Paraguay im Internet – Schneckentempo

Am Montag begann in Barcelona der Mobile Welt Kongress, auf dem neue Technologien für die Telekommunikation vorgestellt wurden. Eine davon ist die neue 5G-Technologie, Samsung ist hier Vorreiter. 5G wird den Nutzern erlauben, mit viel höherer Geschwindigkeit Daten aus dem Internet zu ziehen, parallel dazu wurde auch das neue Telefon S6 präsentiert.

Während andere Länder in der Region viel Geld in dieser Sparte für modernere Entwicklungen ausgeben und mittlerweile die 4G Technik Standard ist geht in Paraguay, über die Nationale Kommission für Telekommunikation (Conatel), nicht viel weiter. Paraguay und Bolivien sind die einzigen Länder die noch nicht die Bandbreite 1700 bis 2100 MHz zugeteilt haben, dies ist aber notwendig für das komplette Ausnutzen der 4G-Technologie.

Das Unternehmen, welches die vierte Generation der Übertragung im Jahr 2013 forcierte ist Vox (Hola Paraguay), direkt und ohne eine Ausschreibung. Personal (Core SA) hat vor zwei Jahren auch damit begonnen, diesen neuen Service anzubieten, er kann aber nur von Kunden im Großraum Asunción effektiv genutzt werden. Führungskräfte wollen nun die Technik auf das ITU Band ausbauen, damit auf nationaler Ebene ebenfalls hohe Datengeschwindigkeiten möglich sind.

Versuche haben gezeigt, dass in der fünften Generation Internet-Surfen mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 Mbps (Megabit pro Sekunde) im Downstream und bis zu 50 Mbps beim hochladen möglich sind. Mit der neuen Generation, die nun ab 2018 eingeführt werden soll, können Geschwindigkeiten bis zu 5 Gps (Gigabits pro Sekunde) erreicht werden.

Quelle: ABC Color, Foto: Matt Britt

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9 Kommentare zu “Paraguay im Internet – Schneckentempo

  1. Das Hauptproblem ist nicht die Einführung der neuen Technologie, sondern die Netzabdeckung. Gemeint damit ist, dass im ländlichen Raum sich die Versorgung nicht gebessert hat, teilweise sogar verschlechtert. Dort würde das 1700-2100 MHz Band kein wirkliche Verbesserung bedeuten, da mit diesen Frequenzen nur kleinere Distanzen überbrückt werden können, als mit der bisherigen 850 MHz-Technik.
    Bei den neuen Frequenzen funktioniert die Kommunikation nur dann stabil wenn Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger besteht oder die Entfernung gering ist. Das wiederum würde bedingen, dass mehr Sendestationen aufgebaut werden müssten. Aber daran werden die privaten Betreiber wohl kaum Interesse haben, denn sie verdienen den Löwenanteil ihrer Einnahmen in den großen Ballungszentren. Einzig COPACO / VOX investiert z.Zt. auch im ländlichen Bereich. Auf der anderen Seite muss auch die Netzanbindung Paraguays betrachten. Solange die Anbindungen an das Internet auf dem derzeitigen Stand stehen bleibt (4 Peers) wird ein Erhöhung der Datenrate auf der mobilen Seite nicht viel bringen. Denn die Daten müssen durch das Nadelöhr der Peerings. Und diese sind teilweise so schlecht konfiguriert, dass Routen nach bspw. Deutschland immer über eine einzige Strecke geführrt werden, obgleich ein dynamische Routenänderung (Last abhängig) möglich wäre.

  2. Alles Käse die Hochgeschwindigkeit, wenn überhaupt, ist das wohl nur möglich, wenn nur vereinzelt jemand mit dem Internet verbunden ist. Zumindest muss man sagen, es hat sich schon einiges getan, das Netz war vor einigen Jahren fast nicht zu gebrauchen, heutzutage geht das, obwohl die Preise ruhig noch gesenkt werden könnten. Das sollte bei der Vielzahl der Anbieter schon möglich sein, sofern es keine Preisabsprachen gibt…

    1. Preisabsprachen sind bei Monopolisten (Tigo) auch nicht möglich. Die anderen sind nur Nachvermarkter die vom Monopolisten abhängig sind. Einen freien Markt für Telekomunikation und Strom mit Wettbewerb?……………………Ein schöner Traum.

    2. Ein Netz wie in Afrika – aber Preise wie Europa! Obwohl in Deutschland die Internetgebühren geringer sind als in PY (sofern ich richtig informiert bin) Richtig ist daher, daß die Internetgebühren hier, gemessen an der Leistung viel zu hoch sind. Doch befürchte ich mit meinem laienhaften Wissen, daß niedrigere Internetgebühren noch mehr Internetanschlüsse zur Folge hätten, mit der Auswirkung, daß das Netz immer weiter überlastet ist und der Empfang noch schlechter wird. Als ich vor zwei Jahren nach Aregua zog, war der Internetempfang mittels Stick gut. Doch seither wird der Empfang trotz höherwertiger Empfangsantenne immer schlechter. Und TIGO weis natürlich von nichts bzw. stellt sich dumm.

  3. Was regt Ihr euch den schon wieder so auf ? Wir werden ja nicht genötigt Internet zu machen! Versuucht es doch einfach mal mit einem Stick….
    Aber nein immer nur Lästern!

    1. Aber Peter, ein Stick ist doch nur der technische Eingang in ein Netz, wenn das Netz Scheisse ist, nützt ein Stick da leider wenig, und bevor Stimmen laut werden über meine Kompetenz, ich schraube seit 20 Jahren mit PCs.

  4. Als ich 2010 anfing, hatte die Antenne hier 2G. Das ging so fuer meine Zwecke, ich musste ja erst experimentieren. Bald stellte sich das als langsam heraus und wenn ich Filme laden wollte, schaffte ich das Notebook in den Nachbarort, denn da gab es schon 3 G.
    Die Situation mit dem 2G spitzte sich immer mehr zu, als die neuartigen Handys wie warme Semmeln verkauft wurden, Facebook kostenlos war und in den Schulferien. Da lag der Durchsatz bei 2 KB pro Sek.
    Ich lud mal das Musikwerk von Elton John runter, das dauerte mehr als 4 Wochen.
    Seit ungefaehr einem Jahr ist auf 3G aufgeruestet von Tigo und das brachte dann wesentlichen Fortschritt. Was immer noch nicht geht ist: Bildtelefonie, Livefernsehen und hochaufloesende Filme bei You Tube. Die muss man dann halt herunterladen und spaeter betrachten.
    Es besteht noch Verbesserungsbedarf, aber in Kuerze da wohl nichts mehr passieren. Ein Turm fuer schnelles Internet kommt hier leider nicht in Frage, denn der muesste 64 Meter hoch sein.
    Aber ich schenke Tigo auch nichts. Das Datenvolumen von 16GB wird bis zum Monatsletzten voll ausgenutzt, es wird sogar manchesmal sehr knapp. Aber fuers Modem gibt es wohl nicht mehr.

  5. @ Peter, vielen Dank für deinen hilfreichen Kommentar…………@ Wolfgang, du solltest ja dann letztendlich froh sein das dein Internet nicht “ schneller “ ist. Livefernsehen und dann auch noch hochauflösende Filme downloaden mit gerade mal 16 GB ?…………Und was würdest Du die restlichen 25 Tage machen ???………also ist es doch ganz gut wenns Internet fürs skypen reicht und man hier und da auch mal was runterladen kann.
    Unterm Strich will ich damit lediglich sagen das ein wirklich schnelles Internet ( bspw. 4G) nur dann interessant ist, wenn man, wie in den meisten Ländern der Welt, ohne Datenbegrenzung surfen und loaden darf.

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