Quarantäne beenden, um “schlimmere“ Folgen zu vermeiden

Asunción: Der Geschäftsmann und ehemalige Präsidentschaftskandidat der Republik, Pedro Fadul, bat gestern darum, die Quarantäne zu beenden und die Arbeit wieder aufzunehmen, um “schlimmere“ Folgen zu vermeiden.

„Eine Quarantäne ist nur von Menschen mit Symptomen, von Personen über 60 Jahren und von anderen, die aus gesundheitlichen Gründen besonders gefährdet sind, notwendig. Alle anderen sollen arbeiten und die empfohlenen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen respektieren“, schrieb Fadul auf seinem Facebook-Account.

Er argumentierte, dass die Arbeit wieder aufgenommen werden kann, indem Schichten flexibler gestaltet und bestimmte Maßnahmen ergriffen werden, um Menschenmassen zu vermeiden. Nach eigenem Ermessen sollte das Gesundheitsministerium auch die Anzahl der durchgeführten Tests erhöhen.

Er erklärte, dass das Virus “für heute und für morgen“ zu einem echten sozialen Problem werde, einschließlich der Gesundheit und Beschäftigung der Menschen. Fadul betonte, dass die Folgen schlimmer sein werden, wenn die von der Regierung festgelegte Quarantäne fortgesetzt wird.

„Die Isolierung und vollständige Schließung von Arbeitsplätzen wird kurz-, mittel- und langfristig schlimmere Folgen haben als das Virus. Weder in Kriegszeiten ist alles geschlossen, noch hört man auf zu arbeiten und zu produzieren“, fügte er hinzu.

Die Regierung prüft derzeit die Möglichkeit einer Ausweitung der verschärften Ausgangssperre, die noch bis morgen läuft, aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus im Land, wie der stellvertretende Gesundheitsminister Julio Rolón ausdrückte.

Wochenblatt / ADN Paraguayo / El Informate Guairá / Hoy

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18 Kommentare zu “Quarantäne beenden, um “schlimmere“ Folgen zu vermeiden

  1. Nun, ihr streitet um Kaisers Bart, wenn Ihr Euch jetzt in die Haare bekommt über die Anzahl der Opfer der „Spanischen Grippe“, die auch nur deshalb „spanisch“ genannt wurde, weil sie gerade von Spanien aus sich um die Welt ausbreitete. In Wirklichkeit aber hätte sie US-Grippe heissen müssen, denn dort wurde diese auch „fabriziert“, in einem Laboratorium in Kansas, das exklusiv für die US-Army arbeitet und chemische wie auch biologische Kampfstoffe herstellt, und das schon seit seit vielen Jahren. Der I. Weltkrieg war für das US-Volk ganz einfach ein Krieg USA-Europa, und der Kriegsgegner hiess tatsächlich Europa, nicht etwa Deutschland. Und gerade in diesem Krieg wurde auch das Pleite-Land USA mit seinem weitgehend wertlosen Greenback vom größten Schuldnerland der Welt zum größten Gläubigerland. Man hatte noch vieles vor, um den großen Sieg in Europa zu feiern, zu geniessen und auch auszukosten. So kam eben die kommunistische Revolution den amerikanischen Siegesfeiern zuvor.und der Krieg war auch für die USA überraschend, zu Ende. So schickte man eben noch eine neuartige Grippe nach Europa (genau: Spanien), um sich wenigstens noch ein bisschen als Sieger zeigen zu können. Genau wie auch einige Jahrzehnte später trotz dem bereits längst entschiedenen II. Weltkrieg die Boys es nicht lassen konnten, noch zu ihrer eigenen Genugtuung zwei Atombomben auf Japan zu setzen. Nach Erhebungen in Europa sollen in Europa an dieser Schweinegrippe ca 20 Mio. gestorben sein, doch diese Grippe grassierte ja auch noch in Asien und in Afrika, von woher es überhaupt keine bestätigten Zahlen gibt. Man schätze dann eben ganz einfach, es könnten weltweit ca,. 100 Mio. Todesopfer gewesen sein. Andere wieder nahmen den „weltweiten“ Durchschnitt, und verbreiten deshalb heute noch die Zahl von 50 Mio. Opfern. Aber in Wirklichkeit sind die wahren Opferzahlen völlig unbekannt. Auf jeden Fall kann behauptet werden, daß in Europa die Todesopfer 1918 – 1920 dieser „spanischen“ Grippe die Todesopfer des I. Weltkriegs 1914-1918 überstiegen. Außerhalb Europas gab es keinerlei vertrauens- bzw. glaubwürdigen Erhebungen.

  2. pedro fadul hat vollkommen recht. jetzt schon geht vielen der unteren bevölkerungsschichten das geld aus. in einem land in dem viele von er hand in den mund leben ist eine längere quarantäne nicht zu verantworten. es ist mit anarchie zu rechnen, die sich wohl keiner wünscht.

  3. @ guazu

    Stimmt, entschuldigung ich meinte auch weltweit. War mit meinen Gedanken beim Schreiben bei Europa.
    Letzter Stand der Wissenschaft ist aber dass eher 50 Mill. Opfer richtig sind die die Spanische Grippe weltweit hatte.

  4. Gut gedacht Pedro Fadul. Setze es in der Tat um und alles wird wieder am schnürchen laufen. Sonst wenn nicht das arme hungernde Volk wird ihre Drohung in der Tat umsetzen und und dann könte es schlimmer werden.

  5. Eigentlich ist es egal wie es abläuft, sollte es eine schlimme Pandemie mit vielen Toten geben hat man alles versucht um zu helfen mit diversen Beschränkungen. Sollte nicht viel passieren (was wohl definitiv so sein wird) kann man sich auch auf die Schenkel klopfen, da man ja alles nur aus Fürsorge gemacht hat. Das Spiel läuft ja weltweit so auch wenn ein paar Länder wie z.B. Schweden doch noch ein paar Entscheider mit Gehirnzellen haben. In Dänemark wird es wirklich gerade skuril zwecks Bevormundung und Einschränkungen. In Deutschland wird gerade Söder als Heilsbringer gehypt und die Menschen fördern Zwangsmaßnahmen und geben Ihre Freiheitsrechte bereitwillig auf. Wenn man sehen will warum 1933 funktionierte, ein Blick nach Deutschland reicht, jetzt bin ich schon nach Paraguay ausgewandert, wobei die Globalisierung des Wahnsinns holt uns auch hier immer wieder ein. Ich hätte nicht das Land wechseln sollen sondern den Planeten !

  6. Da kann ich dem Mann nur recht geben. Vollkommen auch meine Meinung. Auch mit seinen vorgeschlagenen Maßnahmen. Und auch mit @“Robin Hood“ einverstanden.
    Selbst wenn der paragauysche Staat nun 1,6 Milliarden U$ sich borgt und davon 686 Millionen in das Gesundheitssystem UND BONI UND GRATIFIKATIONEN der ärmsten Partei Amigos steckt, bleibt dem Gesundheitssystem selbst ein Bruchteil davon. Was will man mit 100 Millionen US$ schon an diesem maroden Gesundheitssystem noch ausrichten.
    Wenigstens werden die 1,6 Mia abzüglich 686 Millionen U$ gerecht an die ärmste Parteikollegenschicht verteilt, so dass diese nicht hungern muss.

  7. @Franz
    niemand wird Sie daran hindern, in Ihrem Bunker zu bleiben.
    Ich vermute, Sie sind gut versorgt mit Lebensmitteln und allem, was Ihnen Ihre Isolation angenehm macht.
    Leider haben es hier ca. 90% der Menschen nicht so komfortabel.
    Sie lebten schon vorher am Limit und hatten/haben keinerlei Rücklagen und Reserven.
    Es scheint Ihnen egal zu sein, daß hier Tausende verhungern könnten, weil sie ohne Arbeit kein Geld und ohne Geld kein Essen haben.
    Es ist ein durchaus vernünftiger Vorschlag, daß sich die gefährdeten Personen schützen sollen, während die Gesunden ihren Alltag wieder aufnehmen.
    Gerade sind die 2 Wochen verschärfte Quaranäne um, und wir sammeln schon Spenden für diejenigen, die JETZT SCHON hungern.
    Wie sollen wir das weitere Wochen oder gar Monate durchhalten können?
    Irgendwann hat – außer den Superreichen – keiner mehr Geld übrig und kann auch nicht mehr spenden.
    Und dann?

  8. Richtig so! In einer hysterisch gewordenen Welt werden alle Dinge schlimmer gemacht als sie sind.
    Deswegen den ‚Rest‘ der Welt, der anteilig viel gewichtiger ist, mit Gewalt und gewollt zu zerschlagen ist nicht nur gelebter Wahnsinn, sondern lässt zurecht fragen um was es bei dem ‚Virus‘ eigentlich geht!

    1. Na klar, hauptsache die Gewinne stimmen: Wenn Krieg ist und die Bomber kreisen über der Stadt – so wie jetzt quasi das Virus – dann sitzen alle im Bunker (quasi in Quarantäne) und keiner arbeitet. Der Mann hat keine Ahnung – aber von nichts.

      1. Das ist doch zu kurz gedacht! Ohne „´Gewinne“ kann kein Unternehmen existieren. Ohne Unternehmen keine Arbeit, ohne Arbeit kein Brot, ohne Brot soziale Unruhen – das war schon immer so in der Geschichte der Menschheit. In Europa mögen die Mensch vermutlich länger stillhalten als in Südamerika, denn die Europäer verfügen in der Masse über eine gewisse finanzielle Substanz. Nicht aber so in Paraguay. Die Masse kann ohne Einkommen vermutlich nicht viel länger als eine Woche überleben. Und was dann?

        1. Der gute franz wird Dir vermutlich geistig nicht folgen können, obwohl Du es punktgenau triffst.
          Lieber ein paar hundert tota Alte mit Vorbelastungen – wie ich – als alles kaputt. Und ja, lieber Franz, auch wenn es nicht reingeht in die linke Birne: es handelt sich nicht um Gewinne, sondern um Zehntausende, die kein Geld mehr haben um was zu essen kaufen.

          1. auch wenn es nicht hauptsächlich darum geht: natürlich können Unternehmen, die keine Gewinne erzielen existieren und dauerhaft bestehen. Es ist seit einiger Zeit Mode Gewinne kleinzurechnen oder ganz wegzubezahlen. Noch weiter gehen Unternehmen, die bewusst mit Verlustabschlüssen kalkulieren, wenn dafür der Marktanteil stimmt. Besonders in Paraguay, wo jedes Brötchen als Geschäftsausgabe deklariert wird ist es durchaus üblich, dass Gewinne gezielt vermieden werden.

      2. Lieber Franz, während des 2.Weltkrieges hatte Deutschland nachts Bombenangriffe mit hunderten von Toten und zerstörten Wohnungen, aber tagsüber so keine Tagesangriffe wurde gearbeitet. War wohl eine andere Generation von Menschen was die heutige verweichlichte Generation in der nun kommenden Weltwirtschaftsdepression ablegen muss und wieder lernen wird.

        1. @ Ramon

          Und nach Ende des 1. Weltkrieges sind zwischen 1918 und 1920 in Europa ca. 50 Millionen an der Spanischen Grippe gestorben.
          Auch ganz sicher alles willige Arbeitskräfte (abzüglich Kindern) gewesen, die gern beim Wiederaufbau geholfen hätten. Wenn sie denn nicht von so einem schei… Virus dahin gerafft worden wären.

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