„Pingo“ Soligo wurde nach Brasilien ausgeliefert

Asunción: In den frühen Morgenstunden dieses Freitags wurde der Drogenschmuggler Erineu „Pingo“ Soligo nach Brasilien überstellt, nachdem er sieben Monate in der Justizvollzugsanstalt von Tacumbú einsaß.

Um 5:00 Uhr nahm ein kommerzieller Flug den bekannten Drogenschmuggler in seine Heimat, nach Brasilien mit. Im Nachbarland erwarten ihn über 40 Jahre im Gefängnis unter anderem wegen Drogenhandel im großen Sinne und Bildung einer kriminellen Vereinigung. In Brasilien wird er eine bessere medizinische Versorgung bekommen, für die Krankheit an der er leidet. In Paraguay wurde er schon drei chirurgischen Eingriffen im Polizeikrankenhaus der Hauptstadt unterzogen.

“Pingo” Soligo beantragte die schnelle Überstellung nach Brasilien um seine Krankheit besser behandeln zu lassen bzw. näher bei seiner Familie zu sein. Der Richter Pedro Mayor Martínez schickte einen Antrag an die brasilianische Justiz, den Gefangenen zu übernehmen.

Ein starkes Polizeiaufgebot begleitete den Gefangenen, der gegen 3.30 Uhr am Flughafen Silvio Pettirossi ankam. Sondereinheiten der Anti-Drogenpolizei (Senad) waren auch zum Schutz abgestellt.

In Paraguay wurde Pingo Soligo schon einmal festgenommen. Allerdings konnte er aus der Gefangenschaft fliehen, als sein Sohn Jonathan Wink Soligo, am 9. Juli 2007 mit 120 Kg Kokain festgenommen wurde. Dieser wurde zwischenzeitlich aus der Haft entlassen wegen Verfahrensfehlern. Am 3. Juli 2010 wurde Soligo erneut auf seiner Ranch in Tamarindo festgenommen auf Grund des weiterhin gültigen internationalen Haftbefehles.

Soligo erwartet eine Strafe von 15 Jahren aus Passo Fundo im Bundesstaat Río Grande do Sul und eine von 26 Jahren aus Ponta Porã indem an Paraguay angrenzenden Bundesstaat Mato Grosso do Sul, beide wegen internationalem Drogenhandel.

(Wochenblatt / Abc / Foto: Laprensa.com.py)

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