Probleme mit einer Behörde im Chaco

Filadelfia: Das Nationale Sekretariat zur Bekämpfung der Malaria (Senepa) hat Räumlichkeiten in Filadelfia angemietet. Den daraus resultierenden Verpflichtungen käme die Behörde aber anscheinend nicht nach.

Der Vermieter Sieghard Friesen Unruh erklärte, dass die staatliche Institution weder die monatliche Miete noch Zahlungen für die Grundversorgung, wie Strom, Wasser und Abwasser gezahlt hätte.

Im Zuge dessen wurde die Versorgung mit Strom und Wasser eingestellt und die Beamten zogen aus dem Gebäude aus, wegen der Unannehmlichkeiten. Die Schulden belaufen sich auf insgesamt 7.977.910 Guaranies. „Pablo Kennedy, der Leiter der Senepa von Boquerón, informierte mich, dass die Beamten die Räumlichkeiten verlassen“, sagte Unruh.

Huberto Espinola, Administrator der Senepa betonte aber, die staatliche Institution habe keine Schulden. Bezüglich der anderen Rückstände bei Strom und Wasser sagte Espinola, dass diese im Katasteramt nicht richtig zugeordnet worden wären. „Wir haben uns darum bemüht, aber keine Antwort von der Gemeinde erhalten. Auf dem Areal gibt es noch mehr Liegenschaften“, erklärte Espinola.

Er räumte aber ein, der Mietvertrag laufe noch bis November 2016, bis dahin müsste auch die Forderungen beglichen werden.

Quelle. ABC Color

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10 Kommentare zu “Probleme mit einer Behörde im Chaco

  1. Ist das nun Mieterbetrug? Normalerweise JA! Aber … das zu kritisieren würde zur Folge haben, daß es in diesem Forum Leser & Kommentatoren gibt, die sich jegliche Kritik an üblen Zuständen verbitten und demjenigen, dem das hier nicht gefällt anraten Paraguay wieder zu verlassen. Wie krank ist das denn, wenn man Kritik würdige Zustände nicht mehr als solche benennen soll? Nur durch Kritik kann Veränderung und Verbesserung in Gang gesetzt werden, nicht aber durch Totschweigen und Beschönigung! Umgekehrt machen sich diejenigen, die alles beschönigen und wunderbar finden, obwohl genau das Gegenteil der Fall ist, einer Mitschuld an untragbaren Zuständen schuldig denn so kann und wird nichts verändern und die Allgemeinheit und das Recht leiden darunter.Gell @HansPy?

    1. Ja. Eigentlich sehe ich auch beide Seiten. Einerseits ein armes Land, armes Volk, gebeutelt durch geldgierige Obrigkeit, die das einfache Volk dumm hält (gut, die armen sind nicht weniger Geldgierig, nur weniger erfolgreich damit).
      Sie hat keine rechtliche Konsequenzen zu fürchten. So mancher kleine Paraguayer sagt sich: „Die da oben sind alles Gauner, machen und nehmen sich was sie wollen. Warum soll ich das nicht auch genau so machen.“. So wird hier gelogen und betrogen was das Zeugs hält. Jeder MUSS einer „Nebenbeschäftigung“ nachgehen, denn die Preise sind hoch, wenn man schon als 20-jährige(r) vier Kinder zu versorgen hat.
      Andererseits, es kann nicht klappen: Steuergelder verschwinden, Bildung sehr niedrig (IQ-Durchschnitt-PY: 87, IQ-Durchschnitt-D,CH,J,USA: 107). So ist auch die Infrastruktur: keine Vernetzung, keine jur. Konsequenzen für staatliche Misswirtschaft (das ist in DACHL aber auch so), kurz, einfach Jahrzehnte zurück.
      Aber trotzdem sind wir gerne hier. Gastfreundschaft, ja, die ist groß, vor allem solange es noch Aussicht um etwas zu holen gibt beim Allemanen. Bei mir habe sie es jedoch verspielt. Ich kann rein gar nichts in Auftrag geben, weder Reparatur noch neue bauliche Maßnahmen: Sie können einfach gar nichts und sind link wie die Sau.
      Du sagst ihnen, sie sollen gewaschenen Sand verwenden, sie verwenden rote Erde, alles was nicht angenagelt ist, gehört ihnen, bist du nicht am Beaufsichtigen arbeiten sie mit deinen Materialien für den Nachbarn, verrechnen dir die 1.class-Bremmsbeläge, bauen dir China-Schrott ein, lässt was reparieren, funktioniert, 14 Tage. usw.
      Nein, sorry, ich sage meine Meinung. Sie ist zwar nicht immer objektiv und oft übertrieben, aber wer glaubt, dass als Gringo hier willkommen bist, so muss ich ihn enttäuschen, die Plata des Gringos ist das Einzige, was willkommen ist.
      Damit leben wir, wir geizen nicht mit Kritik, wir leben dennoch gerne hier, ist doch mehr los als in einer kleinen Mietwohnung im kalten Europa.

      1. Halo Lili Nano, genau so sehe ich es auch; wir leben damit und geizen nicht mit Kritik, aber wir leben trotzdem gerne hier. Wer aber den Paraguayern jede Kompetenz abspricht liegt einfach völlig daneben. Und wer an allem und jedem nur kritisieren kann, der sollte sich mal fragen warum er eigentlich nach PY gekommen ist. Nicht wirklich informiert oder was? Und wer hier nicht leben kann oder will, der kann doch wirklich seine Koffer packen und gehen.

        1. Wieso wird Kritik eigentlich immer negativ ausgelegt? Wenn Kritik berechtigt ist, kann sie i.d.R. nur Positives bewirken. Es sei denn, der Kritisierte ist durch und durch ein Ignorant! Und warum sollten wir Zugewanderte nicht berechtigt sein, Kritik zu äußern, wenn ein Grund dafür tatsächlich vorhanden ist? Sind wir hier nur geduldet so lange wir schön treu doof alles bezahlen und haben ansonsten nichts zu sagen? Vielleicht könnte manche Kritik „besser verpackt sein“, das mag wohl stimmen. Doch nach meiner langjährigen Erfahrung in PY muß ich feststellen, das „vorsichtig umschriebene Kritik“ generell nichts bewirkt und Kritik im Allgemeinen eher als dreiste Einmischung und Beleidigung angesehen wird. Wer aber schon beim Hauch einer Kritik beleidigt ist, dem kann nur noch die klare, unmißverständliche Wortwahl helfen oder er ist ein hoffnungsloser Fall. Jeder Schüler MUSS lernen, jeder Lehrling ebenso. Wenn aber trotz Belehrung, trotz Erfahrung immer wieder die gleichen Fehler begangen werden, dann ist KRITIK EIN MUSS. In diesem Fall ist Kritik HILFE und Nichtkritik VERWEIGERUNG DER HILFE.

          1. Hendrik Jansen

            Ich glaube nicht, dass Du auf die Leute ( die Paraguayer) zugehst und ihnen ihre Fehler vorhältst bzw. Kritik übst. Das würde eventuell helfen. Aber hier den Klugscheißer zu geben, das hilft niemandem, nur Deinem Ego! Entschuldigung!

          2. Du hast es ja schon richtig erkannt, Manni. Paraguayer können keine Kritik vertragen, nicht mal gut gemeinte. Was soll man da machen? Vielleicht wie bei Tieren bei korrekter Ausführung eines Befehls ein Leckerli (=Geld) geben, auf den Kopf streicheln und sagen „Braver Junge“?

  2. wir brauchen da gar nichts zu machen Philipp. Lass doch einfach die Paraguayer in IHREM Land machen was sie wollen. Wer mit der hiesigen Mentalität nicht zurechtkommt, Silvio Pettirossi wartet

  3. Hallo Hendrik Jansen. Warum muss wer an allem und jedem nur kritisieren kann sich mal fragen warum er eigentlich nach PY gekommen ist und wo können künftige Auswanderer sich von Europa aus informieren? Warum glaubst du, dass ich hier auf Wochenblatt Kommentare schreibe? Denkst du ich sei bezahlter Kampfposter vom Wochenblatt und hätte nix besseres zu tun? Nein, ich habe noch keinen Cent vom Wochenblatt bekommen. Aber jeder Europäer der hier her Auswandern will kann sich selber ein Bild darüber machen, was er von meinen Kommentaren hält, denn ich lebe nicht im PY-D-Ghetto sonder mitten unter der täglich Bescheuertheit!
    ICH fahre täglich mit dem Auto durch die Mondlandschaft und muss es selbst flicken, weil es keinen einzigen Automechaniker im Lande gibt. Jedenfalls keinen, bei dem nach dessen Reparatur den nächsten Sirve para nada aufsuchen müsstest, der dir das Repariert, was der erste kaputt geflickt hat. Dann zum Dritten…
    ICH lese täglich Laub und Mangos der Mongos zusammen, weil sie keine Zeit haben ihre Bäume zu schneiden, begreiflich, müssen Terere trinken.
    ICH muss Maurerarbeiten leisten, weil es hier keinen einzigen Maurer gibt (s. Absatz zu Automecanico) und nur mit einer Mauer die täglich Kindergartenmusik, sowie stundenlanges Hundegekläff para nada der Nachbarn, wenigstens eindämmen kannst.
    ICH muss Türen und Fenster schließen und mich im Haus beschäftigen, weil Paraguayo sein Cagado am verbrennen ist, fünf Euro Abfallgebühr für Bier sparen kann.
    Vielleicht willst du Hendrik Jansen den Schrott paraguayscher Handwerkskunst mir abkaufen, damit ich lieber vorgestern als heute das Land der vierzigjährigen Vierjährigen verlassen kann? Hätte ich meine Post schon lesen können als ich mich über Paraguei informiert habe?
    Na, ok, dann machen wir das doch so und sich schreibe nix mehr wenn es genehm ist!

  4. Lieber liebe Lili Nano, genau Dich habe ich nicht gemeint; Du schreibst in einem Artikel vorher, wir kritisieren viel und laut und leben trotzdem gerne hier. Das unterschreibe ich sofort. Auch ich habe diese Erfahrungen gemacht gerade was Autos betrifft. Aber man darf bei einer Auswanderung nicht diese grundlegenden Fehler machen: Ankommen, Haus mit möglichst großem Grundstück kaufen, obwohl man über gängige Preise keine Ahnung hat, keine noch so geringen Sprachkenntnisse, aber sich sofort ein dickes Auto zulegen. Dass das schief gehen muss liegt eigentlich auf der Hand. Es lässt sich aus Europa sehr viel über Paraguay in Erfahrung bringen. Meint man es ernst mit der Auswanderung, sollte man das Land ein oder mehrmals über einen längeren Zeitraum besucht haben, bevor man eine solch schwerwiegende Entscheidung trifft. Wenn man das nicht gemacht hat und trotzdem uninformiert ausgewandert ist, ist der Katzenjammer eventuell groß, und man kritisiert alles und jeden. Nur leider ist es oftmals nicht Kritik sonder Lästern. Damit bist ausdrücklich nicht Du gemeint. Ich freue mich auch auf zukünftige Beiträge von Dir!!!

  5. Als erstes sollte man alte Baeume nicht umplanzen sondern in jungen Jahren auswandern. Dann eine Arbeitsstelle annehmen um Land, Leute und Mentalitaet kennen zu lernen. Nach einpaar Jahren kann man dann erst ohne groessere Verluste an eine selbststaendige Taetigkeit und an Investitionen denken. Man sollte seinen Lebensunterhalt im Lande verdienen und nicht von Einkuenften aus dem Ausland lebt.
    Viele der Maengel Paraguays die in den Leserkommentaren beschrieben werden haette man vermeiden koennen wenn man so verfahren waere.

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