Paraguay wird Biokraftstoffe an Shell und BP liefern

Asunción: Die Biodiesel-Produktionsanlage Omega Green, mit einer geplanten Investition von 800 Millionen US-Dollar in Paraguay, hat mit Shell und British Petroleum (BP) einen Vertrag über die Bereitstellung von Biokraftstoff unterzeichnet, der ab 2024 im Land hergestellt werden soll.

Eine der größten Auslandsinvestitionen wird innerhalb von drei Jahren fortschrittliche Biokraftstoffe liefern, die in Villeta produziert werden. Dies berichtete der Minister für Industrie und Handel, Luis Alberto Castiglioni, über seinen Twitter-Account.

„Ich erhielt einen Anruf von Erasmo Carlos Battistella, CEO der EZB-Gruppe, dem Omega Green gehört. Das Unternehmen wird eine Biodiesel-Produktionsanlage in Paraguay mit einer Investition von 800 Mio. USD errichten, eine der größten Investitionen in der Geschichte unseres Landes. Er erzählte mir von den kürzlich mit Shell und BP (British Petroleum) unterzeichneten Verträgen über die Lieferung von Biokraftstoff, der ab 2024 in Paraguay produziert werden soll. Das sind hervorragende Neuigkeiten! Nachhaltige Investitionen, Schaffung von Arbeitsplätzen, mehr Exporte und mehr Entwicklung für Paraguay“, schrieb Castiglioni im sozialen Netzwerk.

Es sei daran erinnert, dass Omega Green bereits einen ähnlichen Vertrag mit British Petroleum (BP) über die Lieferung von 1.000 Millionen Litern Biokraftstoffen aus demselben Jahr unterzeichnet hatte.

Der Vertrag mit Shell umfasst mehr als 2,5 Milliarden Liter erneuerbare Kraftstoffe für einen Zeitraum von fünf Jahren.

Die neue Freihandelszone ist Teil des nationalen Investitionsprogramms Paraguays und der erste Industriebereich mit Schwerpunkt auf Exporten in Länder in Europa, Asien und Nordamerika, dem Bestimmungsort von Omega Green-Produkten.

Es wird geschätzt, dass das Projekt in der Bauphase 3.000 direkte Arbeitsplätze und bei Inbetriebnahme rund 2.400 direkte und indirekte Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen wird. Mehr als 20.000 Kleinbauernfamilien werden voraussichtlich von Zertifizierungsprogrammen für die Rohstoffversorgung profitieren.

Wochenblatt / IP Paraguay

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7 Kommentare zu “Paraguay wird Biokraftstoffe an Shell und BP liefern

  1. Sieht ja mal schön aus auf dem Computermodell. Hoffentlich nimmt Schell/BP auch ein paar Handwerker mit, die die 7 bis 11 Uhr täglich Schul abgeschlossen haben, um das zu bauen. Der Umgebunsnatur ist es zu wünschen.

  2. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Das bedeutet nur eines: der Agrarsektor rechnet mit einem drastischen Einbruch der Soya Exporte. Das kann nur bedeuten dass sie damit rechnen dass die Viehhaltung diese Soya nicht mehr fuer Viehfutter braucht. Das wiederum bedeutet dass sie damit rechnen dass der Absatz im Fleischsektor bald drastisch wegbrechen wird. Das wiederum bedeutet dass sie damit rechenen dass das Laborfleisch die konventionelle Viehhaltung wenigstens zu 50% verdraengen wird. Man braucht also kein Soya mehr, weil kein Kraftfutter weil es nur halb so viel Rinderhaltung geben wird.
    Daher die Biodiesel Anlage.
    2.500.000.000 Liter ueber 5 Jahre sind rund 500.000.000 Liter pro Jahr. Fuer 500.000.000 Liter Biodiesel bedarf es bei etwa 20% Oelgehalt der Soya rund 2.000.000.000 Kg Soyakoerner. 2017 hatte Paraguay eine Soyaproduktion von total 10.300.000 Kg. Ich frage mich immer wieder wie die solch Produktionsniveau von Biodiesel hinbekommen wollen. Denn wenn sie auch nur die ganze Soyaproduktion eines Jahres von Paraguay auf einen Schlag aufkauften, so deckten sie dadurch nur 0.5% er benoetigten Soyamenge. Oder sind diese Fabriken auf einmal auf wundersame weise mehrere Tausend % effizienter geworden? Wohl kaum.
    Das bedeutet wiederum dass diese Fabrik praktisch grosse Teile der Soyaproduktion von Argentinien und Brasilien aufkaufen will oder muss um an die 500 Millionen Liter im Jahr zu kommen.
    Das bedeutet dass der Agrarsektor damit rechnet dass der Viehsektor praktisch im Jahr 2024 vollkommen eingebrochen ist und nichts von Kraftfutter mehr benoetigt. Das bedeutet dass man unter der Hand damit rechnet dass 2024 die Fleischexporte praktisch auf Null fallen werden – zumal benoetigt man dann in Europa kein Kraftfutter mehr fuer die Rindertierhaltung.
    https://capeco.org.py/wp-content/uploads/2018/03/2018-Estimaciones-de-producci%C3%B3n-y-exportaci%C3%B3n-Gazeta-do-Povo-S.-Tomassone..pdf
    Na tolle Aussichten! Beide Hauptsektoren des Landes werden auf einen Schlag praktisch obsolet und haben keine Nachfrage mehr. Ironischerweise ist der Pleitesektor mit Namen Milch der Sektor den niemand durch Labormilch so recht ersetzen kann – das ist der einzige der eine “stabile” Zukunft hat obzwar gerade dieser Sektor heute komplett unrentabel geworden ist. “Ein Land von Milch und Honig” – nur eben mit Preisen von denen man weder Leben noch vernuenftig sterben kann.
    4. Mose 16,14 “Und Mose schickte hin und ließ Dathan und Abiram, die Söhne Eliabs, rufen. Sie aber sprachen: Wir kommen nicht hinauf! 13 Ist es nicht genug, daß du uns aus einem Land herausgeführt hast, in dem Milch und Honig fließt, um uns in der Wüste zu töten? Willst du dich auch noch zum Herrscher über uns aufwerfen? Hast du uns wirklich in ein Land gebracht, in dem Milch und Honig fließt, und hast uns Äcker und Weinberge zum Erbteil gegeben? Willst du diesen Leuten auch die Augen ausstechen? Wir kommen nicht hinauf!” … und wie immer “murrten sie vor dem Herrn”!
    Diese Fabrik laesst duestere Zeiten erahnen – boeses Yo-Yo und schlechtes Omen fuer Paraguay denn all die traditionellen Exportschlager laufen Gefahr wegzubrechen.
    Zur Referenz: Paraguay brauchte im Jahre des Herrn 2015 rund 1.4 Milliarder Liter Diesel.
    http://www.mic.gov.py/mic/w/comercio/pdf/resumen/ResumenVentasCombustibles_2015.pdf
    Diese Fabrik soll daher rund 33% des nationalen Dieselkonsums decken. Nur hat man bei weitem nicht genug Oelfruechte um den Biodiesel herzustellen selbst wenn man das letzte Korn aus der finstersten Ecke des Landes zusammenkratzte. Eventuelle Verluste bei der Biodieselproduktion sind da noch nicht mal reingerechnet die sich leicht auf 10% belaufen koennen.
    Von wegen Kleinbauern und Oleaginosas anliefern um diese Fabrik am laufen zu halten – die angesoffenen Strohhuete kraxeln hoechstens mit ner Handvoll Soyabohnen da an von denen die Fabrik nicht mal anlaufen kann.
    Ich wuesste nicht wo diese Zeitgenossen die ganzen Oelfruchte herbekommen wollen es sei denn sie fegen den Weltmarkt so halbwegs leer – da zetern aber schnell die Chinesen los denn die haben schon jetzt nicht mehr genug zu futtern.

    1. Moyses Comte de Saint-Gilles

      Hier der Originaltitel der ECB Group.
      https://www.ecbgroup.com.br/en/news/49/ecb-group-and-bp-enter-into-advanced-biofuel-agreement
      “ECB Group is a company founded in 2011 by the entrepreneur Erasmo Carlos Battistella.”.
      Scheint ein Italiener zu sein der dieses Unternehmen eignet. Italienische Mafia?
      ECB Group ist ein Konglomerat – Gelder aus dubiosen Quellen wie Drogenhandel duerften noetig gewesen sein um solch ein Projekt mit relativ “razor thin” margins loszutreten.

  3. Shell und BP .. die Verursacher des Chaco Krieges!? Tolle Wurst! Yagua’ py und brav mit dem Schwanz wedeln am runden Tisch! Dann kann der Genozid ja weiter gehen… Naja, im Chaco ist viel Platz fūr ein gigantisches Sojafeld…wenn schon kein Öl unter dem Boden ist dann halt grünes Gold auf dem Boden.. die Reis- , Zuckerrohrfelder und Rinderwiesen kann man auch noch zu Sojafelder machen, dann haben die Chinesen und die Paraguayer nichts mehr zum essen…und akzeptieren die Neue Ordnung . Syngenta,Cargill,B&B, Chemtech China, John Dear, etc. haben ihre Renditen, die Population wird schön vergiftet und kann sich im Streit ums Laborfleisch gegenseitig vernichten, die letzte Natur (sprich Ernährer und Seelenbalsam) verschwindet auch..sprich der Gran Chaco wird zur Smartcity…oder doch eher zum Dorf?! Was will ein Luziferaner mehr???? Jetzt fällt es mir ein…den Rauten freien Mennos ihre Grossgrundstücke für einen Appel oder weniger abluchsen… Besonders klug muss man ja nicht sein um die Erde zu zerstören..nur ausreichend böse und man muss alles was vernünftig ist ins Gegenteil umdrehen!

    1. Moyses Comte de Saint-Gilles

      Also staendig andere fuer Kriege verantwortlich zu machen, das geht schon zu weit. Obwohl in der Hinterhand Shell oder BP die Nutzniesser des Erdoels gewesen waeren, so ist es doch eine Tatsache dass man im Chaco nicht Erdoel foerdert. Also so verrueckt nach Erdoel sind diese Firmen nicht dass sie dann vermeintlich Laender gegeneinander aufhetzten.
      Der Konflikt um den Chaco koechelte schon seit 1800 oder wenigstens ab Franscisco Solano Lopez, dem Marschall. Der nannte irgendeine Fluesse in Brasilien und Argentinien sowie im Chaco oben was damals Bolivien war und sagte: “bis da reicht Paraguay und keinen Meter weniger”.
      Nach 1870 reichte dann Paraguay nicht mehr bis zu den brasilianischen Fluessen, die de Fakto auch noch nie einen einzigen Paraguayer gesehen hatten und Paraguay, das damals als Ostparaguay galt, hatte die Grenzen die Ostparaguay heute hat und auch immer hatte.
      Man meinte zu klein zu sein und ein Recht auf den Chaco, schliesslich hatte das Marschaellchen es ja so gesagt, und man siegte dann eben zufaelligerweise 1935 und damit reichte dann Paraguay in der Tat bis zu dem Fluss welchen der Marschall in Bolivien benannt hatte.
      Paraguay war in etwa das Armenien von heute und Bolivien das Azerbaidjan von heute – David gewann damals gegen den Goliath im Chacokrieg. Was niemand so recht erwartet hatte denn man erwartete dasselbe Kriegsende wie heute in Berg-Karabach wo Azerbaidjan (Bolivien) haushoch den Zwerg Armenien (Paraguay) schlug. Nur Bolivien war “mas Indio al baile und Muellabfackel bei 120 dB Schwuddi Iglesias” als Paraguay und so gewann der weniger Schlechtere.
      Im Chacokrieg z.B. bedienten bei Sturmangriffen der Paraguayer, auf bolivianischer Seite immer die Offiziere (Weissen) die Maxim Maschinengewehre – der einfache Soldat war zu dumm dafuer und so traute man den Indios das teure Geraet nicht an und machte die Aufgabe selbst als Offizier. Nach anderen Angaben schmierten die Bolivianer ihre englischen Kanonen niemals (“y para que boi a grassar!”, etc.) und so funktionierten die nicht und man witterte Verrat und beschuldigte die Englaender. Etc.

  4. Das ist doch mal eine gute Nachricht. Endlich können sie wieder ganz legal und im Einklang mit der Rettung des Klimas diese häßlichen Wälder roden, um neue Felder anzulegen.

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