Präsidentschaft “analysiert” Sicherheitsrisiko wenige Meter von Mburuvicha Róga entfernt

Asunción: Wer in diesen Tagen auf der Avenida Mcal. López unterwegs war und sich wunderte, warum das stets freie Grundstück gegenüber des Polizeikrankenhauses Rigoberto Caballero nun mit Sichtschutzwänden umzäunt ist, wird sich wundern.

Allem Anschein nach ist dies hochwertige Grundstück an der Kreuzung mit der Avenida Brasilia schräg gegenüber des Eingangs der US-amerikanischen Botschaft im Besitz des ehemaligen Präsidenten Horacio Cartes, weswegen nun da eine Tankstelle, seiner im Land betriebenen Marke Enex, gebaut wird. Offiziell tritt als Besitzer jedoch die Firma Los Cereales auf, deren Aktionäre nicht öffentlich genannt werden müssen.

Weswegen die Stadtverwaltung hierfür grünes Licht gibt, ist noch unklar. Sicher ist nur, dass die Opposition keine Chance hat, das Bauvorhaben zu stoppen und Cartes bei seinem Projekt des Ausbaus seiner Marke schon ein Gesetz im Stadtrat kippen ließ, damit die Mindestabstände zwischen bestehenden Tankstellen fallen. Sein politischer Einfluss, projiziert auf seine geschäftlichen Tätigkeiten, macht sich wieder einmal bemerkbar.

Federico González, Berater der Präsidentschaft erklärte gestern: “Die Sicherheitsabteilung des Präsidenten untersucht die Angelegenheit”. Dies sei auch ein Thema, das auf “kommunaler Ebene” untersucht werden müsse.

Wochenblatt / Twitter

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Europakongress

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5 Kommentare zu “Präsidentschaft “analysiert” Sicherheitsrisiko wenige Meter von Mburuvicha Róga entfernt

    1. Biggie gehört bekanntlich nicht zu Cartes. Offiziell. Die oft angegliederten Farmacenters schon.
      Hier die offiziellen Unternehmen von Cartes: https://www.grupocartes.com.py/empresas/. Biggie wurde von Joaquin Gonzalez, Rodrigo Mendelzon und Giuliano Caligaris gegründet. Laut http://www.biggie.com.py/acerca-de-biggie/.

      Die Expansion der Biggies erinnert mich stark an die von Schlecker in Europa. Und das ging bekanntlich schief.

  1. Das ist schon ein Unding. Man sollte diese Fläche echt besser nutzen. Zum Wohler der Allgemeinheit. Sprich lieber enteignen und wo anders dafür entschädigen. Aus meiner Sicht sollte man diese Fläche unbebaut lassen um die ganze Kreuzungssituation zu entschärfen. Indem man hier z.B. eine Tunnel-Kreisel-Lösung wie das Viadukt im Nord-Osten Asuncións (Aviadores del Chaco / Madame Lynch) baut. Verbunden mit einer Straßenbahn / Metro-Bus o.Ä. Das kostet, aber würde sicherlich den Verkehr insgesamt fließender machen.

    Tankstellen gibt es dort definitiv genügend. Auf der Mariscal Lopez in beiden Richtungen kurz vorher. Auf der Brasilia vor dem Mormonentempel. Und auf der anderen Seite etwas (!) entfernt am Stock / Eusebio Ayala. Da ist wirklich keine Not am Mann um eine weitere Tankstelle zu bauen.

    Unternehmen die anderen Tankstellenbetreiber nichts dagegen? Sieht die US-Botschaft eine Tankstelle in unmittelbarer Nähe nicht als Sicherheitsrisiko?

    Schade, dass so wieder eine Fläche zugemacht wird. Ohne, dass das wirklich nötig wäre.

  2. Jedenfalls ist er eben kein politiker sondern wirtschafter. Das bewirkt die jetzige situation. Die oberschicht kauft einfach apotheken, maskenfirmen und investiert in pharmaaktien und los geht es. Noch dazu wissen die schon vorher was kommt weil sie es entweder selbst bestimmen oder von der internationalen weltretter ngo direkt aus washington die anweisungen bekommen. Ein einfaches casino. Was sich aber der durchschnittsbürger von so etwas erwartet? Wissen muss ja mittlerweile jeder, dass es so lauft.

  3. So viele Tankstellen in mitten von Städten ist sowieso ein Schwachsinn, nicht nur wegen der Explosionsgefahr und Benzol-Emissionen, sondern auch bei solch unterirdischen Tanks, die auch mal ein paar Liter verlieren. Kann mir vorstellen, alles billig gebaut, um ein paar Guaranies mehr an Profit herauszuholen und korrupte oder nicht existente Kontrollen. Glaube nicht, dass doppelwandige Tanks zum Einsatz kommen. Okay, genau weiß ich es auch nicht, aber das Grundwasserbecken ist verseucht. Nix gegen Tankstellen alle 200 Meter, aber in einer Stadt absolut überflüssig.

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