~2005 bis 2020 erleben weiter.

      Für eine ALTERSVORSORGE (also langfristig) gibt es tatsächlich kaum eine Alternative zu entweder Gold (Wert Erhaltung) oder Land/Maschinen welche selber genutzt/bearbeitet werden (Produktionsmittel in Eigenverwendung, das Beste) oder eben einer Anlage in einer weltweit führenden Währung bei Renditen bis max. 5%. Praktisch alles Andere ist sehr riskant.
      Ich erinnere da nur an die so sicheren Holland-fonds für Immobilien und Schiffe mit Renditen 7 bis 9% pro Jahr aber leider Totalverlust für 10.000e Anlager. Typische Anlage für Zahnärzte = Fische, googelt das mal.

        1. Nee, klingt nach Realität. Wenn du siehst, die die Regierung das Land systematisch verschuldet, dass jetzt Kredite aufgenommen werden müssen, um die Zinsen von alten Krediten zu zahlen, dann weißt du – VWL- oder BWL-Kenntnisse vorausgesetzt – dass hier das gleiche naht, wie es in Argentinien war, in Griechenland usw. Das sind Gesetzmäßigkeiten, die das Land nicht durchbrechen kann und will. Um hier etwas zu ändern, müssten massive Steuern auf Einkünfte erhoben werden, die Schattenwirtschaft und Korruption und Vetternwirtschaft bekämpft werden usw. Doch ist das nicht das Ziel der regierenden Kaste, weil sie ja selbst am meisten daran verdient. Also folgt der Kollaps spätestens ca. 2030.

  2. wer von solchen anlagen keine ahnung hat sollte mit sicherheit die finger davon lassen, ausser er möchte sein geld umbedingt vermindern oder gleich alles verlieren. es gibt weit bessere möglichkeiten sein geld zu platzieren wobei 100% sicherheiten gibt es keineswegs.

  3. Der ganze Finanzzirkus taugt nicht zur Absicherung für den kleinen Mann, der wird immer verlieren. Das einzige sind Edelmetalle weil eine Unze Gold bleibt eine Unze Gold, alles andere ist Illusion der Geldwechsler.

  4. Etwas aus seinen Faehigkeiten und Kenntnissen zu machen ist immer die beste Geldanlage, wie eigene Firma, Geschaeft, Landwirtschaft oder Handwerk. Vermietung oder Verpachtung sind aber reinen Finanzanlagen bei Banken oder Genossenschaften vorzuziehen, aber leider mit Arbeit verbunden.
    Was uns die Zukunft bringt kann keiner sagen man sollte aber nicht zu pessimistisch fuer Suedamerika im allgemeinen sein. Fast ganz Suedamerika war waehrend des 1. und 2.Weltkrieg neutral und hat kein Streben in der Weltpolitik eine Rolle zu spielen. Die Suedamerikaner haben schon immer groessere Inflationen und Wechsel der Politik von rechts nach links und umgekehrt erleben und auch recht gut ueberlebt. Sie waren eben immer Krisen gewoehnt und erwarten dadurch auch kaum Hilfe von ihren Staaten.

  5. Die Deutsche Bank ist die gefährlichste systemrelevante Bank der Welt und steht noch immer als Wackelkandidat da, d. h. Pleite nicht ausgeschlossen. Anlageempfehlungen davon kann man nicht ernst nehmen, die wollen letztlich nur das Geld ihrer Kunden, und die Zahl der Kunden der Deutschen Bank hat voriges Jahr stark abgenommen. Für Paraguay ohnehin vollkommen nutzlos.

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